Freitag, 02. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Immer wieder Trump: Dax verliert, schafft aber Wochenplus

Einmal mehr hat Donald Trump einen ganzen Handelstag beherrscht. Die Nachricht, dass der US-Präsident und seine Frau positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sorgte stundenlang für Aufregung an den Börsen. Stephen Innes von Axi geht davon aus, dass die Erwartung eines Sieges von Joe Biden zunehmen und von 60 auf 90 Prozent steigen könnte. Trump müsse nun Kundgebungen in drei Swing-Staaten streichen. Auch die nächste TV-Debatte finde wohl später statt. An der Wall Street wurde sogar darüber spekuliert, dass die für den 3. November angesetzte Präsidentenwahl verschoben werden könnte.

Dax
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Die US-Arbeitsmarktdaten setzten keine größeren Akzente an den Märkten. Zwar ist die Zahl der neugeschaffenen Stellen im September mit 661.000 unter der Schätzung von 800.000 ausgefallen. Allerdings ist die Arbeitslosenquote mit 7,9 Prozent klar unter der Prognose von 8,2 Prozent geblieben. Allerdings sorgte ein besser als erwartet ausgefallener Michigan-Index zur US-Verbraucherstimmung für etwas bessere Laune bei den Börsianern.

Der Dax konnte dadurch seinen Verlust abbauen und ging mit minus 0,3 Prozent auf 12.689 Punkte ins Wochenende. Auf Wochensicht legte der Leitindex mehr als 200 Punkte zu. Der MDax verlor 0,4 Prozent auf 27.249 Zähler, der TecDax 1,1 Prozent auf 3079 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent tiefer bei 3186 Punkten.

Bayer wurden nach der jüngsten Gewinnwarnung weiter verkauft und verloren 3 Prozent. Auch Morphosys tendierten weiter zur Schwäche und gaben 5,3 Prozent nach. Von der Nachrichtenseite kam am Mittwochabend die Meldung, dass Finanzvorstand Jens Holstein das Unternehmen zum Ende des Jahres verlässt.

Indes bleibt die Situation in dem wichtigen Absatzmarkt USA für die deutschen Automobilhersteller herausfordernd. Ein Blick auf die US-Absatzzahlen zeigt, dass vor allem die Modelle von BMW im abgelaufenen dritten Quartal mit einem Minus von 16,2 Prozent von den US-Konsumenten weniger nachgefragt wurden. Das Minus bei Volkswagen of America fiel mit 7,6 Prozent deutlich geringer aus, wobei das Minus bei Audi auf dem Niveau von BMW lag. BMW gaben um 0,5 Prozent nach, VW notierten 1,7 Prozent im Minus.

17:07 Uhr

Wahl der ZertifikateAwards 2020 startet

Es gibt viele Zertifikate, doch welches ist das Beste? Unter anderem darüber können auch Sie ab heute unter www.zertifikateawards.de abstimmen. Friedhelm Tilgen spricht mit Tobias Kramer von der Zeitschrift "Der Zertifikateberater" über die Nominierten, den Ablauf und den Preis, der unter allen Wählern verlost wird.

16:57 Uhr

Experte sieht US-Erholung als nicht abgewürgt an

Die Commerzbank findet den US-Arbeitsmarktbericht für September trotz leicht enttäuschender Zahlen positiv.

  • "Die wichtigste Erkenntnis ist, dass weder die zweite Infektionswelle im Sommer, noch das Auslaufen des erhöhten Arbeitslosengeldes Ende Juli die wirtschaftliche Erholung abgewürgt haben", schreibt Volkswirt Christoph Balz in einem Kommentar.

Ein verlässlicheres Bild als die etwas enttäuschende Gesamtzahl der zusätzlichen Jobs bietet laut Balz die private Beschäftigung. Sie legte um 877.000 zu - "nur leicht weniger als im August mit 1.022.000, und außerdem über praktisch alle Branchen hinweg", wie der Ökonom anmerkt.

16:42 Uhr

Vorstandsbonus-Debatte bei Lufthansa? Dementi

Lufthansa
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Die Lufthansa hat einen Zeitungsbericht zu einer Diskussion über Vorstandsbonuszahlungen trotz Staatshilfe dementiert. "Der Bericht ist unzutreffend", sagte ein Konzernsprecher. Das "Handelsblatt" berichtete, Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley habe angeregt, Vorstandsboni ab 2020 trotz der Abhängigkeit des Konzerns von Staatshilfe in Betracht zu ziehen. Danach hätten die Ansprüche gesammelt werden sollen, so lange die Lufthansa die staatlichen Milliardenhilfen in Anspruch nimmt - und wären geflossen, sobald die staatlichen Schulden getilgt wären.

Nach den EU-Regeln für Staatsbeihilfen dürfen Unternehmen ihren Managern keine Boni und variablen Vergütungen zahlen, so lange sie am Tropf des Steuerzahlers hängen. Aus diesem Grund seien die Pläne im Aufsichtsrat verworfen worden, berichtete die Zeitung.

Hintergrund der Diskussion sei die Sorge, dass Führungskräfte wegen zu geringer Bezahlung die Lufthansa verlassen könnten, berichtete die Zeitung weiter. Stattdessen sei beschlossen worden, dass Managerinnen und Manager Lufthansa-Aktien kaufen und so von möglichen Kurssteigerungen profitieren können.

Die Lufthansa-Aktie verbilligte sich am späten Nachmittag um 3,9 Prozent.

16:19 Uhr

US-Konjunkturdaten reduzieren Kursverluste

Eine bessere Verbraucherstimmung und ein gestiegener Industrie-Auftragseingang sorgen in den USA für eine etwas bessere Stimmung. Die US-Aktienindizes bauten ihre Verluste ab: Dow Jones und S&P-500 verloren nur noch je 0,6 Prozent.

Auch der Dax machte etwas Boden gut und verringerte sich nur noch um 0,7 Prozent. Der Wirbel um die Covid-19-Ansteckung von US-Präsident Donald Trump scheint sich so langsam abzuschwächen.

15:56 Uhr

Walmart verkauft britische Supermarkkette an Milliardäre

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(Foto: REUTERS)

Der US-Handelsriese Walmart verkauft die britische Supermarktkette Asda für 6,8 Milliarden Pfund (7,4 Milliarden Euro). Käufer sind die Brüder Mohsin und Zuber Issa, britische Milliardäre, die mit Tankstellen reich geworden sind, zusammen mit dem Fonds TDR Capital, wie Asda mitteilte.

Die britische Kette ist die Nummer drei auf dem Heimatmarkt. Die Käufer erwerben den Angaben zufolge eine Mehrheit, Walmart werde aber Anteile sowie einen Sitz im Verwaltungsrat halten.

15:34 Uhr

Trumps Corona-Ansteckung setzt auch Wall Street zu

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(Foto: REUTERS)

Auch die US-Börsen haben mit Verlusten auf die Nachricht reagiert, dass sich US-Präsident Donald Trump mit dem Coronavirus angesteckt hat. Der Dow Jones fiel in den ersten Handelsminuten um 1,3 Prozent auf 27.466 Punkte. Der marktbreite S&P-500 verlor 1,4 Prozent auf 3333 Zähler.

In Frankfurt notierte der Dax 1,1 Prozent tiefer bei 12.591 Stellen. Der EuroStoxx50 sackte um 1 Prozent auf 3163 Punkte ab.

15:07 Uhr

Krise? Für Tesla gibt es sie nicht

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(Foto: picture alliance/dpa)

Während die Corona-Pandemie den Automarkt insgesamt ausbremst, legt Tesla weiter kräftig zu. Der US-Elektroautobauer brachte im dritten Quartal 139.300 Fahrzeuge an die Kundschaft. Damit stellte Tesla einen neuen Rekord auf und übertraf sowohl den Wert aus dem Vorjahr von 97.000 Autos als auch den aus dem Vorquartal von 90.650 bei Weitem. Analysten hatten mit rund 137.000 Auslieferungen gerechnet.

Die Aktie blieb jedoch vorbörslich im negativen Gesamtmarkt unter Druck. Mit 124.100 Stück entfiel der Großteil der Auslieferungen auf Teslas günstigstes Fahrzeug Model 3 und das neuere Kompakt-SUV Model Y. Mit diesen Angeboten etabliert sich der Konzern von Tech-Milliardär Elon Musk zunehmend im Massenmarkt.

14:45 Uhr

US-Arbeitslosenquote sinkt stärker als erwartet

Endlich mal wieder eine positive Nachricht von jenseits des "großen Teiches": Am US-Arbeitsmarkt hat sich nämlich die Erholung von dem schweren Einbruch in der Corona-Krise fortgesetzt. Die Arbeitslosenquote fiel im September von 8,4 Prozent im Vormonat auf 7,9 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten mit einer Quote von 8,2 Prozent gerechnet.

Die Corona-Krise hatte in den USA weite Teile des Wirtschaftslebens stillgelegt. Im April war die Arbeitslosenquote daher auf mehr als 14 Prozent geklettert. Im Mai fiel sie auf 13,3 Prozent, im Juni dann überraschend deutlich auf 11,1 Prozent. Im Juli lag die Quote bei 10,2 Prozent.

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(Foto: dpa)

14:24 Uhr

Dax fällt vor US-Jobdaten in Richtung Tagestief

Der Dax hat gut eine Stunde vor Handelsbeginn in den USA die Verluste ausgebaut. Der Leitindex notierte 1,2 Prozent tiefer bei 12.575 Punkten - nur wenig über dem Tagestief von 12.543 Zählern.

Im Handel ist von Zurückhaltung vor den US-Arbeitsmarktdaten die Rede, vor allem aber wird auf die Covid-19-Infektion von US-Präsident Donald Trump als zusätzlichen Unsicherheitsfaktor verwiesen. "Das Chaos in den USA droht noch größer zu werden", so ein Händler.

14:18 Uhr

Corona beschert Italien riesiges Staatsdefizit

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(Foto: imago images / Christian Ohde)

Die Corona-Krise hat mit voller Wucht auf die italienischen Staatsfinanzen durchgeschlagen. Die Neuverschuldung schnellte im ersten Halbjahr auf 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) nach oben, wie das Statistikamt Istat in Rom mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte das Defizit noch bei 3,2 Prozent gelegen.

Die Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte ihre Ausgaben um fünf Prozent erhöht, um die Folgen der schweren Rezession abzufedern. Zudem sanken die Einnahmen um 7,7 Prozent, weil durch die Krise beispielsweise das Steueraufkommen zurückging. Die Regierung strebt für dieses Jahr ein Defizit von 10,8 Prozent an, nachdem es 2019 noch bei 1,6 Prozent lag.

Die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone ist im Frühjahr im Rekordtempo von 12,8 Prozent eingebrochen. Die EU-Kommission rechnet damit, dass das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 11,2 Prozent schrumpfen wird, während die Regierung in Rom nur mit einem Minus von etwa acht Prozent rechnet.

13:27 Uhr

Wall Street wird rot - Furcht vor Verschiebung der US-Wahl

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Mit dem Coronavirus infiziert: Donald Trump.

(Foto: dpa)

Zum Wochenausklang zeichnen sich an den US-Börsen kräftige Verluste ab, nachdem US-Präsident Donald Trump positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Futures auf die großen Aktienindizes liegen zwischen 1,4 und 2,1 Prozent im Minus, auch wenn das Weiße Haus beteuerte, dem Präsidenten gehe es bislang gut.

Anleger befürchten, dass die für den 3. November angesetzte Präsidentschaftswahl verschoben werden muss und sich die Phase der politischen Unsicherheit verlängert. Auch ein neues Corona-Hilfspaket, auf das sich Demokraten und Republikaner schon seit Wochen nicht einigen können, dürfte sich noch weiter verzögern.

Die Corona-Infektion des Präsidenten könnte sogar den normalerweise stark beachteten Arbeitsmarktbericht der US-Regierung in den Hintergrund drängen, der am Freitag eine Stunde vor Handelsbeginn an der Wall Street veröffentlicht wird. Neben dem Arbeitsmarktbericht stehen die August-Daten zum Auftragseingang und der Uni-Michigan-Index der Verbraucherstimmung im September in zweiter Lesung auf der Agenda. Sie folgen eine halbe Stunde nach der Startglocke.

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13:14 Uhr

Rolls-Royce-Aktienkurs stürzt weiter ab

Die Aktie des britischen Triebswerkherstellers Rolls-Royce befindet sich weiter im freien Fall. Das Papier verlor heute 9,2 Prozent auf 106,10 Pence und damit den niedrigsten Stand seit gut 17 Jahren. Die Experten von UBS kappten ihr Kursziel auf 149 von 265 Pence. Bereits gestern hatte der Kurs kräftig nachgegeben.

Zudem zogen sich einem Zeitungsbericht zufolge einige führende Berater von der geplanten milliardenschweren Kapitalerhöhung teilweise zurück.

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12:57 Uhr

Bayer-Aktie bekommt weiter Prügel - Reagieren die Investoren?

Kein Ende des Ausverkaufs in Sicht: Die Bayer-Aktie ist nach dem gestrigen Einbruch auch heute wieder unter massivem Druck. Das Papier der Leverkusener notierte am frühen Nachmittag 4,3 Prozent leichter. "Ich schließe nicht aus, dass sich hier schon bald aktivistische Investoren zu Wort melden", sagte ein Börsianer.

Schon länger sei für Analysten eine mögliche Übernahme oder die Forderung nach einer Aufspaltung des Konzerns eine Option, Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen. Nicht einfacher mache dies, dass erst jüngst der Vertrag mit Vorstandschef Werner Baumann bis Ende April 2024 verlängert wurde, dem Konstrukteur des aktuellen Bayer-Konzerns.

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12:33 Uhr

Dax verharrt im Minus - MTU, Lufthansa, Airbus tiefrot

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Der deutsche Aktienmarkt hat sich auch am Mittag tief im Minus präsentiert. Belastet wurden die Kurse von der Nachricht, dass sich vier Wochen vor der US-Präsidentenwahl Amtsinhaber Donald Trump und seine Frau Melania mit dem Coronavirus angesteckt haben. Der Dax fiel um 1,1 Prozent auf 12.587 Punkte. Der MDax  verlor 1,2 Prozent auf 27.017 Zähler, der TecDax 1,3 Prozent auf 3075 Stellen. Der EuroStoxx 50 büßte 1 Prozent auf 3161 Punkte ein.

Trumps Ansteckung werfe in einer heiklen Phase des Präsidentschaftswahlkampfs zu viele offene Fragen auf, gab Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets zu bedenken. Am Nachmittag könnte der monatliche US-Arbeitsmarktbericht frische Impulse liefern.

Die Marktteilnehmer setzten am Freitag auf die als defensiv geltenden Aktien. So gewannen die Papiere der Energieversorger RWE und Eon jeweils rund 0,7 Prozent. Deutsche Telekom rückten um 0,6 Prozent vor.

Gemieden wurden in der Corona-Krise gebeutelten Werte: Anteilsscheine des Turbinenherstellers MTU fielen um 3,4 Prozent und die des Flugzeugbauers Airbus um 3,3 Prozent. Lufthansa verbilligten sich um 4,4 Prozent.

12:08 Uhr

Autozulieferer Eberspächer beendet Produktion am Stammsitz

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(Foto: dpa)

Der Autozulieferer Eberspächer schließt sein Werk für Fahrzeugheizungen am Stammsitz in Esslingen Ende 2021. Für die 300 betroffenen Mitarbeiter sei ein Sozialplan vereinbart worden, teilte das Unternehmen mit. Zudem solle auch eine Transfergesellschaft für die Beschäftigten gegründet werden.

Eberspächer hatte bereits Ende Mai angekündigt, die Produktion von Fahrzeugheizungen von Esslingen nach Polen verlagern zu wollen. Allerdings war bis zuletzt offengeblieben, wann das Werk in Esslingen genau dichtgemacht wird. Grund für die Entscheidung seien strukturelle Probleme, die Corona-Pandemie habe das Aus lediglich beschleunigt, hatte das Unternehmen damals mitgeteilt.

11:35 Uhr

EZB testet digitalen Euro ab Mitte Oktober

Die EZB intensiviert ihre Arbeit an einem digitalen Euro. "Die Menschen in Europa bezahlen, sparen und investieren immer häufiger auf elektronischem Weg. Unsere Aufgabe ist es, das Vertrauen in unsere Währung zu sichern. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass der Euro für das digitale Zeitalter gerüstet ist", sagte Notenbank-Chefin Christine Lagarde.

Technisch würde ein digitaler Euro dem Bitcoin ähneln. Aber im Gegensatz zu der Kryptowährung stünde er unter Aufsicht einer Zentralbank. Digitale Währungen funktionieren auf Basis einer sogenannten Blockchain - also über eine Kette von Datenblöcken, die sich mit jeder Transaktion ausbaut. Ein solcher Euro würde dabei als digitale Einheit existieren und für Online-Geschäfte verfügbar sein. Mitte dieses Monats soll die Testphase beginnen.

11:13 Uhr

Negativ-Inflation in der Eurozone

Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im September zum zweiten Mal in Folge gefallen. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, gingen die Lebenshaltungskosten in der Währungsunion im Jahresvergleich nach einer ersten Schätzung um 0,3 Prozent zurück. Grund waren erneut stark fallende Energiepreise.

Im August waren die Verbraucherpreise erstmals seit mehr als vier Jahren gefallen. Sie sanken um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das letzte Mal davor war ein Rückgang im Mai 2016 verzeichnet worden.

10:39 Uhr

Aufregung um Trump ebbt etwas ab - Dax verringert Minus

Der Dax hat im Verlauf des Vormittags einen Teil seines Verlusts abbauen können. Der Leitindex notierte 0,6 Prozent tiefer bei 12.652 Punkten. MDax und TecDax verloren je 1 Prozent. Der EuroStoxx50 sank um 0,6 Prozent auf 3174 Stellen.

Unter den Einzelwerten standen erneut die Bayer im Fokus, die tags zuvor nach einem mauen Ausblick auf 2021 um 13 Prozent eingebrochen waren. Heute ging es um 2,7 Prozent abwärts. Im Mdax verloren Grenke nach einem Pressebericht über eine Geldwäsche-Prüfung durch die "Financial Intelligence Unit" (FIU), die Geldwäsche-Spezialeinheit des Zolls, 0,3 Prozent.

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10:21 Uhr

Bafin-Leute dürfen bestimmte Aktien nicht mehr privat handeln

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(Foto: dpa)

Die nach dem Wirecard-Skandal in der Kritik stehende Finanzaufsicht Bafin verbietet ihren Beschäftigten bis auf Weiteres bestimmte private Aktiengeschäfte. Das erfolge wegen der bereits von Bundesfinanzminister Olaf Scholz angekündigten  Verschärfung der internen Regelungen, erfuhr Reuters aus dem Ministerium. Das Verbot orientiere sich am Verhaltenskodex für das Bafin-Direktorium und die Bundesbank.

Konkret gelten Verbote künftig bei Finanzinstrumenten, also Aktien, Anleihen und Derivaten von Unternehmen, die von der Bonner Behörde beaufsichtigt werden. Dabei reicht schon die Zuständigkeit für eine Tochtergesellschaft aus. Außerdem gilt das Verbot für alle EU-Finanzunternehmen, auch wenn diese nicht unter die Kontrolle der Bafin fallen.

09:58 Uhr

Bundesarbeitsagentur bereitet sich auf Pleitewelle vor

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, stellt seine Behörde angesichts der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht bereits auf eine große Pleitewelle ein. Das Haus bereite sich "auf den Ernstfall vor", sagte Scheele der "Bild"-Zeitung. Die Behörde qualifiziere gerade 250 Mitarbeiter zusätzlich, "für den Fall, dass es zu einer größeren Pleitewelle käme".

Die Behörde habe darüber hinaus 1,6 Milliarden Euro für das Insolvenzgeld für 2021 eingeplant. "In diesem Jahr waren es nur 950 Millionen", so Scheele. Schon im laufenden Jahr sei die Zahl der Menschen, die Insolvenzgeld von der Behörde bezogen habe, höher gewesen als im Vorjahreszeitraum.

09:55 Uhr

US-Dollar zwischen Trump-Nachricht und US-Jobmarkt volatil

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der US-Dollar hat sich am Vormittag auf Richtungssuche befunden. Zunächst hatte er noch von seinem Status als so genannter sicherer Hafen auf die Nachricht über die Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump profitiert. Diese Gewinne hat er mittlerweile aber weitgehend wieder abgegeben. Der Dollar-Index lag noch minimal im Plus und der Euro geht mit 1,1726 Dollar um, nachdem er im Tief bis auf unter 1,1700 nachgegeben hatte.

Der Markt hat aber auch die am frühen Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten bereits im Blick, die oft zumindest kurzfristig richtungweisende Impulse setzen. Unicredit spricht in diesem Zusammenhang von der Möglichkeit einer negativen Überraschung, nachdem die am Mittwoch berichteten und überraschend positiv ausgefallenen Zahlen des privaten Arbeitsmarktforschers ADP für eine positive Erwartungshaltung gesorgt hätten.

09:26 Uhr

Justin Bieber lässt den Aktienkurs von Crocs springen

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(Foto: imago images / Matrix)

Hier einmal eine Meldung, in der Donald Trump nicht die Hauptrolle spielt: Der Popsänger Justin Bieber hat dem Aktienkurs des US-Schuhherstellers Crocs einen kräftigen Schub verpasst: Der 26-jährige Kanadier veröffentlichte das Foto von einem Paar Crocs im Pool und schrieb dazu das Wörtchen "bald". Anleger spekulieren nun auf eine Zusammenarbeit des kanadischen Sängers mit der Schuhmarke.

Zwar trägt Bieber die Plastik-Latschen regelmäßig, sodass seine 148 Millionen Follower auf Instagram nicht sonderlich überrascht sein dürften. Mit der Ankündigung jedoch machte Bieber Anleger aufmerksam. Der Aktienkurs des Crocs-Herstellers sprang zeitweise um 12 Prozent nach oben, der Schlusskurs lag bei sechs Prozent im Plus.

Crocs
Crocs 50,12

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09:07 Uhr

Trump-Nachricht drückt Dax kräftig runter

Die Nachricht über die positiven Corona-Tests bei US-Präsident Donald Trump und seiner Frau Melania sorgen an der Frankfurter Börse für Abgabedruck. Der Dax fiel in den ersten Handelsminuten um 1,4 Prozent auf 12.548 Punkte. Der MDax sackte um 1,2 Prozent auf 27.030 Zähler ab, der TecDax ebenfalls um 1,2 Prozent auf 3079 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 1,3 Prozent tiefer bei 3153 Punkten.

"Mit Trumps Ansteckung mitten in der heißen Phase des US-Wahlkampfs hat sich eine neue Quelle der Unsicherheit aufgetan", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. "Die Finanzmärkte haben zurecht nervös reagiert. Denn der Verlauf von Trumps Erkrankung könnte den Ausschlag dafür geben, wer nächster US-Präsident wird. Dabei geht es um wichtige Weichenstellungen in der Wirtschaftspolitik – etwa um die Frage, ob Biden die Unternehmenssteuern wieder erhöht oder Trump seine Steuersenkungen dauerhaft macht."

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08:33 Uhr

Ölpreis gerät kräftig unter Druck 

Am Ölmarkt fallen die Preise und weiten die Verluste nach dem positiven Corona-Test von US-Präsident Trump aus. Ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl kostet mit 37,62 Dollar 2,8 Prozent weniger, Nordseeöl der Sorte Brent verbilligt sich um 2,6 Prozent auf 39,87 Dollar. Die Preise hatten schon gestern stark nachgegeben.

08:02 Uhr

Trumps Infektion sorgt für Kursrutsch

Weltweit reagieren die Börsen mit Verlusten auf die Nachricht, dass sich US-Präsident Donald Trump mit dem Corona-Virus angesteckt hat. In Japan dreht der Nikkei-Index ins Minus, in Deutschland zeichnet sich ein schwacher Start ab - der Dax wird Berechnungen von Brokern zufolge mit einem Minus von 1,1 Prozent in den Tag gehen. Derweil weiten die US-Futures aus die wichtigsten Indizes ihre Verluste aus. Die Futures auf den S&P 500, den Dow Jones und den Nasdaq-Index liegen allesamt rund 1,5 Prozent im Minus.

Der positive Corona-Test habe das Potenzial, den Wahlkampf Trumps zu beeinträchtigen, sagte Sean Callow, Währungsstratege bei Westpac. "Er hat eine Menge am laufen, und das ist eine Unterbrechung. Außerdem schadet ihm der positive Test, weil er gegen die ganze Einschätzung spricht, dass man sich eigentlich keine Sorgen machen muss - er bringt die Corona-Krise zurück in den Mittelpunkt."

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07:27 Uhr

Börsen "geschockt" von Trumps Positiv-Test - Dax vor Verlusten

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Nach dem positiven Corona-Testergebnis von US-Präsident Donald Trump wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Belastet von einem Kurseinbruch bei Bayer hatte der Index am Donnerstag 0,2 Prozent auf 12.730 Punkte verloren.

In einer ersten Reaktion hätten die Börsen geschockt auf das Testergebnis Trumps reagiert, sagt Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners. "Von Trumps Krankheitsverlauf wird jetzt abhängen, inwieweit er die Amtsgeschäfte in den kommenden Wochen wahrnehmen kann. Die Auswirkungen sowohl auf die US-Politik, insbesondere bei der Verhandlung des nächsten Hilfspaketes, als auch auf den US-Wahlkampf können immens sein."

Im Fokus der Anleger steht zum Wochenschluss zudem der US-Arbeitsmarktbericht. Experten rechnen im Schnitt für September mit 850.000 neuen Jobs nach 1,371 Millionen im Vormonat. Bei den Unternehmen will Grenke Neun-Monats-Zahlen für das Leasing-Neugeschäft vorlegen.

07:07 Uhr

2,2-Billion-Hilfspaket der US-Demokraten wohl vergebens

Die Demokraten im amerikanischen Repräsentantenhaus haben ein 2,2 Billionen US-Dollar schweres Konjunkturprogramm durch das Repräsentantenhaus geboxt. Allerdings wird das Stimuluspaket im US-Senat, wo die Republikaner die Mehrheit haben, nicht einmal beraten werden, Mehrheitsführer Mitch McConnell hat es bereits als zu teuer abgelehnt.

Gleichzeitig liegen die Demokraten noch weit von der Summe entfernt, die das Weiße Haus mit 1,6 Billionen Dollar bereit ist auszugeben. Derweil verhandelt die Sprecherin der Demokraten, Nancy Pelosi, mit Finanzminister Steven Mnuchin über ein Stimuluspaket. Die Tatsache, dass die Demokraten nun ihre Gesetzesvorlage durch das Repräsentantenhaus geboxt haben, ist ein Schlag für die Gespräche von Pelosi und Mnuchin, weil die Demokraten sich nun auf ein größeres Paket eingeschossen haben, als dies in dem Spitzengespräch der beiden Spitzenpolitiker erreicht werden kann.

06:27 Uhr

Nach schwerer Technikpanne - Wie reagiert Tokios Börse?

Nikkei
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Die Tokioter Börse legt zum Wochenschluss nach der schweren Technikpanne am Vortag leicht zu. Der Nikkei der 225 führenden Werte steigt bis zum späten Vormittag um 0,1 Prozent auf 23.216 Punkte. Der breiter gefasste Topix stagniert bei 1625 Zählern.

Die Anleger halten sich im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten mit ihren Engagements zurück. Wegen technischer Probleme musste der Handel an der Tokioter Börse und auch an vielen mit ihr verbundenen anderen Handelsplätzen in Japan am Donnerstag frühzeitig eingestellt werden.

Der Euro bewegt sich im fernöstlichen Handel zum Dollar kaum. Die europäische Einheitswährung kostet zuletzt 1,1731 Dollar. Zum Yen stagnierte die US-Währung bei 105,55 Yen.

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Presseauflauf an Tokios Börse: Nach einer schweren technischen Panne am Donnerstag wird heute wieder gehandelt.

(Foto: dpa)