Wirtschaft

Konzerne beenden Übernahmestreit Tiffany und LVMH feiern Luxushochzeit

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Tiffany ist insbesondere durch den Spielfilm "Frühstück bei Tiffany's" bekannt.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Der Deal ist unter Dach und Fach: Nach gegenseitigen Vorwürfen und juristischen Geplänkeln einigen sich Tiffany und LVMH auf eine Übernahme. Der Luxuskonzern zahlt für den US-Juwelier aber weniger als zuvor vereinbart.

Die US-Juwelierkette Tiffany und der französische Luxusgüterkonzern LVMH haben sich auf eine Übernahme geeinigt. Die Franzosen zahlen für Tiffany etwas weniger als zunächst ausgemacht, wie LVMH in Paris mitteilte. Je Tiffany-Aktie seien dies 131,50 Dollar statt 135 Dollar. Die Einigung beendet einen Streit zwischen den beiden Unternehmen, der nach der zunächst gemeinsam angegangenen Tiffany-Übernahme durch LVMH entbrannt war.

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LVMH, die Gruppe des französischen Milliardärs Bernard Arnault, hatte im vergangenen November angekündigt, Tiffany für 16,2 Milliarden US-Dollar (rund 13,7 Mrd Euro) kaufen zu wollen. Arnault hatte damals euphorisch Tiffany eine "amerikanische Ikone" genannt.

Nach Beginn der Corona-Krise bekamen die Franzosen jedoch kalte Füße und wollten die Übernahme absagen. In den vergangenen Wochen gab es bereits Spekulationen, dass der Deal platzen könnte, da der Preis zu hoch sei und sich der Abschluss der Transaktion verzögere. Beide Unternehmen überzogen sich mit Vorwürfen. Tiffany beharrte auf einer Einhaltung der Vereinbarung. Sowohl Tiffany als auch LVMH reichten Klage vor Gericht ein.

Der vor 183 Jahren gegründete Juwelier ist weltweit bekannt für seine türkisfarbenen Kartons und seine Rolle im Hollywoodfilm "Frühstück bei Tiffany's". Berühmt ist das Geschäft an der New Yorker Fifth Avenue. Das Unternehmen beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter. LVMH ist der weltweit führende Luxusgüterkonzern. Zu der Gruppe gehören unter anderem Champagnerhäuser wie Veuve Clicquot Ponsardin und Krug sowie Modehäuser wie Christian Dior, Kenzo oder Fendi.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa