Tatjana Maria steht erstmals seit ihrem Triumph im Londoner Queen's Club im vergangenen Jahr wieder im Finale eines WTA-Turniers. Die 38 Jahre alte Rasenexpertin profitierte im Halbfinale von Eastbourne beim Stand von 6:1, 1:2 von der Aufgabe ihrer Gegnerin Jelena Ostapenko aus Lettland.
Im Finale am Samstag spielt Maria gegen die Kroatin Petra Marcinko oder die US-Amerikanerin Madison Keys um ihren insgesamt fünften WTA-Titel.
"Ich bin glücklich mit meiner Woche und dass ich im Finale stehe", sagte Maria: "Ich fühle mich hier wirklich unterstützt und genieße es sehr."
Maria wird unabhängig vom Ausgang am Samstag mit jeder Menge Rückenwind zum Klassiker in Wimbledon reisen, der am Montag beginnt. 2022 stand sie an der Church Road im Halbfinale und beweist auch in dieser Saison, dass sie auf Rasen weiterhin zu Großem fähig ist. Zudem stellte sie ihre Rückkehr in die Top 100 der Weltrangliste sicher.
Gegen Ostapenko startete Maria hoch fokussiert und sicherte sich klar den ersten Satz. Dann kam es im zweiten Durchgang zu einer Regenunterbrechung. Aus dieser kam die einstige French-Open-Siegerin Ostapenko nicht mehr zurück - und Maria durfte über ihren Finaleinzug jubeln.
"Als der Regen aufhörte, war ich fokussiert und bereit, wieder rauszugehen. Es ist nie schön, so zu gewinnen", sagte Maria, die sich über ihren Erfolg letztlich aber doch freuen konnte.
In Wimbledon trifft Maria auf die für Kasachstan startende Russin Yulia Putintseva. Die 31-Jährige ist aktuell die Nummer 85 der Weltrangliste. Bei dem wichtigsten Rasenturnier der Saison stehen fünf deutsche Frauen im Hauptfeld.
Mit ihrem Sieg im Queen's Club im vergangenen Jahr hatte sich Maria zur ältesten Tennisspielerin gemacht, die jemals ein Turnier der 500er-Kategorie gewann.


