Wirtschaft

Anfangs fünf Strecken BlaBlaCar fordert Flixbus heraus

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Anfangs fünf, später mehr Strecken: BlaBlaCar bietet ab sofort Fahrten auch in Deutschland an.

(Foto: dpa)

Der Fernbus-Fahrten-Vermittler Flixbus ist hierzulande unangefochtener Marktführer. Nun bekommt der Branchenprimus Konkurrenz aus Frankreich. Mit Kampfpreisen tritt BlaBlaCar in den Markt und will sein Netz zügig ausbauen.

Flixbus bekommt Konkurrenz durch das französische Unternehmen BlaBlaCar. Unter dem Namen BlaBlaBus fahren seit dem heutigen Montag Fernbusse des Unternehmens auf fünf Strecken. Nächsten Monat sollen zehn weitere Ziele hinzukommen, wie BlaBlaCar mitteilte. Das Unternehmen geht mit Aktionspreisen ab ein Euro ins Rennen um die Kunden und verspricht "mehr Dynamik im Wettbewerb und eine größere Auswahl auf dem deutschen Fernbusmarkt".

BlaBlaCar ist der führende Anbieter von Mitfahrgelegenheiten in Europa. 2015 kaufte das Unternehmen die Angebote mitfahrgelegenheit.de und mitfahrzentrale.de. Deutschlandchef Christian Rahn erklärte, mit der Kombination von Fernbussen und Mitfahrgelegenheiten könne das Unternehmen "neue Vorteile und Services" bieten. Er sei zuversichtlich, dass BlaBlaBus sich schnell am Markt etablieren könne.

Bis zu 70 neue Linien in diesem Jahr

Die ersten fünf Verbindungen führen von Frankfurt am Main über Leipzig nach Berlin, von Dresden über Berlin und Hamburg nach Bremen, von Berlin nach München, von Berlin nach Düsseldorf und von Hamburg nach Düsseldorf. Als weitere Ziele ab Juli nennt BlaBlaBus zum Beispiel Stuttgart, Münster, Karlsruhe und Mannheim. Wie bei Marktführer Flixbus fahren auch für BlaBlaBus lokale Busunternehmen.

Den Kunden verspricht das Unternehmen Busse mit Klimaanlage, Steckdosen und WLan. Die Busunternehmen seien "nach strengen Qualitäts- und Sicherheitskriterien" ausgewählt worden.

BlaBlaBus soll europaweit ausgebaut werden, wie der Mitbegründer von BlaBlaCar, Nicolas Brusson, sagte. Noch in diesem Jahr sollen demnach bis zu 70 Linien in Europa eingeführt werden. In Frankreich werden laut Busson derzeit 45 Städte von BlaBlaBus angefahren.

Im vergangenen Jahr reisten nach Unternehmensangaben rund 50 Millionen Passagiere mit von BlaBlaCar vermittelten Mitfahrgelegenheiten. Insgesamt ist das Unternehmen in 22 Ländern aktiv.

Quelle: n-tv.de, jwu/AFP

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