Wirtschaft

Großbanken im Visier Fed fordert höhere Kapitalpuffer

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Höhere Kapitalpuffer bei US-Großbanken: Fed will dafür sorgen.

(Foto: REUTERS)

Nach der Finanzkrise vor mehr als einem Jahrzehnt führt die US-Notenbank einen jährlichen Banken-Stresstest ein. So will die Fed früh eventuelle Krisen der Finanzinstitute erkennen. Nun geht sie auf Konfrontationskurs mit den US-Großbanken.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) schreibt im Rahmen ihres jährlichen Stresstests großen Geldhäusern einen umfangreicheren Kapitalpuffer vor und entlastet dagegen kleinere Institute. Die amerikanische Zentralbank stellte neue Regeln für die Branche vor, die die Einführung eines "Stress-Kapitalpuffers" vorsehen. Damit könne die Höhe der Kapitalreserven bestimmt werden, die Finanzinstitute künftig vorhalten müssen, um sich vor einem Konjunkturabschwung zu schützen.

Die Vorschriften dürften dazu führen, dass die größten Banken wie JP Morgan Chase und Citigroup höhere Kapitalanforderungen erfüllen müssten. Die Regeln sollen bei den Stresstests in diesem Jahr Anwendung finden, wo 34 Banken geprüft werden. Die Fed will die Ergebnisse am 30. Juni präsentieren.

Die Stresstests wurden 2009 eingeführt und sollen sicherstellen, dass sich eine schwere Finanzkrise wie nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers nicht wiederholt. Bei den Stresstests geht es für die Banken um viel Geld. Von ihnen hängen unter anderem die Höhe von Dividendenzahlungen, Aktienrückkaufprogramme, Zukäufe und andere Investments ab.

Quelle: ntv.de, bad/rts