Wirtschaft

Angriff auch auf deutschem Markt Franzosen formen globalen Abfall-Giganten

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Zusammen steigen Suez und Veolia zur Nummer zwei der Entsorgungswirtschaft in Deutschland auf.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Veolia und Suez sind bereits einzeln die Nummer eins und zwei der globalen Abfallwirtschaft. Jetzt legen die Rivalen ihren Streit bei und schließen sich zu einem neuen Giganten zusammen. Gemeinsam wollen sie auch auf dem deutschen Entsorgungsmarkt expandieren.

Die beiden nach eigenen Angaben weltgrößten Konzerne der Abfall- und Wasserwirtschaft schließen sich zu einem neuen Branchenriesen zusammen. Die französischen Rivalen Veolia und Suez haben sich nach langem Tauziehen auf eine milliardenschwere Fusion geeinigt, wie die Konzerne mitteilten. Veolia besserte demzufolge sein Angebot für Suez nach und bietet nun 20,50 Euro pro Aktie nach anfänglich 18 Euro. Das entspricht einem Gesamtwert von Suez von rund 13 Milliarden Euro.

Veolia hatte in der Vergangenheit erklärt, mit einer Übernahme einen "Super-Weltmeister" in der Abfall- und Wasserwirtschaft formen und damit vor allem Wettbewerber aus China in die Schranken weisen zu wollen. Sowohl Veolia als auch Suez sind nahezu rund um den Erdball tätig. Veolia ist in der Bundesrepublik mit rund 1150 Beschäftigten nach eigenen Angaben Partner von rund 200 Kommunen, versorgt etwa eine Million Menschen mit Trinkwasser und betreibt mehr als 120 Kläranlagen.

Veolia und Suez treten aber, wie in anderen Ländern, in Deutschland etwa bei der Abfallentsorgung auch als Konkurrenten auf. Durch die Fusion steigen die Franzosen, derzeit Nummer drei und vier, hierzulande zum zweitgrößten Player der Branche hinter dem Marktführer, dem deutschen Entsorgungskonzern Remondis auf. Auch dessen Spitzenposition könnte allerdings ins Wanken geraten: Schon im vergangenen Sommer hatte Veolia-Boss Antoine Frérot angekündigt, nach dem angestrebten Zusammenschluss mit Suez besonders auf dem deutschen Markt die Expansion vorantreiben zu wollen.

Aktionäre begeistert

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Veolia hatte im Sommer den Kampf um die Übernahme von Suez gestartet. Nach monatelangen Verhandlungen und Auseinandersetzungen vor Gericht mit dem Suez-Management um eine einvernehmliche Übernahme hatte sich Veolia mit seinem Angebot kürzlich direkt an die Aktionäre gewandt. Suez hatte eine feindliche Übernahme noch im Februar entschieden abgelehnt. Es ist für Veolia der zweite Versuch, Suez zu übernehmen. 2012 war das unter anderem an kartellrechtlichen Bedenken gescheitert. Die neue Übereinkunft sieht nun vor, Teile von Suez-Aktivitäten in eine neue Einheit mit einem Umsatz von rund sieben Milliarden Euro abzuspalten, um die Zustimmung der Kartellbehörden zu sichern.

Veolia hofft nun nach eigenen Angaben, zusammen mit dem Konkurrenten "einen weltweiten Champion des ökologischen Wandels" mit einem Umsatz von 37 Milliarden Euro bilden zu können. An der Börse schossen die Aktien beider Unternehmen nach oben. Suez gewannen bis zu 8,5 Prozent, Veolia kletterten um bis zu 6,8 Prozent nach oben.

Quelle: ntv.de, mbo/rts/dpa

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