Wirtschaft

Salesforce stürzt ab Euphorie an der Wall Street ist verflogen

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Die Euphorie ist verflogen an der NYSE.

(Foto: REUTERS)

Nach der Vortagesrally wegen Aussagen des Fed-Chefs zum Zinskurs der US-Notenbank kehrt an der Wall Street wieder Realismus ein. Anleger neigen zu Gewinnmitnahmen und spielen wieder verstärkt die Karte Rezessionsangst. Der Softwareanbieter Salesforce wird nach trüber Prognose abgestraft.

Nach Hinweisen auf kleinere Zinsschritte der Notenbank Fed ist die Euphorie der US-Anleger wieder abgeklungen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer auf 34.395 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,1 Prozent auf 11.482 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 büßte dagegen 0,1 Prozent auf 4076 Punkte ein. "Die gestrige Bewegung war so verrückt groß, dass es sich wahrscheinlich nur um natürliche Gewinnmitnahmen handelt", sagte Rusty Vanneman, Chef-Anlagestratege beim Vermögensberater Orion.

Gleichzeitig ist vor den US-Arbeitsmarktdaten zum Wochenschluss Händlern zufolge Vorsicht geboten. Nach den am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturdaten sprachen Analysten von einem gemischten Bild. "Der verarbeitende Sektor befindet sich offensichtlich in einer Rezession", sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. Zugleich stieg der Preisindex für Konsumausgaben um 0,3 Prozentpunkte weniger als im Vormonat, was auf eine nachlassende Inflation hindeuten kann. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen dagegen etwas geringer als erwartet aus.

Laut Konstantin Oldenburger, Marktanalyst beim Online-Broker CMC Markets, könnte die anhaltende Stärke des Arbeitsmarktes die US-Notenbank von kleineren Zinsschritten abhalten. "Dieser müsse sich weiter abkühlen, damit die Fed zuversichtlich sein könne, dass die Inflation in Richtung ihres Zwei-Prozent-Ziels sinken werde."

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Trotzdem setzten die Rede des Fed-Chefs Jerome Powell und die Aussicht auf eine Lockerung der strikten Corona-Beschränkungen in China der Anti-Krisen-Währung Dollar zu. Der Index, der die US-Devisen zu anderen wichtigen Währungen misst, verlor nach einem einprozentigen Kursrutsch am Mittwoch weitere 1,2 Prozent auf 104,72 Punkte.

Die Unentschiedenheit des Marktes spiegelte sich vor allem bei Wachstumswerten mit schwankenden Verlusten und Gewinnen bei Konzernen wie Tesla, Microsoft, Amazon und Apple wider. Die Titel des Softwarehauses Salesforce stürzten nach der Ankündigung eines Vorstandswechsels um mehr als acht Prozent ab. Auch die Aktie des Großhändlers Costco fiel nach enttäuschenden Umsatzzahlen für November um mehr als sechs Prozent.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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