Donnerstag, 25. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Jan Gänger
17:44 Uhr

Dax rauscht im Tagestief 185 Punkte abwärts - und schließt fester

Im Donnerstagshandel geht es für den Dax bereits zum Start abwärts. Im Anschluss sackt der deutsche Börsenleitindex bis auf ein Tagestief von 14.422,65 Punkte ab, ehe er sich im weiteren Handelsverlauf wieder erholt und mit einem Plus von 0,1 Prozent und 14.621 Zählern schließt.

Dax
Dax 15.320,52

"Druck von der Wall Street" macht auch ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel aus. Das Wort "Konsolidierung" schwirrt über das Frankfurter Parkett. "Die Börsen sind in den vergangenen Wochen recht stark gelaufen, nun ist aber sehr viel Erholungsfantasie eingepreist", erläutert Dofel. "Die Aussicht auf eine schnelle Nach-Corona-Erholung der Wirtschaft wird nun mehr und mehr von der Frage nach dem Wann eingetrübt." Dofel verweist darauf, dass Zykliker derzeit nicht mehr so gefragt seien. "Gleichzeitig sind Schnäppchenjäger unterwegs."

Adidas sind mit einem Abschlag von um sechs Prozent der größte Verlierer im Dax. Hier spielen die China-Turbulenzen eine Rolle, die auch den Hauptkonkurrenten Nike an der Wall Street deutlich ins Minus drücken. Auf der Gewinnerseite stehen dagegen Eon mit einem Aufschlag von rund vier Prozent, gefolgt von VW mit etwa 3,5 Prozent und Henkel mit mehr als zwei Prozent.

Adidas
Adidas 269,70
Eon
Eon 10,07

 

17:21 Uhr

Zooplus-Zahlen "sehr überzeugend": Aktienkurs zieht deutlich an

Bei den Nebenwerten rücken Zooplus-Papiere in den Fokus der Anleger. Der Kurs legt mehr als 15 Prozent zu. Die Finanzziele für 2025 seien "sehr überzeugend", urteilten die Analysten von Baader Helvea. Der Tierbedarfs-Händler will seinen Umsatz bis dahin verdoppeln.

Zooplus
Zooplus 261,00

16:58 Uhr

Cineworld-Kurs sackt ab

Anleger werfen Cineworld aus den Depots. Die Aktien fallen zeitweise fast 14 Prozent. Der britische Kinokettenbetreiber verbuchte einen Jahresverlust in Höhe von drei Milliarden Dollar und bereitet die Aufnahme frischer Gelder am Kapitalmarkt vor.

Cineworld
Cineworld 1,13

16:37 Uhr

Suezkanal-Panne zieht Logistik-Desaster nach sich

16:09 Uhr

Pentagon-Auftrag: Boeings Rüstungssparte ausgeschlossen

Der Airbus-Rivale Boeing ist in dieser Woche von der Ausschreibung eines Pentagon-Auftrags zur Lieferung eines neuen Raketenabwehrsystems für die USA ausgeschlossen worden. Stattdessen dürfen die Rüstungskonzerne Lockheed Martin und Northrop Grumman um den Auftrag für ein neues System konkurrieren, das schätzungsweise 12 Milliarden Dollar kosten soll. Boeing zeigt sich enttäuscht von der Entscheidung des Pentagon. Der Konzern werde aber eine Nachbesprechung abwarten, ehe über die nächsten Schritte entschieden werde.

Boeing
Boeing 195,16

Der Luft- und Raumfahrtkonzern hat das Raketenabwehrprogramm des Pentagon seit mehr als zwei Jahrzehnten geleitet. Boeings Ausscheiden aus dem Wettbewerb um die Lieferung eines neuen Systems zum Abfangen und Zerstören gegnerischer Langstreckenraketen unterstreicht den harten Wettbewerb um eine geringere Anzahl an Rüstungsprogrammen. Lockheed Martin und Northrop Grumman wachsen zurzeit beide schneller als Boeing. Boeing-Titel verlieren knapp zwei Prozent.

Lockheed Martin
Lockheed Martin 317,60
Northrop Grumman
Northrop Grumman 287,00

15:49 Uhr

Wall Street gibt erneut nach - Nike unter Druck

Die Anleger fassen US-Aktien weiterhin nur mit spitzen Fingern an. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 fallen im frühen Geschäft bis zu 0,7 Prozent.

Optimisten und Pessimisten liefern sich ein Tauziehen, sagte Faron Daugs, Gründer und Chef des Vermögensverwalters Harrison Wallace. Erstere konzentrierten sich auf die Konjunkturhilfen, Corona-Massenimpfungen und die Normalisierung der Wirtschaft. Letztere stellten eine schärfere Regulierung in bestimmten Branchen, mögliche Steuererhöhungen, eine hohe Staatsverschuldung und Inflation in den Vordergrund.

Zu den Verlierern an der Wall Street zählt Nike mit einem Kursverlust von fünf Prozent. Der Sportartikel-Hersteller steht einem Entrüstungssturm chinesischer Internetnutzer gegenüber, nachdem sich das Unternehmen in einer undatierten Stellungnahme besorgt über Berichte über Zwangsarbeit in der westchinesischen Provinz Xinjiang geäußert hatte. "Wenn ihr Xinjiang-Baumwolle boykottiert, boykottieren wir euch", so ein chinesischer Internetnutzer. Die Papiere des Rivalen Under Armour fallen 3,3 Prozent.

Nike
Nike 107,74
Under Armour
Under Armour 17,55

 

15:03 Uhr

SMA Solar setzt auf "Green Deal": Anleger sehr skeptisch

SMA Solar-Aktien verlieren rund 7,5 Prozent. Der Solartechnikkonzern blickt angesichts der in vielen Ländern verordneten Energiewende zwar zuversichtlich in die Zukunft, Anleger bleiben aber skeptisch. "Wir sehen politische Entwicklungen derzeit, die uns sehr unterstützen. Das ist der Green Deal in Europa und der New Green Deal in den USA", erklärt Vorstandssprecher Jürgen Reinert. Zudem gebe es grüne Wiederaufbauprogramme in vielen Ländern und damit eine positive Weichenstellung für SMA. Darüber hinaus profitiere der Wechselrichterproduzent von seiner Konzentration auf höhermargige Produkte.

Nach dem Personalabbau in den vergangenen Jahren um fast die Hälfte auf nunmehr rund 3300 Beschäftigte brauche SMA inzwischen wieder deutlich mehr Mitarbeiter, erklärte Personal- und Finanzvorstand Ulrich Hadding. Insgesamt würden etwa 300 Beschäftigte für den Verkauf und Service wie auch in der Entwicklung gesucht.

2020 hatte SMA einen Wachstumssprung hingelegt, da unter anderem private Kunden ihr Geld in der Corona-Krise nicht für Reisen ausgeben konnten und stattdessen in eine PV-Anlage auf dem Dach investierten. So stieg bei einem Umsatzplus von zwölf Prozent auf 1,03 Milliarden Euro das Konzernergebnis auf 28,1 Millionen Euro. 2019 fiel noch ein Minus von 8,6 Millionen Euro an.

SMA Solar
SMA Solar 48,48

14:36 Uhr

China-Turbulenzen: Adidas und Puma geraten in H&M-Abwärtssog

Adidas und Puma werden von den China-Turbulenzen von H&M erfasst. H&M brechen um weitere 6,5 Prozent ein, damit summiert sich das Minus der vergangenen Handelstage auf etwa 15 Prozent. Der schwedische Modekonzern wird in den chinesischen Staatsmedien scharf angegriffen, weil sich das schwedische Unternehmen in der Vergangenheit besorgt über die Zwangsarbeit in der Uiguren-Provinz Xinjang geäußert hat. Angeblich gibt es von den Sportartikelherstellern ähnliche Äußerungen. Der Konflikt über Xinjang hat sich zuletzt mit Sanktionen der EU und entsprechende Gegenmaßnahmen deutlich verschärft. Beobachter meinen sogar, möglicherweise sei das kürzlich abgeschlossene Investitionsabkommen zwischen der EU und China gefährdet. Adidas fallen 5,6 Prozent, Puma 2,4 Prozent. Nike geben in den USA vorbörslich fünf Prozent ab.

H&M
H&M 20,36
Adidas
Adidas 269,70

 

14:11 Uhr

Dax-Konsolidierung: Verluste wachsen deutlich

Der Dax baut seine Verluste im Verlauf aus, büßt knapp 1,3 Prozent oder 180 Punkte ein und notiert bei 14.425 Zählern. Das ist der niedrigste Stand seit Mitte März. "Die Risiken nehmen weiter zu", sagt ein Händler. Er verweist auf die Pandemie, die Blockade des Suezkanals und die Krise in den Beziehungen zwischen China und dem Westen mit der Runde neuer Sanktionen. "Und nun hat auch noch Jerome Powell klar gesagt, die Fed wird bei einer Erholung tapern", so der Marktteilnehmer. Das habe das Fass dann zum Überlaufen gebracht.

Dax
Dax 15.320,52

13:59 Uhr

Zahl der Arbeitslosenanträge in den USA fällt überraschend stark

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist überraschend deutlich gefallen. Insgesamt stellten vergangene Woche 684.000 Amerikaner einen Antrag auf staatliche Stütze und damit fast 100.000 weniger als siebe Tagen zuvor, wie das Arbeitsministerium mitteilt. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang auf 730.000 Anträge gerechnet.

In der Corona-Pandemie gingen in den USA bislang unter dem Strich an die zehn Millionen Jobs verloren. Mit dem 1,9 Billionen Dollar schweren Konjunkturpaket von US-Präsident Joe Biden soll die Wirtschaft wieder in Schwung gebracht werden.

Die US-Notenbank (Fed) erwartet im Mittel, dass die Arbeitslosenquote bis zum Jahresende auf 4,5 Prozent sinken und 2022 auf 3,9 Prozent zurückgehen wird. Zugleich soll das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) dieses Jahr um 6,5 Prozent zulegen.

13:45 Uhr

Kurseinbruch um ein Fünftel: SGL-Zahlen enttäuschen

Die Aktien von SGL Carbon brechen nach ihren Jahreszahlen mehr als 18 Prozent ein. Das Unternehmen hatte in 2020 angesichts der Corona-Krise in allen Segment zu kämpfen. Automobil- und vor allem Luftfahrt-Krise belasteten. Vor allem im Segment CFM sei es zu "signifikanten Abweichungen zum letzten Fünfjahresplan" gekommen, teilte SGL mit. Auf den Bereich wurden rund 107 Millionen Euro im vierten Quartal als Wertminderung abgeschrieben. Die Umsatzprognose für 2021 liege zudem nur leicht über dem Vorjahresniveau. Möglicherweise sei hier eine positive Überraschung im Jahresverlauf möglich, sobald die externen Belastungsfaktoren verschwunden sind, meint ein Händler.

SGL Carbon
SGL Carbon 5,91

13:23 Uhr

Corona-Jahr setzt Hamburger Hafen zu: Gewinneinbruch, Kurseinbruch

Nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr infolge der Corona-Pandemie fallen die Papiere des Hafenkonzerns HHLA auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen. Die Aktien rutschen in der Spitze knapp zehn Prozent auf 19,14 Euro ab. Damit sind sie im SDax größter Verlierer und steuern auf ihren schwärzesten Börsentag seit mehr als neun Monaten zu.

SDax
SDax 16.044,30
HHLA
HHLA 19,78

 

12:55 Uhr

Tui: Sommer-Reisebuchungen liegen 60 Prozent unter Vorkrisenniveau

Beim Reisekonzern TUI ziehen die Buchungen für Sommerreisen allmählich an. Die Buchungszahlen lägen unverändert auf einem "ermutigenden" Niveau von 2,8 Millionen Gästen, teilt Tui mit. Das seien allerdings 60 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Der weltweit größte Reiseanbieter stutzte deshalb die für den Sommer geplante Kapazität ab Juli auf 75 von 80 Prozent. Zugleich betont Tui, hier flexibel anpassen zu können, falls die Nachfrage durch Fortschritte in der Pandemie-Bekämpfung stärker steigt. Covid-Impfungen und -Tests gäben Grund zu Optimismus. "Es zeigt sich auf allen Vertriebskanälen das zunehmende Interesse an Urlauben in der Sommersaison. Die Nachfrage der Kunden ist da, die Menschen wollen reisen", erklärte der hart von der Corona-Krise getroffene Konzern.

Zum hoch umstrittenen Osterreisegeschäft nach Mallorca oder Portugal betont der größte deutsche Reiseveranstalter, das Sicherheits- und Hygienekonzept am Urlaubsort habe das gleiche hohe Niveau wie zu Hause. TUI appellierte an die Gäste, sich an die Regeln zu halten. Um die kleine Reisewelle zu Ostern ist ein heftiger Streit entbrannt. Zig Tausende hatten kurzfristig gebucht, nachdem die Reisewarnung für Mallorca und die Algarveküste in Portugal wegen niedriger Infektionszahlen aufgehoben worden war. Der Inlandstourismus ist dagegen so gut wie geschlossen. Die Bundesregierung beschloss deshalb eine Testpflicht für die Reiserückkehrer vor dem Abflug nach Hause. Doch jetzt ist in der Diskussion, ob es ein Reiseverbot oder eine Quarantänepflicht für alle Reisen, unabhängig von den Covid-Fallzahlen geben soll.

Tui
Tui 4,50

 

12:27 Uhr

Wall Street auf Stabilisierungskurs

Nach der Talfahrt im späten Handel zur Wochenmitte dürfte sich die Wall Street am Donnerstag stabilisieren. Dies gilt auch für die am Mittwoch heftig unter die Räder geratenen Technologiewerte. Der Aktienterminmarkt lässt auf eine insgesamt etwas festere Handelseröffnung am breiten Markt schließen. Doch noch vor Handelsstart gilt es, wichtige Daten zu verarbeiten: Neben der weniger interessanten dritten Revision des US-BIP zum vierten Quartal stehen die viel beachteten wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten auf der Agenda. Da Vertreter der US-Notenbank jüngst immer wieder auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt als eine Zielgröße für die Geldpolitik verweisen hatten, dürften Anleger die Daten genau unter die Lupe nehmen - auch im Hinblick auf die Inflationsentwicklung.

Am Markt ist man sich nicht ganz sicher, wie umfassend die Wachstums- und Inflationserwartungen eingepreist sind. "Von hier aus könnten wir insgesamt abflachende Märkte haben. Wir werden nach einem neuen Narrativ suchen. (..) Ich habe bescheidene Erwartungen an den Markt, bis wir ein Gefühl dafür bekommen, was der nächste Katalysator ist", sagt Chefmarktanalyst Daniel Morris von BNP Paribas Asset Management. Gute Arbeitsmarktdaten könnten indes für verstärkte Inflationssorgen stehen und eher belastend wirken für Aktien. Denn weiterhin zweifeln viele Marktteilnehmer an den jüngsten Aussagen aus dem Kreise der Fed, wonach mittelfristig keine Änderung der Geldpolitik anstehe. Sie befürchten schon baldige Zinserhöhungen, sollte die Inflation nachhaltig anziehen. Andere Stimmen bezweifeln dies und verweisen auf die gewaltige Schuldenlast der Staates.

11:55 Uhr

Blockade des Suezkanals: Deutsche Wirtschaft ist besorgt

In der deutschen Wirtschaft wächst die Sorge vor einer Unterbrechung der Lieferketten durch den blockierten Suezkanal. "Die Störung kommt zu einem schlechten Zeitpunkt", erklärt der Verband der Chemischen Industrie (VCI). "Die Kapazitätsauslastung in der Chemie ist hoch. Entsprechend stark ist der Bedarf an Lieferungen aus Asien." Zudem stünden die Lieferketten durch die Corona-Pandemie derzeit ohnehin unter Druck. Rund 16 Prozent der Chemieimporte kommen per Schiff durch den Suezkanal, der seit Dienstag durch das auf Grund gelaufene Containerschiff "Ever Given" blockiert ist.

"Die indirekten Effekte dürften noch stärker sein", sagte VCI-Chefvolkswirt Henrik Meincke. "Wenn bei unseren industriellen Kunden in Europa die Produktion stillsteht, weil Lieferungen aus Asien ausbleiben, sinkt die Nachfrage nach Chemikalien." Mit jedem Tag, den der Suezkanal nicht befahren werden könne, werde das Problem größer.

Das rund 400 Meter lange Containerschiff "Ever Given" blockiert seit Dienstag eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Der 193 Kilometer lange Kanal ist die kürzeste Verbindung zwischen Europa und Asien und der entscheidende Korridor für Rohöl und Importwaren nach Europa.

11:06 Uhr

Traton sichert sich Milliardensumme

Die Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton hat sich am Anleihemarkt drei Milliarden Euro gesichert. Die Emission der Papiere mit Laufzeiten von bis zu zwölf Jahren sei deutlich überzeichnet gewesen, teilt das Unternehmen mit. Die Anleiheemission ermögliche eine zinsgünstige Finanzierung und gebe eine sehr hohe zeitliche Flexibilität, sagt Finanzvorstand Christian Schulz. An der Emission waren die Commerzbank, die Citi, die Deutsche Bank, Santander und Societe Generale beteiligt. Traton-Aktien geben etwa 0,8 Prozent nach und auch die Vorzugspapiere von VW büßen in dieser Größenordnung ein.

Traton
Traton 24,62
VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05

 

10:50 Uhr

Baubranche meldet sechstes Auftragsplus in Folge

Die deutsche Baubranche hat ungeachtet der anhaltenden Corona-Krise einen guten Start ins Jahr erwischt. Die Aufträge für das Bauhauptgewerbe wuchsen im Januar inflations-, saison- und kalenderbereinigt um 2,0 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das war bereits der sechste Anstieg in Folge. Auch im Vergleich zum Januar 2020 gab es ein Wachstum, und zwar von 1,5 Prozent.

Die Baubranche hat sich im Corona-Jahr 2020 als Konjunkturstütze erwiesen. Niedrige Zinsen und der anhaltende Bedarf an Wohnungen stützen die Nachfrage.

10:22 Uhr

"Ja, auch jetzt lohnt sich der Einstieg noch"

Anleger bleiben am deutschen Aktienmarkt vorerst in Deckung. Der Dax baut reduziert aber seine Startverluste und liegt am Vormittag noch 0,1 Prozent im Minus bei 14.591 Punkten. Die steigenden Inzidenzwerte in der Corona-Pandemie und ein schleppender Fortschritt bei den Impfungen trübten die Stimmung, sagt Analyst David Iusow vom Brokerhaus DailyFX.

 

10:05 Uhr

Öl wird deutlich billiger 

Die Ölpreise sind gesunken. Damit hat sich die Berg- und Talfahrt der Notierungen seit Beginn der Woche fortgesetzt. Nachdem die Ölpreise gestern den starken Einbruch vom Dienstag wettmachen konnten, sind sie am Morgen wieder spürbar unter Druck geraten.

Ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostet 63,15 US-Dollar. Das sind 1,26 Dollar weniger als gestern. Der Preis für ein Fass amerikanisches Rohöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) fällt um 1,25 Dollar auf 59,93 Dollar.

Mit dem Suezkanal bleibt eine auch für den Ölhandel wichtige Wasserstraße vorerst blockiert und sorgt damit weiter für Unsicherheit und starke Kursbewegungen am Ölmarkt. Bisher ist es nicht gelungen, das riesige Containerschiff, das den Suezkanal blockiert, aus seiner festgefahrenen Lage zu befreien.

09:45 Uhr

Unruhe in Commerzbank-Aufsichtsrat

Der überraschende Rücktritt von Commerzbank-Chefaufseher Hans-Jörg Vetter sorgt für Unruhe im Aufsichtsrat der Bank. Nach Informationen von ntv hat auch der frühere HSBC-Deutschlandchef Andreas Schmitz sein Mandat niedergelegt. Schmitz hatte sich Hoffnungen gemacht, Vetter als Aufsichtsratschef zu beerben – scheiterte aber an einem Veto des Bundes, der mit rund 15 Prozent größter Aktionär der Commerzbank ist.

Commerzbank
Commerzbank 4,84

09:23 Uhr

Harter Lockdown wird zum Stimmungskiller der Konsumlaune

Die Beschlüsse zum verlängerten Lockdown drohen nach einer kurzen Aufhellung der Kauflaune zum Stimmungskiller zu werden. Die Nürnberger GfK-Marktforscher sagen für April zwar einen Anstieg ihres Konsumklima-Barometers um 6,5 auf minus 6,2 Punkte voraus. Die Basis der Umfrage sind allerdings Daten, die vor der Verlängerung der Corona-Restriktionen bis tief in den April hinein erhoben wurden. "Der erneute harte Lockdown wird dem Konsumklima schwer schaden und die aktuelle Verbesserung ein Strohfeuer bleiben", prognostiziert GfK-Experte Rolf Bürkl. Eine nachhaltige Erholung der Konsumstimmung werde demnach weiter auf sich warten lassen: "Für Händler und Hersteller bedeutet das weiterhin schwierige Zeiten."

Die Anfang März begonnene Lockerung des harten Lockdowns sowie die zum Zeitpunkt der Befragung von Anfang bis Mitte März leicht sinkenden Infektionszahlen sorgten allerdings vorübergehend für bessere Konsumstimmung. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung verbesserten sich zum Teil spürbar. Da die Infektionszahlen wieder steigen und der Lockdown nun bundesweit wieder verschärft wird, ist es laut GfK aber fraglich, ob die Verbesserung des Konsumklimas anhalten wird.

09:09 Uhr

Dax startet wieder bei Null

Leichten Gewinnen am Montag und Dienstag folgt ein Rücksetzer zur Wochenmitte: Insgesamt halten sich die Auf- und Abschläge in etwa die Waage, sodass der Dax im Donnerstagshandel noch einmal bei Null in die Handelswoche startet. Zu Beginn gibt er leicht nach, verliert 0,4 Prozent und notiert bei 14.555 Zählern, nachdem er am Mittwoch bei 14.610 Stellen geschlossen hatte.

 Von "Stillstand beim Dax" spricht ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Der Leitindex ist nahezu lahm gelegt: Keine Kauflaune zwar auf der einen Seite, aber auch keine Anleger, die den Markt verlassen wollen, weil nach wie vor eine positive Grundstimmung vorliegt", erläutert Marggraf die Lage auf dem Parkett. "Klar scheint aber: Die konjunkturelle Erholung wird hierzulande verzögert einsetzen und China und den USA deutlich hinterher hinken."

08:31 Uhr

China nimmt ausländische Firmen ins Visier - auch Adidas

Nach der Verhängung von EU-Sanktionen gegen China sind die schwedische Modekette H&M und andere ausländische Unternehmen unter Beschuss geraten. Die Aktionen begannen gestern damit, dass mehrere chinesische Staatsmedien scharfe Kritik an H&M übten. Auch Sportmarken wie Adidas, Nike und New Balance wurden im Anschluss von einer parteinahen Zeitung abgestraft.

Adidas
Adidas 269,70

H&M hatte bereits im vergangenen Jahr verkündet, keine Baumwolle mehr aus der chinesischen Region Xinjiang beziehen zu wollen, nachdem es Berichte gegeben hatte, wonach die muslimische Minderheit der Uiguren dort Zwangsarbeit verrichten müsse.

Damals hatte es noch keine scharfe Reaktion Chinas gegeben. Das hat sich nun geändert, nachdem die EU am Montag zum ersten Mal seit mehr als drei Jahrzehnten wieder Sanktionen gegen China verhängt hat. H&M war die erste westliche Firma, die am Mittwoch in die Kritik geriet. Chinesische Verbraucher würden "mit den Füßen abstimmen und widerspenstige Unternehmen boykottieren", hieß es etwa beim Staatsender CCTV.

Auch die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua schaltete sich ein und drohte, dass eine Zusammenarbeit "bedeutungslos" sei, wenn es keinen gegenseitigen Respekt gebe. Auf sozialen Netzwerken kursierten vielfach geteilte Boykottaufrufe gegen das Unternehmen. Auf mehreren großen Online-Einkaufsplattformen waren Produkte von H&M nicht mehr zu finden.

Heute legte die parteinahe Zeitung "Global Times" nach und beschuldigte unter anderem die Sportartikelhersteller Adidas, Nike und New Balance "scharfe Bemerkungen" im Zusammenhang mit Xinjiang gemacht zu haben. Auch die Modefirmen Burberry und Zara wurden negativ erwähnt.

08:17 Uhr

Deutsche Wohnen setzt auf Neubauten


Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen will 2021 angesichts hoher Preise für Bestandsimmobilien vor allem über Neubauten wachsen. "Bei anorganischem Wachstum bin ich sehr zurückhaltend", sagte Finanzchef Philip Grosse in einer Telefonkonferenz. In den Wohnimmobiliensektor sei auch während der Corona-Pandemie sehr viel Geld geflossen. "Wir haben erneut eine Preissteigerung gesehen", betonte er: "Die Preise machen es uns zunehmend schwieriger (..) ein Preisgefüge zu finden, in dem wir über den Zukauf von Bestandsimmobilien wachsen können." Neubauten seien interessanter.

Der Akquisitionsfokus werde in diesem Jahr stärker im Bereich der Projektentwicklung liegen - hier wolle Deutsche Wohnen attraktive Grundstücksflächen für Neubauten übernehmen.

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 46,19

08:04 Uhr

Gute Laune in Tokio

Die ostasiatischen Aktienmärkte halten sich wacker. Belastet wird das Sentiment von den schwachen US-Vorgaben. Hier hatten erneut Technologiewerte unter Abgabedruck gestanden aufgrund hoher Renditen am US-Anleihemarkt.

Am deutlichsten nach oben geht es in Tokio, der Nikkei-Index legt 1,3 Prozent zu auf 28.775 Punkte. Im Blick stehen die Corona-Impfkampagne und wirtschaftliche Hilfsmaßnahmen der Regierung. Gestützt wird die Stimmung von Reise- Stahl- und Elektronikwerten. Japan Airlines rücken 1,8 Prozent vor, Nippon Steel um 3,8 und Keyence Corporation um 3,2 Prozent.

In Hongkong zeigt sich der Hang-Seng-Index mit leichten Aufschlägen, nachdem er zu Beginn belastet von Technologie- und Pharmawerten deutlich im Minusbereich lag. Das Index-Schwergewicht Tencent gibt 1,5 Prozent nach, auch für die Aktie des Autobauers Geely geht es um 0,8 Prozent nach unten. Sino Biopharmaceutical verlieren 3,2 Prozent.

Auch im chinesischen Kernland zeigt sich der Aktienmarkt mit einem leichten Plus. Hier stehen die US-chinesischen Beziehungen im Fokus, nachdem die US-Wertpapieraufsicht SEC Maßnahmen einführt, die ausländische Unternehmen dazu verpflichtet US-Prüfungsstandards einzuhalten - oder aber mit einem Börsenausschluss konfrontiert werden.

Nach einem schwachen Börsenstart zeigt sich der Kospi in Seoul mit einem leichten Plus. Während Technologiewerte Abschläge verzeichnen, legen Chemie- und Einzelhandelswerte zu. Das südkoreanische Parlament soll im Tagesverlauf das neue Corona-Hilfspaket der Regierung verabschieden, was die Stimmung der Anleger etwas aufhellt. Von der Wiederaufnahme nordkoreanischer Raketentest zeigen sich die Aktienmärkte indessen wenig beeindruckt. LG Chem steigen 1,1 Prozent. Für das Einzelhandelsunternehmen Lotte Shopping geht es um 2,9 Prozent nach oben. Die Aktie des Internetriesen Naver verliert indessen 1,9 Prozent, SK Hynix geben 0,8 Prozent nach.

07:26 Uhr

Britische Exporteure leiden unter Brexit-Regeln

Auch rund zweieinhalb Monate nach dem endgültigen Brexit kämpfen britische Unternehmen mit den neuen Exportregeln. Es gebe weiterhin erhebliche Hemmnisse für den Handel mit der Europäischen Union, stellt ein Bericht fest, den ein Ausschuss des Oberhauses heute veröffentlichte. "Das mit der EU geschlossene Brexit-Handelsabkommen hat zwar den Alptraum eines "No Deals" für Großbritannien verhindert, aber es gibt nach wie vor viele unvollendete Punkte zwischen den beiden Seiten", sagte die Ausschussvorsitzende Sandip Verma. Besonders kleine und mittlere Unternehmen spürten den Druck.

Der Bericht warnte, vor allem die Kontrollen von tierischen und pflanzlichen Produkten könnten zu dauerhaften Problemen zu werden.

Großbritannien war zum 1. Januar 2021 aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion ausgetreten und hatte damit den Brexit vollendet. Seitdem müssen britische Exporteure für Ausfuhren in die EU für jedes tierische und pflanzliche Produkt ein Gesundheitszertifikat vorlegen. Hinzu kommen Zollgebühren. Mehrere Branchen klagen über einen deutlichen Einbruch ihres Exportgeschäfts.

07:00 Uhr

Nike distanziert sich von Zwangsarbeit - Chinesen wütend

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Zhan Yu

Nike hat mit seiner Distanzierung von Arbeitslagern in China den Ärger chinesischer Social-Media-Nutzer auf sich gezogen. Der Sportartikelhersteller hatte auf der Twitter-ähnlichen Plattform Weibo geschrieben, das Unternehmen sei "besorgt" über Berichte über Zwangsarbeit in Xinjiang und würde keine Baumwolle aus der Region verwenden.

Als Reaktion auf den Sturm der Kritik in den sozialen Medien über die Xinjiang-Äußerung beendete der beliebte chinesische Schauspieler Wang Yibo seinen Vertrag als Repräsentant für Nike, erklärte dessen Agentur. Vom US-Konzern war zunächst keine Stellungsnahme zu erhalten.

Nike
Nike 129,18

06:19 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Guten Morgen!

Beim Treffen der EU-Führungsspitzen in Brüssel steht erneut die Coronavirus-Pandemie im Mittelpunkt. Besonders soll es dabei um die Impfkampagne gehen, die in Deutschland zu immer neuer Kritik führt. Zudem werden aber auch Prioritäten für den Binnenmarkt, die Industriepolitik und den digitalen Wandel erörtert. Dabei geht es auch um die Besteuerung der digitalen Wirtschaft - ein Dauerthema von Bundesfinanzminister Olaf Scholz.

Am Morgen kann zunächst die Deutsche Wohnen mit den Zahlen für das vierte Quartal für Gesprächsstoff sorgen. Anleger blicken vor allem auf die Ziele für 2021 und auf die Pipeline für Projektentwicklungen, über die der Konzern künftig wachsen will. Diesen Bereich hatte der Berliner Wohnimmobilienkonzern 2020 durch zwei Zukäufe gestärkt.

2020 war das wichtigste Ereignis für Deutsche Wohnen der Berliner Mietendeckel. Davon ist das Unternehmen mit mehr als 70 Prozent des Portfolios im Großraum Berlin wesentlich stärker betroffen als beispielsweise der größere Bochumer Wettbewerber Vonovia. Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn zufolge hat der Konzern in 30 Prozent seiner Berliner Wohnungen die Monatsmiete wegen des Mietendeckels reduzieren müssen.

Außerdem veröffentlicht die Gesellschaft für Konsumforschung GfK ihr Konsumklima für den Monat April. Ein Interview mit dem GfK-Konsumexperten Rolf Bürkl sehen Sie um 8:40 Uhr auf ntv.

Außerdem findet der Börsengang des Rohrleitungsbauers Vorwerk statt. Das Unternehmen aus Tostedt bei Hamburg wird dabei mit 900 Millionen Euro bewertet

Die EZB legt ihren Wirtschaftsbericht vor. Die Zentralbank analysiert darin die wirtschaftliche Situation und die Risiken für die Preisstabilität.

(Ausführliche) Jahreszahlen gibt es heute viele aus der zweiten und dritten Reihe - unter anderem von Evotec, United Internet, 1&1 Drillisch, SMA Solar, Kuka, Scout24, HHLA, Medigene und Zooplus.

Die Tui hat zur Online-Hauptversammlung geladen.

Den kompletten "Börsen-Tag" von gestern lesen Sie hier.

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