Wirtschaft

Umsatz kräftig gesteigert Nike trotzt der Coronakrise

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Die meisten Nike-Stores sind derzeit geschlossen.

(Foto: REUTERS)

Anfang des Jahres schien das Coronavirus vor allem ein chinesisches Problem zu sein. In Nordamerika und Europa lief es für Nike zu der Zeit noch hervorragend. Das zeigt sich im Geschäftsbericht fürs vergangene Quartal.

Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat im vergangenen Geschäftsquartal trotz erster Belastungen durch die Coronavirus-Krise deutlich mehr Umsatz gemacht. Die Erlöse kletterten in den drei Monaten bis Ende Februar im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 10,1 Milliarden US-Dollar (9,4 Mrd Euro), wie der Adidas-Rivale am Dienstag nach US-Börsenschluss am Konzernsitz in Beaverton mitteilte. Die Markterwartungen wurden damit bei Weitem übertroffen, die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit einem starken Kursanstieg.

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Der Geschäftsbericht bezieht sich auf einen Zeitraum, der die weltweite Ausbreitung des Coronavirus noch nicht richtig erfasst. Die hohe Nachfrage in Nordamerika und Europa ließ die Umsätze klettern. Allerdings bekam Nike die Folgen in seinem wichtigsten Auslandsmarkt China, wo zeitweise mehr als die Hälfte der Filialen geschlossen werden mussten, bereits erheblich zu spüren. In der Region gab es einen Umsatzrückgang um vier Prozent, es ist das erste Minus nach 22 Quartalen infolge mit zweistelligem Wachstum. Nikes Nettogewinn schrumpfte verglichen mit dem Vorjahreswert um 23 Prozent auf 847 Millionen Dollar. Neben den Einbußen in China waren hier aber vor allem einmalige Sonderkosten entscheidend.

Trotz des deutlichen Gewinnrückgangs verdiente Nike wesentlich besser als von Analysten erwartet. Während der Konzern in China schon wieder 80 Prozent seiner Geschäfte geöffnet hat, sind seit Mitte März die meisten restlichen Filialen weltweit aufgrund des Virus geschlossen.

Quelle: ntv.de