Wirtschaft

Dr. Oetker verkauft Chinesen übernehmen deutsche Bank

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Das Bankhaus Lampe geht an die Bank Hauck & Aufhäuser, die in chinesischem Besitz ist.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der chinesische Mischkonzern Fosun erweitert sein Bankportfolio. Vom Lebensmittelriesen Oetker übernehmen sie das Bankhaus Lampe und führen es mit einer früheren Erwerbung zusammen - ebenfalls aus Deutschland.

Die Unternehmensgruppe Dr. Oetker trennt sich vom konzerneigenen Bankhaus Lampe. Käufer ist die Bank Hauck & Aufhäuser mit Sitz in Frankfurt, wie es hieß. Zum Verkaufspreis der 1852 gegründeten Privatbank Lampe wurden keine Angaben gemacht. Oetker, zu dessen weitverzeigtem Reich neben dem bekannten Lebensmittelkonzern auch Brauereien wie Radeberger und Hotels gehören, hatte das Bankhaus Lampe 2018 ins Schaufenster gestellt. Insidern zufolge wurde die Bank zuletzt mit 250 Millionen Euro bewertet.

Es entstehe nun eine der führenden deutschen Privatbanken mit 1400 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von zehn Milliarden Euro. Die bisherigen Namen sollten erhalten bleiben.  "Mit dem Zusammenschluss setzt Hauck & Aufhäuser seinen Wachstumskurs fort. Wir stärken mit Bankhaus Lampe unsere bestehenden Geschäftsfelder", sagte Michael Bentlage, Vorstandsvorsitzender von Hauck & Aufhäuser. Die Bank wandert damit ins Portfolio des chinesischen Mischkonzerns Fosun, der 2016 bereits die Übernahme der Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser unter Dach und Fach gebracht.

Der Oetker-Konzern hat 2018 mit knapp 15.000 Beschäftigten 7,1 Milliarden Euro mit Lebensmitteln, Getränken, Hotels, Chemie und Bankgeschäften umgesetzt. Seit Jahren wird der Konzern umgebaut. 2017 trennte sich Dr. Oetker von der Container-Schiffart. Für 3,7 Milliarden Euro übernahm der dänische Marktführer Maersk Hamburg-Süd von den Ostwestfalen, die mit diesem Schritt rund die Hälfte ihres Umsatzes einbüßten.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/rts