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Miserable ChancenverwertungDraisaitl und DEB-Team erleiden bitteren Rückschlag gegen Lettland

14.02.2026, 14:38 Uhr
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Die deutsche Mannschaft konnte Lettland nicht aufhalten. (Foto: picture alliance/dpa)

Schwerer Patzer: Nach dem Auftaktsieg gegen Dänemark verlieren die deutschen Eishockey-Herren das zweite Vorrundenspiel bei den Winterspielen gegen Lettland. Superstar Draisaitl lässt etliche Chancen aus. Nun beginnt das große Zittern.

Die deutschen Eishockey-Stars um den glücklosen Leon Draisaitl haben bei den Olympischen Winterspielen einen schweren Dämpfer kassiert. Die mit NHL-Stars gespickte, aber wenig überzeugende Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis verlor ihr zweites Gruppenspiel gegen Außenseiter Lettland mit 3:4 (2:1, 0:1, 1:2) und muss auf dem Weg ins Viertelfinale nun mit hoher Wahrscheinlichkeit den ungeliebten Umweg über die Qualifikation gehen.

Zwei Tage nach dem zähen Auftaktsieg gegen Dänemark (3:1) brachten Lukas Reichel (3.) und Lukas Kälble (17.) das DEB-Team zweimal in Führung. Dans Locmelis (16., 29.), Eduards Tralmaks (49.) und Renars Krastenbergs (52.) drehten das Spiel für die Letten. Durch Tim Stützle (58.) kam Deutschland spät noch einmal heran.

Der deutsche Weg ins Viertelfinale entscheidet sich am Sonntag, wenn im Gruppenfinale das Duell mit Weltmeister USA (21.10 Uhr/ZDF und Eurosport) ansteht. Draisaitl und Co. sind dann nicht nur aufgrund der bislang durchwachsenen Leistungen klarer Außenseiter, ein Sieg wäre eine Überraschung. Nur die drei Gruppensieger sowie der beste Zweite stehen direkt im Viertelfinale.

Zehn Torschüsse, kein Tor für Draisaitl

Die deutsche Mannschaft erwischte gegen Lettland wie im Auftaktspiel einen Traumstart - und wieder war auf einen Nordamerika-Legionär Verlass. Reichel belohnte das DEB-Team nach 2:06 Minuten für einen schwungvollen Start. Am Donnerstag hatte Draisaitl nach nur 23 Sekunden getroffen, diesmal war er bei zehn Torschüssen glücklos.

Das DEB-Team hielt nach der Führung den Druck zunächst aufrecht, verlor im Verlauf des ersten Drittels aber wie schon gegen Dänemark den Zugriff und war defensiv immer stärker gefordert. Torhüter Philipp Grubauer zeigte einige starke Paraden, war beim Ausgleich im lettischen Powerplay aber machtlos. Kälbles schneller Gegenschlag drehte das Momentum in einer kritischen Phase.

Defensive Probleme

Deutschland geriet im zweiten Drittel defensiv dennoch zunehmend in Schwierigkeiten und leistete sich Undiszipliniertheiten. Tobias Rieder stellte mit einem Foul an der Bande eine doppelte Unterzahl her. Lettland bestrafte dies prompt. Die erneute Chance zum schnellen Führungstreffer vergab Draisaitl (31.), der sich später die Hand mit Eis kühlte, freistehend.

Auch in der Folge fehlte dem Top-Stürmer der Edmonton Oilers das Glück. Im eigenen Powerplay blieb Deutschland lange ungefährlich. Im Schlussdrittel entglitt dem deutschen Team das Spiel. Erst als Grubauer sein Tor verließ und Deutschland volles Risiko ging, wurde der Druck größer. Stützle (Ottawa Senators) mit seinem dritten Turniertor ließ die Hoffnung noch einmal wachsen.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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