Tennis-Ikone Chris Evert kämpft erneut gegen den Krebs. Die 71-Jährige teilte via X mit, dass ihre Erkrankung an Eierstockkrebs zurückgekehrt sei. Sie habe sich bereits einer Operation unterzogen, befinde sich derzeit in der Erholungsphase und werde danach eine erneute Chemotherapie beginnen.
"Ich werde deshalb in diesem Jahr nicht Wimbledon besuchen und meine beruflichen Verpflichtungen in den nächsten Monaten pausieren, um mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren", schrieb Evert: "Eierstockkrebs ist unbarmherzig, aber ich werde optimistisch bleiben und weiter diesen Kampf führen."
Bei Evert, die zwischen 1974 und 1986 in jedem Jahr mindestens ein Grand-Slam-Turnier gewann und insgesamt auf 18 Major-Titel zurückblickt, war bereits im Januar 2022 Eierstockkrebs diagnostiziert worden. Ende 2023 musste sich Evert erneut einer Behandlung unterziehen. Everts jüngere Schwester, Jeanne Evert Dubin, starb im Februar 2020 im Alter von 62 Jahren an den Folgen der Krankheit.
Wegen Tod der Schwester noch am Leben
"Aufgrund ihres Todes bin ich noch am Leben", betonte Evert. Denn ihr Doktor hatte sie anschließend dazu gedrängt, sich untersuchen zu lassen. Ergebnis: Evert hatte ebenfalls Eierstockkrebs, allerdings noch im Anfangsstadium und somit gut zu behandeln. Im Dezember 2021 ließ sich die Mutter von drei Söhnen vorsorglich die Gebärmutter und beide Brüste entfernen.
Sie spricht von einem "heimtückischen, hässlichen Krebs". Denn man spüre ihn nicht, sagte Evert. Und die meisten Frauen, bei denen er diagnostiziert werde, hätten ihn bereits im vierten und somit letzten Stadium.
Evert war in den 1970er-Jahren eine dominierende Figur im Damentennis, sie gewann Einzeltitel und erreichte bei 52 der 56 Grand-Slam-Turniere, an denen sie teilnahm, mindestens das Halbfinale. Ihre Rivalität mit Martina Navratilova, die sich von 1973 bis 1988 erstreckte und 14 Grand-Slam-Endspiele umfasste, prägte den Sport.

