Donnerstag, 26. September 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Hedviga Nyarsik
18:04 Uhr

Dax berappelt sich nach drei Verlusttagen

Nach einer dreitägigen Verluststrecke hat der Dax wieder etwas Boden gut gemacht. Zum Handelsende notiert der deutsche Leitindex 0,44 Prozent im Plus bei 12.288 Punkten. Bereits am Mittwoch hatte er angesichts neuer Hoffnungen auf ein baldiges Ende des US-chinesischen Handelsstreits seinen Kursabschlag verringern können. Der Index der mittelgroßen deutschen Werte MDax gewann 0,53 Prozent auf 25.700 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um knapp sechs Prozent auf 3533 Zähler.

  • Der größte Dax-Verlierer ist Lufthansa. Die Aktie der Fluggesellschaft wird vom schwachen Ausblick eines Konkurrenten in Mitleidenschaft gezogen. Wegen einer Prognosesenkung des britischen IAG-Konzerns knüpft sie mit einem Abschlag von 2,4 Prozent an ihre Vortagsverluste an.
  • Zum Spitzenreiter avanciert im Dax Adidas mit einem Plus von 3,3 Prozent.
  • Ericsson geben 1,8 Prozent nach. Das Unternehmen rechnet für das dritte Quartal mit einer Rückstellung von 12 Milliarden schwedischen Kronen (umgerechnet 1,12 Milliarden Euro) im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen der US-Börsenaufsicht SEC und des Justizministeriums. Für eine Beilegung des Streits gehen die Schweden von einer Strafzahlung von einer Milliarde US-Dollar aus.
  • Zum großen Verlierer im SDax zählt die Salzgitter-Aktie mit einem Abschlag von sieben Prozent. Der Stahlkonzern muss seine Risikovorsorge unter anderem wegen einer zu erwartenden Kartellstrafe erhöhen und senkte daher seine Ergebnisprognose deutlich.

Der Euro fiel am Donnerstag mit 1,0923 Dollar auf ein zwischenzeitliches Tief seit Mai 2017, erholte sich dann aber bis auf 1,0945 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,0982 Dollar festgesetzt.

17:04 Uhr

Kundenandrang beflügelt Hornbach

Hornbach
Hornbach 19,30

Die Baumarkt-Gruppe Hornbach wird nach einem Umsatz- und Gewinnplus optimistischer für das laufende Geschäftsjahr. Der Konzernumsatz des SDax-Unternehmens stieg im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 Prozent auf 2,61 Milliarden Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 133 Millionen Euro, 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Verantwortlich für gestiegene Umsatz- und Gewinnzahlen im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende August seien mehr Kunden und der eingeleitete Sparkurs, heißt es vom Unternehmen. Der Aktienkurs legte nach Vorlage der Halbjahreszahlen mehr als 5 Prozent zu.

Bau- und Gartenmärkte setzten in den ersten sechs Monaten alleine 2,44 Milliarden Euro um - ein Plus von 8,7 Prozent. Finanzchef Roland Pelka erklärt, dass sich das Wachstum durch alle Länder ziehe.

16:25 Uhr

Beyond Meat hebt zum US-Börsenstart ab

Beyond Meat
Beyond Meat 73,66

Die Diskussion um eine Amtsenthebung von US-Präsident Donald Trump dämpft die Kauflaune der Wall-Street-Anleger. Hoffnungen auf eine Entspannung im Zollstreit mit China verhindern allerdings größere Verkäufe. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 geben zur Eröffnung um bis zu 0,5 Prozent nach.

Im Handelsstreit sagte Trump, die USA und China könnten ihren Konflikt schneller beilegen als gedacht. "Er pflegt seinen Ton gegenüber China allerdings häufig zu ändern", sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. "Anleger sollten daher skeptisch bleiben."

Zu den größten Gewinnern am US-Aktienmarkt zählte Beyond Meat mit einem Kursplus von 16 Prozent. Die Schnellrestaurant-Kette McDonald's testet in den kommenden Wochen die veganen Burger-Buletten von Beyond Meat in einigen Filialen. Auch die Titel von Keuring Dr Pepper profitierten von einem Deal mit McDonald's und gewannen 1,3 Prozent.

15:49 Uhr

Ryanair gibt Condor einen Korb

Ryanair
Ryanair 14,17

Ryanair-Chef Michael O'Leary hat einem möglichen Einstieg beim deutschen Ferienflieger Condor eine Absage erteilt. Ryanair habe kein Interesse daran, weitere Airlines zu kaufen, sagte der Chef von Europas größtem Billigflieger. Die Fluglinie Condor sucht nach der Insolvenz ihres britischen Mutterkonzerns Thomas Cook nach einem Käufer.

Im Gegensatz zu Thomas Cook war Condor in den vergangenen Jahren fast durchweg profitabel und fliegt nach der Pleite der britischen Mutter vorerst weiter. Ein staatlicher Überbrückungskredit in Höhe von 380 Millionen Euro soll den Ferienflieger in der Luft halten, bis ein Käufer gefunden ist.

 

15:47 Uhr

Vermögen flexibel gestalten und Ruhestand planen!

Vorsorgen für den Ruhestand - das beschäftigt viele. So auch die einstigen "Baby Boomer". Denn die sind inzwischen zu "Best Agern" geworden und machen sich auch schon so langsam Gedanken über ihren Ruhestand. Was sich auch in diesem Alter noch für die Altersvorsorge machen lässt, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Ansgar Lürwer von der Axa.

 

15:43 Uhr

Wie ungemütlich wird der Oktober?

Der Oktober ist nicht unbedingt der beliebteste Monat an der Börse, denn in der Vergangenheit ging es häufiger genau dann mal kräftiger nach unten. Friedhelm Tilgen spricht mit Daniel Saurenz von Feingold Research über die Risiken an den Finanzmärkten und wie Anleger hierauf am besten reagieren sollten.

 

15:13 Uhr

McDonald's testet veganen Burger von Beyond Meat

McDonald's
McDonald's 175,60

Vom Hype um vegane Burger von Beyond Meat lässt sich nun auch McDonald's anstecken. Der Fastfood-Riese will in Kanada ab der kommenden Woche in 28 Restaurants einen neuen Burger mit dem Patty von Beyond Meat über zwölf Wochen testen. Die Bulette für den Burger sei exklusiv von McDonald's zusammen mit Beyond Meat hergestellt worden, "um den kultigen Geschmack zu liefern, den die Kunden kennen und lieben".

Die Aktien von Beyond Meat, die sich seit ihrem Börsengang im Mai in etwa verdreifacht haben, hoben ab und stiegen nach der Nachricht im vorbörslichen Handel an der Wall Street um etwa zehn Prozent.

McDonald's verkauft bereits vegane Burger etwa in Deutschland und Israel, dort kommen sie von der Nestle-Marke Garden Gourmet. Im Heimatmarkt USA bietet das Unternehmen noch keine veganen Burger an. Konkurrent Burger King hat diese dagegen bereits im Angebot und setzt dabei auf die veganen Fleisch-Patties von Impossible Foods.

 

14:14 Uhr

VW-Werk Emden sagt dem Passat Ade

VW St.
VW St. 174,05

Nach Zwickau soll der Standort Emden das nächste reine Elektroauto-Werk von Volkswagen werden. Der Produktionsvorstand der Kernmarke VW Pkw, Andreas Tostmann, bekräftigt geplante Investitionen von "ungefähr einer Milliarde Euro" in Emden. Die Fabrik in Ostfriesland, in der bisher der Passat hergestellt wurde, solle wie das Werk Zwickau vollständig auf Modelle des Modularen Elektrobaukastens (MEB) umgestellt werden.

"Diese Festlegung ist jetzt im Wesentlichen getroffen", berichtete Tostmann. Der Nachfolger des Passat werde andernorts angesiedelt - hierfür ist ein mögliches Werk in der Türkei im Gespräch. "Emden hat eine gute Perspektive als Transformationswerk", sagte der Manager. Modelle mit Verbrennungsmotoren würden dort nicht mehr geplant.

13:48 Uhr

US-Fitnessgerätehersteller Peloton brilliert beim Sprung aufs Parkett

Der US-Fitnessgerätehersteller Peloton stößt bei seinem Börsengang auf hohe Investorennachfrage. Das erst 2012 gegründete Unternehmen kann die 40 Millionen angebotenen Aktien am oberen Ende der Spanne von 26 bis 29 US-Dollar platzieren. Der Emissionserlös liegt damit bei 1,16 Milliarden Dollar.

Damit ist Peloton das achte Unternehmen in diesem Jahr, das bei seinem Börsengang mehr als eine Milliarde einspielt. Zum Ausgabepreis von 29 Dollar ist das Unternehmen mit rund acht Milliarden Dollar bewertet.

Pelotons Produkte gelten als teuer und sind wegen der großen Bildschirme und der Option, von zu Hause aus an virtuellen Fitnesskursen teilzunehmen, sehr beliebt. Das Unternehmen wächst stark, steckt aber noch tief in den roten Zahlen. In Deutschland sind die Geräte noch nicht erhältlich, sollen es aber bald sein.

13:12 Uhr

Hella-Chef sagt schwere Zeiten für Autobranche voraus

Hella
Hella 48,56

Das schwache Marktumfeld in der Autobranche hat dem Scheinwerferspezialisten Hella im ersten Quartal 2019/20 zugesetzt. Währungs- und portfoliobereinigt sank der Umsatz im Zeitraum Juni bis August um 5,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) ging um 15,6 Prozent auf 113 Millionen Euro zurück.

Konzernchef Rolf Breidenbach macht keine Besserung aus: "Wir rechnen nach wie vor mit keiner Markterholung. Im Gegenteil: Die weltweite Automobilkonjunktur wird sich auf Sicht weiter abschwächen." Dennoch liege Hella im Plan. Der Konzern rechnet 2019/2020 unverändert mit einem währungs- und portfoliobereinigten Konzernumsatz von rund 6,5 bis 7,0 Milliarden Euro sowie einer um Restrukturierungsmaßnahmen und Portfolioeffekte bereinigte Ebit-Marge zwischen 6,5 und 7,5 Prozent.

12:32 Uhr

Hunderte Gea-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs

Gea Group
Gea Group 28,97

Der überwiegend für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Anlagenbauer Gea will im Zuge seiner Restrukturierungen bis Ende 2020 rund 800 Stellen streichen und sich zudem von Randbereichen trennen. Ziel sei es, den Konzernumsatz bis zum Jahr 2022 jährlich um durchschnittlich zwei bis drei Prozent zu steigern. Die Mittelfristziele sehen zudem eine Ebitda-Marge vor Restrukturierungsaufwand von 11,5 bis 13,5 Prozent vor.

11:48 Uhr

Streiks bei British Airways machen IAG zu schaffen

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Rund 2700 Mitarbeiter der britischen Airline streiken für höhere Löhne.

(Foto: picture alliance / Steve Parsons)

IAG
IAG 6,44

Die jüngsten Streiks bei British Airways belasten die Muttergesellschaft International Consolidated Airlines (IAG) erheblich und führen zu einer Senkung der Jahresprognose. Zudem belasten schleppende Buchungszahlen bei den Billigtöchtern Vueling und Level. Auch der Arbeitskampf am Flughafen Heathrow sorgte für weiteren Gegenwind.

IAG rechnet jetzt für das Gesamtgeschäftsjahr mit einem bereinigten Betriebsergebnis, das 215 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 3,49 Milliarden Euro liegen werde. Zuvor ging IAG von einem Betriebsergebnis vor Sonderposten auf Vorjahresniveau aus.

11:17 Uhr

Industriespionage? Hacker attackierten wohl Airbus

Airbus
Airbus 126,46

Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen in den vergangenen Monaten Opfer einer Reihe von Cyberangriffen geworden. Die Attacken seien auf Zulieferfirmen des Konzerns erfolgt, und es handle sich möglicherweise um aus China gesteuerte Aktivitäten der Industriespionage, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen. Demnach gab es in den vergangenen zwölf Monaten vier größere Hackerangriffe auf Zulieferer von Airbus.

Nach Informationen mehrerer mit dem Fall vertrauter Quellen, die alle anonym bleiben wollten, handelt es sich bei den betroffenen Zulieferern unter anderem um den britischen Triebwerkshersteller Rolls Royce und das französische Technologieberatungsunternehmen Expleo.

Expleo wollte die Informationen "weder bestätigen noch dementieren". Airbus selbst sowie Rolls Royce äußerten sich zunächst nicht zu dem Fall.

10:41 Uhr

US-Aufsicht klagt gegen Tinder-Betreiber Match

Match Group
Match Group 60,87

Die US-Wettbewerbsaufsicht FTC reicht Klage wegen falscher Werbeversprechen gegen den Dating-App-Betreiber Match ein. Der Konzern, der auch hinter Verkupplungs-Plattformen wie Tinder, Hinge und OkCupid steckt, habe Kunden mit Hilfe betrügerischer Kontaktanzeigen und anderer dubioser Methoden hinters Licht geführt, teilt die Behörde mit.

  • Match machte sich laut FTC etwa die vielen Fake-Profile zunutze, die Kunden Interesse an einer Beziehung vortäuschen.
  • "Hunderttausende" Nutzer seien damit in Bezahlabos gelockt worden.
  • Außerdem soll Match Kunden in vielen Fällen für angeblich kostenlose Probe-Services abkassiert haben.
  • Darüber hinaus beklagt die Behörde unter anderem auch, dass es Nutzern gezielt erschwert worden sei, zu kündigen.

Match wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück und bezeichnete die Klage als "komplett unbegründet".

 

10:01 Uhr

Hoffnung auf Entspannung im Zollstreit stabilisiert Dax

Dax
Dax 13.086,84

Nach einer dreitägigen Verluststrecke startet der Dax mit überwiegend positiven Vorzeichen. Der deutsche Leitindex behauptete sich im frühen Handel auf seinem Vortagsniveau, zuletzt lag er leicht mit 0,14 Prozent im Plus bei 12.251 Punkten. Am Vortag konnte er wegen neuer Hoffnung auf eine Annäherung im US-chinesischen Handelskonflikt im späteren Handel seine Verluste schon reduzieren.

  • US-Präsident Donald Trump hatte am Vortag in Aussicht gestellt, dass ein Deal mit China früher als erwartet zustande kommen könnte.
  • Damit stütze er die Kurse in New York.
  • Die Unsicherheit am Markt wegen eines möglichen Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump wurde etwas abgefedert.

Über den Dax hinaus hielten sich weitere Indizes in Deutschland und Europa ebenfalls moderat im Plus. Der MDax, der die mittelgroßen deutschen Werte umfasst, gewann im frühen Handel 0,33 Prozent auf 25.649 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 hingegen schaffte es nur knapp mit 0,09 Prozent ins Plus auf 3516 Zähler.

 

09:29 Uhr

US-Justizministerium will wohl gegen Facebook ermitteln

Facebook
Facebook 199,36

Dem weltgrößten Online-Netzwerk droht eine weitere Kartelluntersuchung in den USA. Nun wolle auch das Justizministerium Ermittlungen einleiten, sagte eine mit der Sache vertraute Person. Dies wäre bereits die vierte laufende Untersuchung gegen den US-Konzern. Facebook wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Große Technologie-Konzerne wie Apple, Amazon und Google sind in den vergangenen Jahren verstärkt wegen Versäumnissen beim Datenschutz und Bedenken wegen ihrer Marktmacht ins Visier der Wettbewerbshüter geraten. Bei Facebook kam unter anderem der Datenskandal um die ehemalige Beratungsfirma Cambridge Analytica im Zusamenhang mit der vergangenen US-Präsidentschaftswahl hinzu.

08:50 Uhr

Kurzarbeit in der deutschen Industrie nimmt zu

Die rezessionsgeplagte deutsche Industrie setzt zunehmend auf Kurzarbeit. Im September hatten dies 5,8 Prozent der Unternehmen eingeführt, wie das Ifo-Institut zu seiner Umfrage im Verarbeitenden Gewerbe mitteilte. Im Juni waren es erst 3,8 Prozent. Sogar 12,4 Prozent erwarten Kurzarbeit in den kommenden drei Monaten, nachdem es im Juni erst 8,5 Prozent waren.

"Damit hat die Anzahl der Unternehmen mit Kurzarbeit ein Niveau erreicht, das zuletzt auf dem Hochpunkt der Rezession 2012/13 gemessen wurde", sagte Ifo-Experte Timo Wollmershäuser. Die Zahl der Kurzarbeiter sei damals auf knapp über 100.000 gestiegen. "Kurzarbeit ist ein Mittel der Wahl, wenn Unternehmen trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten ihre Fachkräfte halten wollen."

08:35 Uhr

US-Korruptionsverfahren kostet Ericsson Unsumme

Ericsson
Ericsson 8,37

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson muss wegen der Beilegung eines US-Korruptionsverfahrens 12 Milliarden schwedische Kronen (1,12 Milliarden Euro) zurückstellen. Man rechne mit einer Strafzahlung von rund einer Milliarde US-Dollar, um US-Untersuchungen über fehlerhafte Geschäftspraktiken in China und fünf weiteren Ländern beizulegen, teilte Ericsson mit. Dazu kommen weitere Kosten.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat seit 2013 das Zustandekommen von einigen Aufträgen von Ericsson in den 1990er Jahren durchleuchtet, seit 2015 hat sich auch das US-Justizministerium mit einer eigenen Untersuchung damit beschäftigt.

08:20 Uhr

Warum Bundesbürger weiter freudig konsumieren

Bei deutschen Verbrauchern sitzt der Geldbeutel wieder lockerer: Die Anschaffungsneigung nahm im September zu, die Sparneigung weiter ab, teilte das Marktforschungsinstitut GfK mit. Der vermutete Grund sei die Entscheidung der Europäischen Zentralbank zur weiteren Lockerung ihrer Geldpolitik. Dies animiere die deutschen Verbraucher zum Geldausgeben.

Die Konjunkturerwartung der Verbraucher stieg demnach leicht - ihre Einkommenserwartung dagegen sank. Für das Konsumklima insgesamt erwartet die GfK einen leichten Anstieg im Oktober um 0,2 auf 9,9 Punkte. Das Institut führt für seine repräsentativen Studien zum Konsumklima monatlich rund 2000 Interviews mit Verbrauchern zu ihrer Konjunkturerwartung, ihrer Einkommenserwartung und ihrer Anschaffungsneigung.

08:04 Uhr

Impulse sind Mangelware - Dax unverändert erwartet

Dax
Dax 13.086,84

Was wird heute an der Frankfurter Börse erwartet? Für den Dax könnte es erstmals seitwärts gehen, glauben Marktteilnehmer. Das bedeutet: keine Verluste, aber auch keine großen Gewinne. Gestern war der Dax 0,6 Prozent tiefer bei 12.234 Punkten aus dem Handel gegangen.

Der Markt wartet nun auf neuen Schub vom Handelsstreit, nachdem zuversichtliche Äußerungen von Donald Trump zu einer Einigung die Stimmung an Wall Street gestern gestützt hatten. Vom Umfeld kommen am Morgen keine stärkeren Impulse: Die asiatischen Börsen notieren überwiegend in engen Grenzen uneinheitlich bei Abschlägen in Shanghai, der Euro erholt sich etwas von den jüngsten Tiefs, der Ölpreis notiert fast unverändert.

07:34 Uhr

Britische Autoproduktion legt erstmals seit 15 Monaten zu

Die britische Autoindustrie hat ihre Talsohle womöglich durchschritten – im August hat die Produktion um 3,3 Prozent zugelegt. Das sei der erste Anstieg seit 15 Monaten gewesen, teilte der Branchenverband Society of Motor Manufacturer and Traders mit. Es seien 92.158 Fahrzeuge aus den Werkshallen gefahren, nachdem es vor Jahresfrist 89.255 Einheiten waren.

Der Anstieg war allerdings auf Sondereffekte zurückzuführen. So hatten viele Werke ihre Sommerpause in Vorbereitung auf den - dann verschobenen - Brexit vorverlegt, so dass sie dieses Jahr anders als 2018 im August wieder voll produzierten. Im bisherigen Jahresverlauf liegt die Autoproduktion noch 17 Prozent unter der von 2018.

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Der Mini wird im englischen Oxford produziert.

(Foto: imago/Winfried Rothermel)

 

07:18 Uhr

Neue Hoffnung auf Ende des Handelskriegs treibt Börsen

Nikkei
Nikkei 23.354,40

Neue Hoffnung auf eine Lösung im Handelstreit zwischen den USA und China geben der Tokioter Börse Auftrieb. Die Anleger ermutigt, dass US-Präsident Donald Trump erklärte, eine Einigung mit China könne "schneller passieren, als man denkt." Dies drängte Verunsicherung wegen eines möglichen Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump in den Hintergrund.

 Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt zuletzt 0,2 Prozent höher bei 22.069 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt um 0,4 Prozent und liegt bei 1627 Punkten. Die chinesische Börse in Shanghai rutscht dagegen 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen tritt auf der Stelle. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fällt um 0,8 Prozent.