Donnerstag, 07. Januar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Dax schreibt Börsengeschichte

Am vierten Handelstag des neuen Börsenjahres 2021 meldet der deutsche Börsenleitindex Vollzug: Der Dax knackt erstmals in seiner Geschichte die Marke von 14.000 Punkten. Am Nachmittag markiert er bei 14.007 Zählern sein Tages- und damit auch sein Allzeithoch. Aus dem Handel verabschiedet er sich mit einem Plus von 0,6 Prozent und 13.968 Punkten aber wieder darunter.

"Am Nachmittag liefert die Wall Street den nötigen Rückenwind für den Dax-Rekord", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Susanne Althoff. Sie spricht bei der 14.000 von einer "psychologisch wichtigen Marke": "Da muss man sich erst einmal dran gewöhnen." Für Optimismus bei den Anlegern sorgen Althoff zufolge etwa der Gewinn der Senatssitze des US-Bundesstaats Georgia durch die Demokraten, was ein "Durchregieren" des neuen Präsidenten Joe Bidens ermöglicht - und die "Impfstoff-Hoffnungen", die durch eine Kooperation von Curevac und Bayer befeuert werden.

Dax
Dax 13.539,14

Beide Werte schließen deutlich fester. Im Dax schieben sich aber Covestro, HeidelCement und Deutsche Post mit Aufschlägen von rund oder sogar mehr als drei Prozent an die Spitze der Gewinner. Die Verliererliste führen die Titel von Delivery Hero an.

Bayer
Bayer 50,10
Delivery Hero
Delivery Hero 124,65

 

17:01 Uhr

T-Mobile US-Aktien sind gefragt

Die Aktien von T-Mobile US legen zu, sie gewinnen 2,6 Prozent. Die Telekom-Tochter hat im vergangenen Jahr so viele Kunden wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. Wie das US-Mobilfunkunternehmen auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, schlossen im Jahr 2020 insgesamt 5,5 Millionen Kunden neue Verträge bei T-Mobile US ab, davon 1,6 Millionen im vierten Quartal. Für viele der neuen Vertragskunden sei nicht zuletzt der Aufbau des neuen ultraschnellen 5G-Netzes ein entscheidender Faktor gewesen, so T-Mobile.

T-Mobile US
T-Mobile US 102,50

16:25 Uhr

Rekordstimmung an der Wall Street

In Erwartungen weiterer Staatshilfen zur Abfederung der Coronavirus-Folgen kaufen Anleger zusätzliche US-Aktien. Der breit gefasste S&P-500 steigt zur Eröffnung der Wall Street um ein Prozent und markiert mit 3787,08 Punkten den zweiten Tag in Folge ein Rekordhoch. Der Dow Jones und der technologielastige Nasdaq gewinnen bis zu 1,6 Prozent, verpassen neue Bestmarken zunächst aber.

Genährt wird der Optimismus von der Mehrheit der Demokraten in beiden Kammern des US-Kongresses. Dieser Partei gehört auch der künftige Präsident Joe Biden an. Damit stiegen die Chancen für zusätzliche Konjunkturhilfen, sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Er rechne mit erneuten direkten Zahlungen an die Bürger in Höhe von jeweils 2000 Dollar. Vor diesem Hintergrund greifen Investoren erneut bei Infrastrukturwerten zu.

16:08 Uhr

Dax knackt die 14.000

Der deutsche Börsenleitindex Dax durchbricht erstmals in seiner Geschichte die psychologisch wichtige Marke von 14.000 Punkten. Der Index klettert 0,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 14.000,03 Zählern. In der Hoffnung auf einen weltweiten Wirtschaftsaufschwung und eine Eindämmung der Corona-Pandemie deckten sich Anleger mit Aktien ein.

15:20 Uhr

Lufthansa holt Geld mit Flugzeug-Sicherheiten rein

Die mit Staatshilfen gestützte Lufthansa hat ihr Finanzpolster im vergangenen Jahr über die Nutzung von acht Flugzeugen als Sicherheiten verstärkt. Mit den fünf Airbus A350 und drei A320 seien insgesamt rund 500 Millionen Euro aufgenommen worden, erklärt die Airline. Über Anleihen hatte sich die Lufthansa, die mit einem Paket von neun Milliarden Euro Staatshilfe vor einer Pleite durch die Corona-Krise gerettet wurde, außerdem 1,6 Milliarden Euro Ende letzten Jahres am Kapitalmarkt besorgt.

Der Konzern will sich über günstige Konditionen bei privaten Investoren eindecken, um die höherverzinsten staatlichen Mittel möglichst bis 2023 zurückzuzahlen. "Die Transaktionen zeigen erneut das Vertrauen, das der Markt in unser Unternehmen und unsere Restrukturierungsmaßnahmen hat", erklärte Finanzchef Wilken Bormann. Flugzeugfinanzierungen sollten weiter eine wesentliche Rolle spielen, da sie attraktive Konditionen böten.

Lufthansa
Lufthansa 10,44

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14:54 Uhr

Mehrheit zweifelt an Elektroautos

Trotz staatlicher Förderung und einer wachsenden Auswahl an E-Auto-Modellen sehen viele Deutsche die Elektromobilität immer noch skeptisch. wie aus einer Donnerstag repräsentativen Befragung im Auftrag des Autozulieferers Continental hervorgeht, kann sich die Mehrheit in Deutschland (59 Prozent) den Kauf eines E-Mobils auch in Zukunft nicht vorstellen. Grund für die Vorbehalte sind demnach - neben fehlenden Ladestationen, einer geringen Reichweite und einem im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotor hohen Preis - vor allem Zweifel an der Umweltfreundlichkeit.

Ein Drittel der Befragten hierzulande gebe dies als Grund für ihre Vorbehalte an, berichtet Conti. In Frankreich werde dieses Argument von rund einem Viertel der Menschen genannt. In China, den USA und Japan, den drei anderen Ländern der Untersuchung, sei der Anteil mit ein bis elf Prozent deutlich niedriger.

13:59 Uhr

Corona-Krise: Flugverkehr sinkt auf Niveau der 1980er-Jahre

Die Corona-Krise hat den Flugverkehr in Deutschland mehr als halbiert. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) teilt mit, sie habe 2020 insgesamt 1,46 Millionen Starts, Landungen und Überflüge kontrolliert und damit 56 Prozent weniger als im Vorjahr. Dieses Niveau sei so niedrig wie vor der Wiedervereinigung Ende der 1980er-Jahre. Die Reisebeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie hätten vor allem den Passagierverkehr getroffen, erklärt DFS-Betriebsgeschäftsführer Dirk Mahns. Die beiden großen Drehkreuze Frankfurt und München hätten die größten Verluste verzeichnet. An den Berliner Flughäfen Tegel, Schönefeld und dem neu eröffneten Flughafen Berlin Brandenburg sank die Zahl der Flugbewegungen um zwei Drittel gegenüber dem Rekordjahr 2019 auf 105.000. Die Passagierzahl belief sich mit 9,1 Millionen auf nur ein Viertel des Vorjahres, wie der Airport mitteilte.

Bei Frachtflügen seien die Einbußen nur gering gewesen, erklärt die DFS weiter. Am Flughafen Halle/Leipzig, der einen hohen Frachtanteil hat, gab es daher nur 18 Prozent weniger An- und Abflüge.

13:41 Uhr

Geschäftsklima im Eurozone hellt sich Ende 2020 auf

Die Stimmung in der Wirtschaft der Euro-Zone hat sich trotz Lockdown-Maßnahmen zum Ende des Corona-Jahres 2020 aufgehellt. Das Barometer für das Geschäftsklima stieg im Dezember auf 90,4 Zähler nach 87,7 Punkten im Vormonat, wie die EU-Kommission bekanntgibt. Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg auf 90,0 Punkte erwartet. Bei den Dienstleistern machte sich aber wieder etwas mehr Skepsis breit. Bei den Industriemanagern, den Verbrauchern und am Bau hellte sich die Stimmung hingegen etwas auf.

12:58 Uhr

Elf-Milliarden-Offerte: Veolia erhöht den Druck

Der französische Wasser- und Abfallkonzern Veolia erhöht im monatelangen Tauziehen um eine Übernahme des Rivalen Suez den Druck. Veolia wandte sich mit der Kaufofferte direkt an den Verwaltungsrat von Suez und forderte den Vorstand auf, den Widerstand gegen die elf Milliarden Euro schwere Übernahme aufzugeben. Die 18 Euro je Aktie, die Veolia für die restlichen 70 Prozent an Suez bietet, seien für das Unternehmen und dessen Aktionäre das Beste. "Marktgerüchten zum Trotz ist den Suez-Aktionären in den vergangenen fünf Monaten, seit wir unser Projekt gestartet haben, keine echte Alternative vorgelegt worden", erklärte Veolia. "Nun ist es an der Zeit für den Verwaltungsrat und das Management von Suez, ihre destruktive Verzögerungstaktik aufzugeben (...) und die Aktionäre über unser Angebot abstimmen zu lassen." Mit der Übernahme wären große Teile der Wasserversorgung in Frankreich in der Hand von Veolia.

VEOLIA ENVIRON.
VEOLIA ENVIRON. 21,97
Suez
Suez 16,93

12:40 Uhr

Tech-Rally treibt Wall Street

Nach den Rekordhochs zur Wochenmitte könnten die Leitindizes an der Wall Street am Donnerstag erneut bislang unerreichte Höhen erklimmen. Vor allem die am Mittwoch zurückgebliebenen Technologiewerte dürften diesmal gefragt sein. Die vorübergehende Erstürmung des Kapitols durch Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump wird von den Anlegern abgehakt, die sich stattdessen auf die Perspektive steigender Staatsausgaben zugunsten der Ökonomie fokussieren.

Bereits am Mittwoch hatten sich die Investoren zunehmend mit der Aussicht einer demokratischen Mehrheit auch im Senat angefreundet und die Kurse nach oben geschickt. Am frühen Donnerstag wurde vom Kongress der Wahlsieg von Joe Biden nach einigen Störmanövern durch republikanische Vertreter zertifiziert.

Zugleich sind die Börsianer erleichtert, dass die Demokraten-Mehrheit im Senat nur hauchdünn ist, was den moderaten Demokraten Rückenwind verschafft. Damit sind Steuererhöhungen oder andere wirtschaftsfeindliche Maßnahmen unwahrscheinlicher geworden.

12:26 Uhr

Wirecard brechen ein

Aktien von Wirecard sacken 18 Prozent auf 0,88 Cent ab - und notieren damit wieder unter die berüchtigte Messlatte von 1 Euro für Penny-Stocks. Die exorbitanten Kursgewinne der letzten Tage seien doch auf Überhänge von Short-Eindeckungen zurückzuführen gewesen, heißt es im Handel. Grund sei das bevorstehende Delisting der ehemaligen deutschen Wachstumshoffnungs-Aktie. Der heutige Donnerstag sei der letzte Handelstag auf Xetra. Andere Börsenplätze dürften indes weiterhandeln.

11:57 Uhr

Autozulieferer warnt vor Lockdown-Belastungen

Der Autozulieferer Hella warnt vor Belastungen durch den Shutdown. "Ein großflächiger Lockdown wie beispielsweise im Frühjahr in Deutschland könnte unsere Geschäftsentwicklung massiv beeinträchtigen, etwa in Form von Produktionsausfällen oder Störungen in der Lieferkette", zitiert das Wirtschaftsmagazin "Börse Online" Hella-Chef Rolf Breidenbach. Das Marktumfeld bleibe labil und herausfordernd. "Wir werden wegen der Pandemie weiter auf Sicht fahren." Hella hatte Anfang Dezember seine Jahresziele angehoben, da die Geschäfte besser liefen als befürchtet.

11:25 Uhr

Pfund gerät mit Rekord-Coronazahlen unter Druck

Das britische Pfund gerät mit der jüngsten Rekordzahl an Neuinfektionen in Großbritannien zum Dollar unter Druck. Erstmals seit April 2019 waren wieder mehr als 1000 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Zudem wurde mit 62.322 Neuinfektionen ein neuer Höchststand verzeichnet.

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,37
Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,13

 

Das Pfund könnte zwar "eventuell von einer konjunkturellen Erholung in Großbritannien vor dem Hintergrund verstärkter Impfungen im zweiten Quartal profitieren, doch zuvor dürfte die Devise mit den nun beschlossenen neuen Coronavirus-Beschränkungen weiter unter Druck stehen, heißt es von Devisen-Analyst Lee Hardman von der MUFG. Der dritte Lockdown dürfte zudem den Druck auf die Bank of England (BoE) erhöhen, ihre Stimulierungsmaßnahmen auszuweiten. Das Pfund notiert aktuell bei 1,3593 Dollar, nach einem Tageshoch von 1,3671 Dollar am Vortag.

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10:57 Uhr

Aufsicht warnt vor Zusammenbruch von 4000 Banken

Die britische Finanzaufsicht FCA sieht schwarz für tausende kleinere Finanzinstitute in dem schwer von der Corona-Krise getroffenen Land. Bei rund 4000 Unternehmen aus der Branche sei durch die Pandemie die Finanzkraft gefallen und das Risiko eines Zusammenbruchs deutlich gestiegen, erklärt die Financial Conduct Authority (FCA). Die Behörde bezog in ihre Untersuchungen 23.000 Institute ein. Bei den bedrohten Firmen handele es sich vor allem um kleinere und mittlere Finanzhäuser.

Die 1500 größten Banken in Großbritannien waren in den Stresstest gar nicht einbezogen. Sie werden direkt von der Bank of England (BoE) beaufsichtigt.

10:33 Uhr

Bitcoin-Hausse: Kryptowährungen sind erstmals mehr als eine Billion wert

Der massive Kursanstieg der Digitalwährung Bitcoin hat den Gesamtwert aller Kryptowährungen erstmals über die Marke von einer Billion US-Dollar getrieben. Das Internetportal Coinmarketcap wies einen Höchstwert von rund 1,021 Billionen Dollar aus. Der Wert bezieht sich auf alle derzeit existierenden Digitalwährungen. Coinmarketcap zählt aktuell 8200 davon.

Die mit Abstand größte sogenannte Kryptowährung ist der Bitcoin. Sein Marktanteil beträgt gegenwärtig fast 70 Prozent. Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen Wochen drastisch gestiegen. Am Donnerstag wurde auf der Handelsplattform Bitstamp ein Rekord von 37 800 US-Dollar markiert. Auch andere Digitalwährungen wie Ether haben zuletzt im Kurs zugelegt. Ihr Zuwachs fällt aufgrund ihres geringeren Marktanteils und eines geringeren Kurswerts jedoch weniger ins Gewicht.

 

10:02 Uhr

Corona-Impfstoff: Bayer und Curevac kooperieren

Der Pharmakonzern Bayer und der Corona-Impfstoffentwickler Curevac haben eine globale Partnerschaft vereinbart. "Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Bayer bei der weiteren Entwicklung und Bereitstellung des Covid-19-Impfstoffkandidaten CVnCoV von Curevac sowie bei lokalen Aktivitäten in ausgewählten Ländern unterstützen", teilt Bayer mit. Curevac werde der Inhaber der Marktzulassung für das Produkt sein, während Bayer Curevac bei Länderaktivitäten innerhalb der EU und ausgewählten weiteren Märkten unterstützen wird.

CureVac
CureVac 76,90
Bayer
Bayer 50,10

 

Bayer erhalte aber Optionen, um Inhaber der Marktzulassung in anderen Märkten außerhalb Europas zu werden. Geplant sei die Produktion von mehreren Hundert Millionen Dosen des Impfstoffs, sobald die Arzneimittelbehörden die Zulassung erteilt hätten.

Das Modell ähnelt der Allianz zwischen dem Mainzer Impfstoffentwickler Biontech und dem US-Pharmaunternehmen Pfizer.

 

*Datenschutz

09:33 Uhr

Industrieaufträge steigen überraschend siebten Monat in Folge

"Die Ordereingänge konnten im November ihren Erholungsprozess trotz Teillockdown weiter fortsetzen", betont das Ministerium. Geringfügig schwächer entwickelten sich die Auftragseingänge in den beiden wichtigen Branchen Maschinenbau und Kfz-Industrie. "Dies wurde jedoch durch merkliche Zuwächse in den Bereichen sonstiger Fahrzeugbau, EDV- und optische Geräte sowie chemische Erzeugnisse kompensiert", so das Ministerium. Die gute Industriekonjunktur macht Hoffnung, dass die Wirtschaft im vierten Quartal nicht stark geschrumpft ist. Der seit November begonnen, zwischenzeitlich verschärfte und nun bis Ende Januar verlängerte Lockdown macht in erster Linie Dienstleistern und Innenstadt-Händlern zu schaffen.

09:08 Uhr

Allzeithoch: Dax "riecht das frische Geld"

Nach den deutlichen Aufschlägen zur Wochenmitte von 1,8 Prozent springt der Dax zum Start in den Donnerstagshandel auf ein neues Allzeithoch. Er notiert 0,4 Prozent im Plus bei 13.952 Zählern. Vor dem Start des Xetra-Handels hatte er bereits mit 14.001 Zählern die 14.000er Marke geknackt. Starke Vorgaben von Seiten der Wall Street und ein neues 30-Jahreshoch des japanischen Leitindex Nikkei stützen.

"Die Anleger schauen aber auch nach Amerika: mit Sorge auf die Geschehnisse rund um den Kongress, mit Vorfreude auf die von den Demokraten gewonnenen Senats-Stichwahl in Georgia", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Denn: Der neue US-Präsident Joe Biden kann durchregieren. Da riechen die Börsianer viel frisches Geld."

Dax
Dax 13.539,14

08:52 Uhr

Nikkei springt auf 30-Jahreshoch

Die Hoffnung auf größere Konjunkturpakete in den USA unter dem neuen Präsidenten Joe Biden hat die asiatischen Börsen am Donnerstag nach oben getrieben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg um 1,6 Prozent auf 27.490 Punkte. Zwischenzeitlich kletterte er sogar auf den höchsten Stand seit August 1990. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,7 Prozent zu. Die Börse in Shanghai gewann ein halbes Prozent.

Den Risikoappetit der Investoren konnte auch das Chaos in Washington nicht verderben. In den USA hatten Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump das Kapitol gestürmt, während der Kongress sich anschickte, Bidens Wahlsieg formell zu bestätigen. Die Wall Street hatte daraufhin Gewinne abgegeben, ein Kursrutsch war aber ausgeblieben. "Das scheint der ultimative Inbegriff von vier Jahren Trump'scher Präsidentschaft zu sein. Aber niemand glaubt, dass die Wahlergebnisse dadurch umgestoßen werden", sagte Takashi Hiroki, Chefstratege beim Handelshaus Monex. Anleger konzentrierten sich darauf, dass nach einem Sieg der Demokraten bei den Senatswahlen in Georgia Bidens Partei neben dem Repräsentantenhaus nun auch die Mehrheit im Senat innehat. Sie rechnen damit, dass der Weg für weitere Konjunkturhilfen im Kampf gegen die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen dadurch frei ist.  Vor allem Titel von japanischen Banken und Versicherern waren gefragt.

Nikkei
Nikkei 28.197,42

08:21 Uhr

US-Zementriese vollzieht Milliardenübernahme

LafargeHolcim
LafargeHolcim 44,06

Der Zementriese LafargeHolcim übernimmt den Dachsystem-Hersteller Firestone Building Products. Der Schweizer Konzern lege für die im Besitz der japanischen Bridgestone stehende Gesellschaft 3,4 Milliarden Dollar auf den Tisch, wie LafargeHolcim mitteilte.

Die Gesellschaft mit Sitz in den USA habe 2020 bei einem geschätzten Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 270 Millionen Dollar eingefahren. LafargeHolcim rechne mit einem Abschluss der Transaktion, die mit Barmitteln und Fremdkapital finanziert werde, im zweiten Quartal.

07:56 Uhr

Dax-Rekordjagd geht wohl weiter

Dax
Dax 13.539,14

In Erwartung einer Flut von Konjunkturdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Mittwoch hatte er dank Spekulationen auf einen Wachstumsschub in den USA knapp zwei Prozent auf 13.891,97 Punkte zugelegt und damit so hoch wie noch nie geschlossen. Vom Chaos in Washington zeigten sich Anleger zunächst unberührt. In den USA hatten Anhänger von Donald Trump das Kapitol gestürmt, während der Kongress sich anschickte, Joe Bidens Wahlsieg formell zu bestätigen.

Die Wall Street hatte daraufhin Gewinne abgegeben, ein Kursrutsch war aber ausgeblieben. Anleger konzentrierten sich darauf, dass nach einem Sieg der Demokraten bei den Senatswahlen in Georgia Bidens Partei neben dem Repräsentantenhaus nun auch die Mehrheit im Senat innehat. Für den Handelstag dürfte in Europa das Barometer für die Stimmung in den europäischen Chef-Etagen und der europäischen Verbraucher frische Impulse liefern. Daneben stehen die Auftragseingänge der deutschen Industrie und die europäischen Einzelhandelsumsätze auf dem Terminplan.

In den USA ziehen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe eine höhere Aufmerksamkeit auf sich, nachdem die private Arbeitsagentur am Mittwoch für Dezember überraschend einen Stellenabbau bekannt gegeben hatte. Am Freitag stehen die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten zur Veröffentlichung an.

07:32 Uhr

Toyota punktet in China

Der japanische Autobauer und VW-Konkurrent Toyota hat im vergangenen Jahr 1,8 Millionen Fahrzeuge in China verkauft. Dies entspricht einem Zuwachs von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie Toyota mitteilt. Damit konnten die Japaner den Abstand zu Volkswagen und General Motors auf dem größten Automarkt der Welt verringern. Außerdem verkaufte Toyota 223.700 importierte Premium-Fahrzeuge der Marke Lexus, was einem Anstieg von 11,5 Prozent entspricht. Der Konzern gab kein Verkaufsziel für China in diesem Jahr an.

07:07 Uhr

Georgia-Stichwahl beflügelt Asiens Börsen

Nikkei
Nikkei 28.197,42

Die Börse in Tokio hat heute zum Höhenflug angesetzt. Grund war der Ausgang der Senats-Stichwahlen im US-Bundesstaat Georgia, die von den Demokraten gewonnen wurden. Die Partei des künftigen Präsidenten Joe Biden sicherte sich damit die Oberhand im Kongress. Anleger sahen darin Anlass zur Hoffnung, dass in den USA demnächst neue Hilfen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise aufgelegt werden könnten.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,8 Prozent höher bei 27.553 Punkten. Zwischenzeitlich kletterte er sogar auf den höchsten Stand seit August 1990. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 2 Prozent und lag bei 1833 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,6 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 103,13 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4578 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,8784 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,2325 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0830 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3593 Dollar.