Wirtschaft

"Kann durchaus auf null fallen" Öl-Milliardär wettet auf Bitcoin

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Bitcoin wird durch leistungsfähige Rechner hergestellt.

(Foto: imago images/Imaginechina-Tuchong)

Bitcoin hat einen neuen Fan: Kjell Inge Rokke. Der Milliardär ist einer der reichsten Norweger und eigentlich im Erdöl-Geschäft unterwegs. Und er traut Bitcoin eine glänzende Zukunft zu - allerdings könne der Kurs auch implodieren.

Während über den Sinn und Unsinn von Bitcoin debattiert wird, hat sich Kjell Inge Rokke entschieden: Das Unternehmensgeflecht des Norwegers, Aker, investiert in die Kryptowährung. Aker ist vor allem im Ölgeschäft unterwegs. Doch vor kurzem ist das Konglomerat auch bei erneuerbaren Energien aktiv.

"Bitcoin kann durchaus auf null fallen", zitiert "Bloomberg" aus einem Brief Rokkes an seine Aktionäre. Aber daraus könne auch der Kern einer neuen Finanz-Architektur werden. Es sei durchaus möglich, dass ein Bitcoin eines Tages mehrere Millionen Dollar wert sei. "Die Leute, die sich am besten mit Bitcoin auskennen, denken, dass der Erfolg nahezu unausweichlich ist."

Heftige Kursschwankungen

Derzeit kostet ein Bitcoin rund 50.100 Dollar. Im Februar hatte der Kurs die Marke von 57.000 Dollar erreicht. Vor einem Jahr hatte er noch bei rund 8000 Dollar gelegen.

Die Meinungen in der Finanzbranche über Bitcoin gehen weit auseinander. Die einen sehen in den Kursgewinnen der Kryptowährung eine reine Spekulationsblase, die bald platzen wird. Die anderen halten Bitcoins für ein sinnvolles Investment, um sich beispielsweise gegen Inflation zu schützen - und trauen der dem Bitcoin zugrunde liegenden Blockchain-Technologie viel Potenzial zu.

Rokkes Investment in Bitcoin ist Bloomberg zufolge vergleichsweise gering. Es beläuft sich zunächst auf umgerechnet 58 Millionen Dollar. Aker will nicht nur Bitcoin kaufen, sondern steckt das Geld auch in Unternehmen, die mit der Kryptowährung und mit Blockchain zu tun haben. "Die Richtung ist klar", sagt Rokke. "Die Finanzindustrie wird genauso durcheinandergewirbelt wie die Ölindustrie. Die Frage ist nicht ob, sondern wann."

Quelle: ntv.de, jga