Wirtschaft

1,4 Billionen Dollar weniger Börsen-Beben macht auch Superreiche ärmer

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Das Vermögen von Elon Musk schrumpfte dieses Jahr um mehr als 70 Milliarden Dollar.

(Foto: REUTERS)

Die abstürzenden Aktienkurse bekommen auch die Reichsten zu spüren. Alleine am Montag verloren sie mehr als 200 Milliarden Dollar. Ganz vorne dabei: Elon Musk und Jeff Bezos.

Der Crash an den Aktienmärkten und der Kryptowährungen lässt auch das Vermögen der 500 reichsten Menschen des Planeten kräftig schrumpfen. In diesem Jahr verringerte es sich bisher insgesamt um 1,4 Billionen Dollar - alleine am gestrigen Montag lösten sich 206 Milliarden Dollar in Luft auf. Das geht aus dem "Milliardärsindex" hervor, den die Finanznachrichtenagentur "Bloomberg" ermittelt.

Ganz vorne auf der Liste der Verlierer steht Changpeng Zhao, Gründer und Chef der Krypto-Börse Binance. "Bloomberg" schätzt sein Vermögen derzeit auf 10,2 Milliarden Dollar - das sind rund 86 Milliarden Dollar weniger als Anfang des Jahres. Tesla-Chef Elon Musk verlor demnach rund 73 Milliarden Dollar. Kleiner Trost: Mit 197 Milliarden Dollar ist er weiterhin weltweit der mit Abstand reichste Mensch. Platz 3 geht an Amazon-Gründer Jeff Bezos, dessen Vermögen sich um 65 Milliarden Dollar auf 127 Milliarden Dollar verringerte. Facebook-Gründer Marc Zuckerberg verlor mehr als die Hälfte seines Vermögens, das "Bloomberg" derzeit auf rund 61 Milliarden Dollar schätzt.

Diese Verluste stehen in starkem Gegensatz zu den immensen Gewinnen im vergangenen Jahr, als nicht nur Superreiche vom Aktienboom profitierten. Nach Berechnungen des Beratungsunternehmens Capgemini legte der Reichtum der Vermögenden 2020 insgesamt um 8 Prozent auf den Rekordwert von insgesamt 86 Billionen US-Dollar zu. Zu dieser Gruppe zählt Capgemini die Menschen, die über ein anlagefähiges Vermögen von mindestens einer Million Dollar verfügen.

Viele Vermögende in Deutschland

Die Studie zeigt nicht nur, wie die Vermögendsten von der lockeren Geldpolitik als Reaktion auf die Corona-Pandemie profitierten, die beispielsweise zu steigenden Aktienkursen und Immobilienpreisen führte. Sie zeigt auch, wie das Vermögen weltweit verteilt ist.

Im vergangenen Jahr wuchs der Club der Dollar-Millionäre weltweit den Berechnungen zufolge kräftig um 7,8 Prozent auf 22,5 Millionen Mitglieder. In Deutschland kamen fast 100.000 Menschen oder 6,4 Prozent hinzu. Gezählt wurden hierzulande demnach insgesamt 1,63 Millionen Mitglieder. Deutschland liegt damit hinter den USA und Japan auf dem dritten Platz. Danach folgt China. In diesen vier Ländern wohnen Capgemini zufolge fast zwei Drittel aller Vermögenden weltweit.

Zuletzt veröffentlichte Studien zu dem Thema kommen teilweise zu einem ähnlichen Ergebnis, auch wenn die Zahlen wegen Unterschieden in der Methodik nicht identisch sind. Capgemini berücksichtigt bei dem jährlich erstellten "World Wealth Report" etwa Aktien, festverzinsliche Wertpapiere sowie Immobilien, sofern sie nicht selbst genutzt werden.

Quelle: ntv.de, mit dpa

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