Konzentration "auf den Platz"

Zverev wird kurz vor dem Höhepunkt zum Leisetreter

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Zverev steht kurz vor Rang 1 der Weltrangliste. (Foto: IMAGO/Xinhua)
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08.10.2026 | 12:25 Uhr
Alexander Zverev ist auf dem Weg zur Nummer eins der Weltrangliste im Herrentennis kaum noch aufzuhalten. Verrückt machen lassen will er sich davon nicht. Vielmehr gibt er sich beim Thema betont zurückhaltend.

Satte Rückhand, präziser Volley - und lauter Applaus: Schon bei seiner finalen Vorbereitung auf das Masters in Shanghai zog Alexander Zverev die Blicke der chinesischen Tennisfans auf sich. Der 29-Jährige spulte sein Programm konzentriert ab - schließlich geht es für den Sieger der French Open und US Open nun unmittelbar um den nächsten Meilenstein seiner Karriere: Zverev will so schnell wie möglich den Tennisthron besteigen, der Rote Teppich ist längst ausgerollt.

"Es ist im Moment ein Gesprächsthema für alle", sagte Zverev vor seinem Auftakt in der 25-Millionen-Metropole. Und es wäre für das deutsche Tennis etwas Besonderes: Einzig Boris Becker schaffte es 1991 bislang als männlicher Profi aus der Bundesrepublik an die Spitze. Die lange Durststrecke könnte schon im November enden - Zverev ist aber sehr darauf aus, sich erstmal von der großen Chance nicht kirre machen zu lassen.

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Ein Sieg fehlt Alexander Zverev zur Nummer eins der Welt

"Das Einzige, was ich kontrollieren kann, ist, was ich auf dem Tennisplatz leiste und mein nächstes Match. Darauf konzentriere ich mich jedes Mal", sagte der Olympiasieger von Tokio. Entsprechend galt sein voller Fokus der eigenen Performance und dem Auftakt am Freitag gegen den Chinesen Wu Yibing.

Zverev will die Nummer eins aus eigener Kraft erreichen

Zverev, Finalist von 2019, könnte mit einem Topergebnis in Shanghai der Nummer eins schnell ganz nahe kommen. Schon jetzt ist klar, dass in der Nachfolge des verletzten Jannik Sinner alles auf den erfolgreichsten Spieler der bisherigen Saison (58 Matchsiege) hinausläuft. Natürlich will er sich aber nicht irgendwie Richtung Spitze mogeln, sondern dies mit Spitzenleistungen im Jahresendspurt untermauern. Dann könnte es schon beim Turnier in Wien (26. Oktober bis 1. November) heiß werden.

Die deutsche Nummer eins ist auf einer Mission, die zum Jahresbeginn nach einer schwierigen Vorsaison kaum abzusehen war. Zu dominant hatten Carlos Alcaraz und Jannik Sinner die Grand-Slam-Titel unter sich aufgeteilt. "Ich glaube, zu Beginn der Saison haben alle erwartet, dass sich dieser Kampf zwischen Carlos und Jannik abspielen würde, daher freue ich mich sehr, dass ich nun Teil dieser Diskussion bin", hatte Zverev jüngst zu seinen Chancen auf die Führung in der Weltrangliste gesagt. 

Er nutzte im Saisonverlauf die Verletzungspausen seiner großen Konkurrenten konsequent aus und steht nun - früher oder später - vor dem Sprung an die Spitze.

Verwendete Quellen: ntv.de, mbl/sid