Kevin Krawietz und Tim Pütz greifen bei den US Open nach ihrem ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel. Das deutsche Davis-Cup-Doppel gewann auch sein Halbfinale gegen Rajeev Ram (USA) und Joe Salisbury (Großbritannien) mit 6:3, 6:4 und zog zum zweiten Mal ins Finale von New York ein. 2024 hatten Krawietz und Pütz dort das Endspiel in zwei Sätzen verloren.
Dieses Mal geht es gegen Christian Harrison (USA) und Neal Skupski (Großbritannien) um den Titel. "Wir sind überglücklich, dass wir hier wieder im Finale stehen. Danke, dass ihr alle gekommen seid und für diese Atmosphäre gesorgt habt", sagte Pütz auf dem Court. Krawietz fügte an: "Wir fühlen uns natürlich super und freuen uns auf unser zweites Finale nach 2024. Wir werden uns vorbereiten und es genießen."
Für Krawietz/Pütz, das Duo aus Coburg und Frankfurt, ist der größte gemeinsame Erfolg bislang der Triumph bei den ATP Finals 2024. Krawietz ist zudem bereits zweimaliger French-Open-Sieger an der Seite seines früheren Partners Andreas Mies.
Krawietz und Pütz gehören zum Davis-Cup-Team von Bundestrainer Michael Kohlmann, das in der kommenden Woche in Halle/Westfalen gegen Kroatien um die Qualifikation für das Finalturnier im November in Bologna kämpft.
Traumfinale bei den Frauen perfekt
Im Einzelwettbewerb der Frauen stehen sich derweil mit Jelena Rybakina und Aryna Sabalenka im Endspiel die beiden besten Tennisspielerinnen der Welt gegenüber. Die 27 Jahre alte Kasachin Rybakina, die die Spitze der Weltrangliste am Montag von Sabalenka übernehmen wird, besiegte in einem packenden Halbfinale US-Publikumsliebling Coco Gauff mit 3:6, 6:4, 6:4 und greift nach ihrem ersten Titel in New York.
Am Samstag will die Australian-Open-Siegerin in einer Neuauflage des Endspiels von Melbourne dann den Titel-Hattrick von Sabalenka (28) verhindern (Sky live). Die Belarussin zog durch ein 7:5, 6:2 gegen Jessica Pegula (USA) zum vierten Mal in Serie ins Endspiel im Big Apple ein. Sie könnte in Flushing Meadows als erste Spielerin seit US-Ikone Serena Williams (2012 bis 2014) dreimal nacheinander triumphieren.

Irre Zverev-Szene bei US Open sorgt für Lacher
Sabalenka sei "eine unglaubliche Spielerin. Ich muss mein Level nochmal steigern", sagte Rybakina, die sich gegen Gauff nach einem Satzrückstand zurückkämpfte und in ihr viertes Grand-Slam-Finale einzog: "Ich weiß, dass ihr wolltet, dass Coco gewinnt. Es war ein großer Kampf." Bei den US Open war die Wimbledon-Siegerin von 2022 zuvor nie über das Achtelfinale hinausgekommen.
Sabalenka hatte 2023 mit einem Finalsieg gegen Rybakina in Melbourne ihren ersten von mittlerweile vier Grand-Slam-Titeln gefeiert. Dass sie nach einem für ihre Verhältnisse durchwachsenen Jahr von der Kasachin an der Spitze der Weltrangliste abgelöst wird, ist für Sabalenka eine Extra-Motivation.
"Ich wollte unbedingt ins Finale kommen, und natürlich möchte ich den Titel holen", sagte Sabalenka, die nach einem ausgeglichenen ersten Satz gegen Pegula einen dominanten Auftritt hinlegte. Erstmals seit 1975 standen sich bei den US Open im Halbfinale die Top vier der Setzliste gegenüber.

