Wirtschaft

Kraftwerke außer Betrieb RWE erleidet durch Flut Millionenschaden

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Der Tagebau Inden und das angeschlossene Kraftwerk Weisweiler vor wenigen Wochen.

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

RWE-Kraftwerke im Westen Deutschlands kämpfen mit massiven Folgen des Hochwassers. Laut dem Versorger ist die Flut in den Braunkohle-Tagebau Inden eingedrungen, auch das angeschlossene Kraftwerk Weisweiler ist betroffen. Die Suche nach einem mitgerissenen Mitarbeiter wurde inzwischen eingestellt.

Der Stromversorger RWE hat nach den Überschwemmungen im Westen Deutschlands einen Schaden erlitten, der bis zu einem mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag reichen kann. Der Tagebau Inden und das angeschlossene Kraftwerk Weisweiler seien massiv von den Überflutungen betroffen, teilte RWE mit. Am Donnerstagmorgen war die Inde über die Ufer getreten, hatte bei Lamersdorf einen Deich überspült und war dann in den Tagebau eingedrungen.

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Mittlerweile konnte die Situation laut RWE stabilisiert werden. Die Stromerzeugung des Kraftwerks Weisweiler laufe mit reduzierter Leistung. Die 300 MW-Blöcke würden derzeit über die Kohlevorräte versorgt, die 600 MW-Blöcke stünden derzeit still. Mit einem gestuften Konzept soll der Tagebau wieder in Betrieb genommen werden. Wie lange es dauern werde, bis der Betrieb des Tagebaus und die Stromerzeugung am Standort Weisweiler vollständig wiederhergestellt sind, werde derzeit ermittelt.

Auch die von RWE betriebenen Laufwasserkraftwerke in der Eifel, an Mosel, Saar und Ruhr kämpfen laut dem Konzern mit den Folgen des Hochwassers. Bis auf die Anlagen Baldeney und Unkelmühle seien alle derzeit außer Betrieb. Das gelte auch für das Wasserkraftwerk im niederländischen Linne.

Vermisster RWE-Mitarbeiter wohl tot

Die Suche nach einem im Tagebau Inden von Wassermassen mitgerissenen Mitarbeiter hat der Energiekonzern mittlerweile aufgegeben, wie am Freitag mitgeteilt wurde. Alle Anstrengungen, den 58-Jährigen zu finden, seien "leider ohne Erfolg geblieben". Vermutlich könne nicht mehr davon ausgegangen werden, den Mitarbeiter noch lebend zu finden.

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Am Donnerstag und Freitag sei stundenlang mit Hilfe von Drohnen, einem Polizeihubschrauber, einer Hundestaffel und einem Suchboot nach dem Vermissten gesucht worden. In den kommenden Tagen werde weiter versucht, den Mitarbeiter zu bergen.

RWE zeigte sich "tief erschüttert über das tragische Geschehen". Alle Beteiligten hätten "das erdenklich Mögliche getan", um den vermissten Kollegen zu finden, erklärte Lars Kulik, Vorstandsmitglied Braunkohle bei RWE Power.

Quelle: ntv.de, ddi/DJ/rts/AFP

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