Wirtschaft

Ölriese ersetzt Energieminister Saudi Aramco stellt sich neu auf

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Ein Teil der Aktien soll noch in diesem Jahr in Saudi-Arabien an die Börse gebracht werden.

(Foto: REUTERS)

Es ist ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung auf einen baldigen Börsengang: Saudi-Arabien zieht seinen Energieminister Khalid al-Falih als Chairman beim staatlichen Ölkonzern Saudi Aramco ab. Einen Nachfolger für seinen Posten soll es auch schon geben.

Saudi-Arabien will für seinen staatlichen Ölkonzern Saudi Aramco einen neuen Chairman berufen und damit Energieminister Khalid al-Falih ersetzen. Zudem soll die Führung des Konzerns unabhängiger vom Ministerium werden, während Riad seine Pläne für einen Börsengang vorantreibt, heißt es von mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Saudi Aramco beabsichtige, Yasir al-Rumayyan für den Posten zu berufen. Rumayyan ist Leiter des Staatsfonds des Landes und ein wichtiger Verbündeter von Kronprinz Mohammed Bin Salman.

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Khalid al-Falih.

(Foto: REUTERS)

Falih führte über viele Jahre sowohl Aramco als auch das Energieministerium während der jahrelangen Bemühungen, die Aktien des Ölkonzerns an die Börse zu bringen. Er verlor in der vergangenen Woche bereits die Zuständigkeit über die Industrie- und Bergbaupolitik des Landes. Jedoch bleibt er auch weiterhin der mächtige Energieminister des Königreichs und für die wichtigsten ölpolitischen Entscheidungen verantwortlich.

Aramco lehnte eine Anfrage zur Stellungnahme ab. Auch das Energieministerium war für einen Kommentar nicht erreichbar. Der Rückzug von Falih aus dem Unternehmen sei ein Zug, um den Börsengang des Konzerns zu beschleunigen, heißt es von Beobachtern. Dieser Prozess solle durch eine klarere Trennung zwischen dem Energieministerium und der staatlichen Ölgesellschaft unterstützt werden.

Das Wall Street Journal hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass saudische Beamte derzeit eine Notierung in zwei Stufen in Betracht ziehen, indem ein Teil der Aktien noch in diesem Jahr in Saudi-Arabien an die Börse gebracht werden soll. Im Anschluss daran folge 2020 oder 2021 ein internationales Angebot.

Quelle: n-tv.de, jki/DJ

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