Wirtschaft

Kaufangebot zugelassen Osram-Aufsichtsrat erteilt AMS grünes Licht

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AMS will Osram kaufen und beide Unternehmen dann zusammenschließen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Lichtkonzern Osram steht zum Verkauf. Neben zwei Finanzinvestoren meldet auch Sensorhersteller AMS Interesse an der Siemens-Tochter an. Nun entscheidet der Osram-Aufsichtsrat: Auch die Österreicher dürfen in das Bieterrennen einsteigen.

Der zum Verkauf stehende Beleuchtungshersteller Osram hat eine Stillhaltevereinbarung mit AMS aufgelöst und dem Unternehmen damit ein Übernahmeangebot ermöglicht. Das teilte Osram am Abend mit. Damit ebnet das Münchner MDax-Unternehmen dem österreichischen Halbleiterhersteller den Weg für den offiziellen Einstieg in das Bieterrennen.

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AMS konkurriert mit den beiden US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle. Der Osram-Aufsichtsrat stimmte zudem einer Zusammenschlussvereinbarung mit AMS zu, die "Schutzzusagen für Mitarbeiter, Standorte und wesentliche Unternehmensteile" enthält, wie es in der Mitteilung heißt.

Im Gegenzug für das Versprechen hatte AMS im Juni Einblick in die Osram-Bücher erhalten. Die Stillhaltevereinbarung musste aufgelöst werden, damit AMS sein Angebot den Osram-Aktionären offiziell vorlegen kann. Der Sensorhersteller will das Münchner MDax-Unternehmen für 38,50 Euro je Aktie übernehmen und die beiden Unternehmen dann zusammenschließen. Die US-Investoren wollen den Aktionären nur 35 Euro je Aktie zahlen - dafür hatten sie den Osram-Beschäftigten aber schon früh den Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen zugesagt.

AMS erhofft sich von der Übernahme Einsparungen von 240 Millionen Euro im Jahr. Analysten machen sich seit längerem über die zu starke Abhängigkeit der Österreicher vom Großkunden Apple Sorgen. Zusammen mit Osram wäre die Autoindustrie mit 45 Prozent größter Umsatzbringer von AMS.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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