Olympia

"Magie hat mich nie erreicht" Selina Grotian zeigt sich schwer enttäuscht von Olympia

18.02.2026, 07:42 Uhr
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Selina Grotian hadert mit ihren Leistungen und dem großen Rest. (Foto: picture alliance/dpa)

Sie hatte sich enorm auf Olympia gefreut. Mit der Nominierung geht für die Biathletin Selina Grotian ein Kindheitstraum in Erfüllung. Jetzt reist sie schwer enttäuscht wieder ab - und das hat nicht nur mit ihren Leistungen zu tun.

Für Biathletin Selina Grotian waren die ersten Olympischen Winterspiele ihrer Karriere in Italien eine große Enttäuschung. "Die Magie der Ringe, das Zusammenkommen der Athleten, der Geist... Das hat mich nie wirklich erreicht", schrieb die 21-Jährige bei Instagram: "Es fühlte sich eher wie eine sehr lange Weltmeisterschaft mit mehr Medienrummel an."

Sie habe sich die Olympischen Spiele "anders vorgestellt", schrieb die Skijägerin und resümierte auch nach sportlich wenig überzeugenden Auftritten: "Nicht die Erfahrung, von der ich geträumt hatte - aber trotzdem Teil des Weges. Ich werde daraus lernen und stärker zurückkommen."

Grotian kam bei den Biathlonrennen in Antholz in drei Wettbewerben zum Einsatz. Die deutsche Mannschaft wohnte unweit des Stadions außerhalb eines improvisierten olympischen Dorfes. Richtiges Olympia-Flair kam in dieser Atmosphäre ohne viel Kontakt mit anderen Athletinnen und Athleten nicht auf. Aufgrund der großen Distanzen war es Biathletinnen und Biathleten auch nicht realistisch möglich, andere Wettkämpfe zu besuchen. Cortina d'Ampezzo war als nächster Austragungsort über eine Stunde Fahrzeit entfernt.

Grotian macht sich auf die Suche nach Antworten

"Meine ersten Olympischen Spiele sind vorbei - und ehrlich gesagt waren sie sowohl sportlich als auch persönlich enttäuschend für mich", schrieb Grotian zu einigen Fotos aus Südtirol. Die Plätze 55 (Einzel), 52 (Sprint) und 41 (Verfolgung) waren für die hochtalentierte Bayerin viel zu wenig.

"Ich suche ehrlich gesagt nach Antworten", schrieb Grotian, die im Saisonverlauf aufgrund einer Corona-Infektion eine Zwangspause einlegen musste. "Hat mich die Höhe nach Covid stärker beeinträchtigt als erwartet?", schrieb die mehrmalige Junioren-Weltmeisterin. Und auch am Schießstand "lief nichts wie sonst".

Bei ihren drei Starts schoss sie immer mindestens drei Fehler und wurde so auch nicht in der Frauenstaffel berücksichtigt. Sie will am Nachmittag (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport und im Liveticker auf ntv.de) nach einer Medaille greifen. Für den abschließenden Massenstart am Samstag qualifizierte sich Grotian aufgrund ihrer schwachen Resultate nicht.

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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