Mittwoch, 19. Juni 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
17:53 Uhr

Anleger halten die Füße still, Dax driftet ins Minus

Dax
Dax 12.633,60

Am deutschen Aktienmarkt geben die Kurse leicht nach. Nach dem am Vortag erreichten Sechswochenhoch im Dax halten die Anleger vor dem anstehenden Leitzinsentscheid der US-Notenbank Fed zunächst die Füße still. Der deutsche Leitindex geht mit einem Minus von 0,19 Prozent bei 12.308Punkten aus dem Handel.

17:03 Uhr

Airline-Aktien im Sinkflug: Anleger meiden Lufthansa und Co.

Air France-KLM
Air France-KLM 10,22

Gemieden werden im Dax heute Airline-Aktien. Der Gewinnwarnung der Lufthansa dürften weitere aus der Branche folgen, heißt es im Handel. "Wenn es beim Branchenprimus nicht läuft, ist das kein gutes Zeichen für die Gesamtbranche", sagt ein Teilnehmer. HSBC hat am Berichtstag gleich eine ganze Reihe von Airline-Aktien gesenkt, darunter Air France und IAG. Air France verlieren 2,6 Prozent, IAG 3 Prozent, Easyjet 2,4 Prozent, Ryanair 1,7 Prozent und Lufthansa 1,2 Prozent.

16:56 Uhr

Wo jetzt noch Rendite drin steckt

Der Dax bewegt sich schon seit Monaten langsam aber sicher wieder nach oben. Ist der Optimismus wieder zurückgekehrt? Wie lässt sich Rendite machen, auch wenn es nicht weiter nach oben gehen sollte? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Metin Simsek von der UBS.

16:00 Uhr

Adobe übertrifft Erwartungen und legt zu

Dow Jones
Dow Jones 26.770,20

Der Handel an der Wall Street ist zum Start von Zurückhaltung geprägt. Denn im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank ist die Risikobereitschaft gering. Zudem ist nach den kräftigen Gewinnen am Vortag zunächst etwas mehr Ruhe angesagt. Bei den Aussagen der Fed wird im Zentrum stehen, ob die Bank eine Zinssenkung für Juli signalisiert. Die Erwartungen der Anleger sind hochgespannt, was auch ein Grund für die leichten Gewinne am Aktienmarkt ist. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,2 Prozent auf 26.513 Punkte, der S&P-500 und der Nasdaq-Composite legen um jeweils 0,1 Prozent zu.

Bei den Einzelwerten legen Adobe um 4,2 Prozent zu. Der Softwarekonzern übertraf für das zweite Quartal die Erwartungen, beim Ausblick auf das laufende dritte Quartal enttäuschte Adobe aber etwas. Die Aktie des Möbelherstellers La-Z-Boy stürzt um 6,3 Prozent ab, nachdem der Umsatz im vierten Geschäftsquartal unter der Konsensschätzung lag. Der bereinigte Nettogewinn entsprach den Erwartungen der Analysten. Der Apple-Zulieferer Jabil hat einen Umsatz über Erwartungen ausgewiesen. Die Aktie gewinnt 4,7 Prozent.

14:56 Uhr

Harley-Davidson will in China produzieren

Harley-Davidson
Harley-Davidson 36,57

Der US-Motorradbauer wird mit der chinesischen Qianjiang Motorcycle beim Bau eines kleinen Motorrads in der Volksrepublik zusammenarbeiten. Ab Ende 2020 solle die neue Maschine - mit 338 Kubikzentimetern die bislang kleinste des Kultmotorradbauers - in China verkauft werden.

Damit folgt Harley-Davidson seiner im vergangenen Jahr angekündigten Strategie, seine Produktion für europäische Kunden wegen der Handelsstreitigkeiten von den USA ins Ausland zu verlagern. Das sorgte bei US-Präsident Donald Trump für Unmut, der daraufhin ankündigte, andere Hersteller ins Land zu holen

12:50 Uhr

Experten warnen vor Fed-Enttäuschung

Wenige Stunden vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank wächst die Anspannung an den europäischen Börsen. "Man kann sich kaum daran erinnern, wann bei einer Fed-Sitzung so viel auf dem Spiel stand und der Ausgang so unklar war", sagt Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Anleger halten sich mit Engagements zurück. Dax und EuroStoxx50 notieren jeweils knapp im Minus bei 12.320 und 3445 Punkten. Der Euro stagnierte bei 1,1196 Dollar.

"Fed-Chef Jerome Powell muss ein ziemlich guter Pokerspieler sein, um die Situation zu meistern", sagte Wilson weiter. Ihm sitze US-Präsident Donald Trump mit der Forderung nach Zinssenkungen im Nacken. Gleichzeitig erwarteten Investoren drei Zinssenkungen bis zum Jahresende. Powell müsse versuchen, diese Spekulationen zu dämpfen, ohne die Stimmung komplett zu verdüstern.

Auch die Experten der BayernLB bezeichneten die Erwartung baldiger rascher US-Zinssenkungen für überzogen. "Wir bleiben dabei, dass sich die Fed noch etwas zurückhaltend zeigen und eine Zinssenkung nächsten Monat noch nicht konkret in Aussicht stellen wird – zumal es nun ein Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels nächste Woche zumindest abzuwarten gilt."

12:07 Uhr

Airbus: Gefahr eines No-Deal-Brexits wächst

Airbus
Airbus 121,32

Der europäische Flugzeugbauer Airbus sieht eine wachsende Gefahr für einen harten Brexit und damit weitere Belastungen für die ohnehin schwächelnde Luftfahrtbranche. "Wir sehen, dass die Wahrscheinlichkeit eines No-Deal-Brexit hoch ist und möglicherweise steigt", sagte Konzernchef Guillaume Faury.

"Wir sind uns sehr sicher, dass ein möglicher harter Brexit oder No-Deal-Brexit negative Folgen haben wird." Wenn der für Ende Oktober geplante Austritt Großbritanniens aus der EU von der Politik schlecht gehandhabt werden, "könnte sich das auf den Start ins Jahr 2020 auswirken", sagte Faury.

11:47 Uhr

Gegen FB-Kryptowährung formiert sich Widerstand

Facebook stößt mit seinen Plänen für eine selbst entwickelte Kryptowährung weltweit auf Widerstand. Politiker und Verbraucherschützer sorgen sich vor allem um den Datenschutz. "Facebook hat Daten über Milliarden von Menschen und deren Schutz wiederholt missachtet", erklärte die demokratische Abgeordnete und Vorsitzende des US-Finanzausschusses, Maxine Waters. "Mit der Ankündigung, eine Kryptowährung zu schaffen, setzt Facebook seine unkontrollierte Expansion fort und erweitert seine Reichweite auf das Leben seiner Nutzer." Sie fordert das weltweit größte soziale Netzwerk auf, seine Pläne für die Cyberwährung mit dem Namen "Libra" auf Eis zu legen und die Untersuchungen der Behörden abzuwarten.

Auch in Europa ist das Misstrauen groß: Der französische Finanzminister Bruno Le Maire plädiert für eine stärkere Kontrolle von Technologiegiganten wie Facebook. "Dieses Geldmittel wird es Facebook ermöglichen, Abermillionen Daten zu sammeln, was meine Überzeugung bestärkt, dass es notwendig ist, die digitalen Giganten zu regulieren", sagte er zu Radio Europe 1. Die Pläne für Libra sollten Aufsichtsbehörden in Alarmbereitschaft versetzen, gab der EU-Abgeordnete Markus Ferber (CSU) zu Bedenken. Die Europäische Kommission solle daher rasch mit den Arbeiten an rechtlichen Rahmenbedingungen für Kryptowährungen beginnen.

10:56 Uhr

Adidas verliert Prozess um Drei-Streifen-Marke

Adidas
Adidas 280,90

Der Sportartikelhersteller Adidas verliert nach einem Urteil des EU-Gerichts das Recht an einer seiner Drei-Streifen-Marken. Das Unternehmen habe nicht nachgewiesen, dass das Zeichen aus drei parallelen, in beliebiger Richtung angebrachten Streifen in der gesamten EU bei den Verbrauchern genug Unterscheidungskraft erlangt habe.

  • Viele von Adidas vorgelegte Beweise seien ungültig, da sie etwa umgekehrte Farbschemata aufwiesen - weiße Streifen auf schwarzem Hintergrund anstatt schwarze Streifen auf weißem Hintergrund.
  • Hintergrund des Falls war eine Entscheidung des EU-Markenamts nach einer Beschwerde eines Konkurrenzunternehmens. Adidas hatte dagegen in Luxemburg geklagt.
  • Theoretisch ist nun noch der Weg zum Europäischen Gerichtshof (EuGH) möglich. Eine Adidas-Sprecherin hatte vorab darauf verwiesen, dass es bei dem Fall nur um eine bestimmte Ausführung der Drei-Streifen-Marke gehe.
  • Der umfangreiche markenrechtliche Schutz, der für die drei Streifen in unterschiedlichen Formen in Europa bestehe, bleibe unberührt.

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10:56 Uhr

Kapitalerhöhung drückt Vossloh nur moderat

Vossloh
Vossloh 37,20

Unter größeren Verlierern im Nebenwerte-Index SDax büßen die Anteilsscheine von Vossloh 1,7 Prozent ein. Der Hauptaktionär von Vossloh, Heinz Hermann Thiele, hat sich im Zuge einer Kapitalerhöhung die Mehrheit an dem Verkehrstechnikkonzern gesichert. Thiele habe Aktien entsprechend seiner Beteiligung von bisher 47,24 Prozent sowie weitere Papiere gezeichnet und komme nun auf 50,09 Prozent, teilte das Unternehmen mit. Insgesamt platzierte Vossloh knapp 1,6 Millionen Aktien zu einem Preis von je 30,70 Euro bei institutionellen Anlegern.

Die Aktie des Eisenbahntechnologiekonzerns steigt am Freitag aus dem SDAX ab und wird durch die Medizintechnik-Aktie Eckert & Ziegler ersetzt. Sie legt um 2,8 Prozent zu.

10:10 Uhr

Immobilienwerte fallen nach Mietdeckel-Beschluss in Berlin

Deutsche Immobilienwerte werden weiter links liegen gelassen bzw. verkauft. Der Branchenindex verliert knapp 1 Prozent - und dies trotz des für den Sektor eigentlich sehr günstigen Zinsumfelds. "Die Gefahr besteht, dass das Berliner Beispiel Schule macht", sagt ein Händler.

Der Berliner Senat hatte am Dienstag Eckpunkte für ein fünfjähriges Mieterhöhungsverbot beschlossen. Deutsche Wohnen und Ado Properties, zuletzt bereits regelmäßig unter den größten Verlierern zu finden, fallen um weitere 2,7 bzw. 2,2 Prozent. Im Dax geben Vonovia um 1,3 Prozent nach.

09:41 Uhr

Spekulationen um US-Sanktionen setzen Lira zu

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 5,79

Aus Furcht vor neuen Sanktionen der USA gegen die Türkei ziehen sich Anleger aus der Währung des Landes zurück. Im Gegenzug verteuert sich der Dollar um bis zu 1,6 Prozent auf 5,9154 Lira. Der Euro gewinnt in der Spitze 1,5 Prozent auf 6,6221 Lira.

Der Agentur Bloomberg zufolge erwägt die US-Regierung Strafmaßnahmen wegen den Streits um den Kauf russischer Flugabwehr-Systeme des Typs S-400 durch die Türkei. Die USA befürchten, dass das dazugehörige Radar auf F-35 eingestellt wird und diese in den USA entwickelten Kampfjets künftig ein leichteres Ziel für russische Waffen sind.

Die Regierung in Ankara beharrt auf dem Geschäft und hat für den Fall von US-Sanktionen wiederholt mit Gegen-Maßnahmen gedroht. Die USA und die Türkei sind Partner in der Nato.

09:14 Uhr

Steinhoff-Aktie rutscht tief ins Minus

Dax
Dax 12.633,60

Wenige Stunden vor dem mit Spannung erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed halten sich Anleger mit Engagements am deutschen Aktienmarkt zurück. Der Dax notiert zur Eröffnung kaum verändert bei 12.317 Punkten.

Unter Börsianern gilt als ausgeschlossen, dass die Fed den Schlüsselsatz antasten wird. Sie rechnen aber damit, dass Notenbank-Chef Jerome Powell für die kommenden Monate eine Lockerung der Geldpolitik signalisieren wird. Allerdings seien die Erwartungen so hoch, dass die Gefahr von Enttäuschungen groß sei, warnten einige Experten.

Unter den Aktienwerten sorgt der knapp zehnprozentige Kurssturz von Steinhoff für Aufsehen. Der von einem Bilanzskandal erschütterte ehemalige Betreiber der "Poco"-Einrichtungshäuser machte im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro Verlust.

08:38 Uhr

Deutscher Industriemotor stottert

Der Auftragsbestand der deutschen Industrie hat im April erneut abgenommen. Damit machen die globale Konjunkturabschwächung sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China der deutschen Industrie weiter zu schaffen. Verglichen mit dem Vormonat sank der Auftragsbestand um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Es ist der vierte Rückgang in Folge.

Die Reichweite des Auftragsbestands verringerte sich im April auf 5,7 Monate, im März hatte sie noch 5,8 Monate betragen. Damit könnten die Unternehmen, selbst wenn die Auftragseingänge abrupt stoppen würden, im Durchschnitt noch ein knappes halbes Jahr weiter produzieren.

08:29 Uhr

Pluszeichen in Asien - Elfeinhalbjahres-Hoch in Australien

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(Foto: imago/UPI Photo)

Legen die USA und China ihren Handelsstreit bei? An den Asien-Märkten registriert man in dieser Hinsicht positive Signale. So stieg in Tokio der Nikkei um 1,8 Prozent auf ein Vier-Wochen-Hoch von 21.359 Punkten. Die Börse Shanghai gewann in der Spitze 2,2 Prozent und notierte mit 2953 Zählern so hoch wie zuletzt vor fünf Wochen.

Der australische Leitindex markierte sogar ein Elfeinhalbjahres-Hoch von 6646 Stellen. China ist ein wichtiger Handelspartner des Landes.

08:11 Uhr

Öl hält höheres Preisniveau - leichter Anstieg

Brent Rohöl
Brent Rohöl 59,06

Die Ölpreise sind nach der jüngsten Steigerung im Handel im frühen Handel stabil geblieben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 62,23 US-Dollar. Das waren acht Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 16 Cent auf 54,06 Dollar.

Gestern hatten die Ölpreise deutlich zugelegt. Hoffnungen auf geldpolitische Stützen durch die Europäische Zentralbank (EZB) sowie positive Signale im Handelsstreit zwischen den USA und China hatten für ein kräftiges Kursplus gesorgt. Als Stütze für die Ölpreise sehen Händler auch Meldungen, dass die Vereinigung Opec plus, dahinter stecken die Opec und weitere Ölförderländer wie Russland, kurz davor sind, sich auf ein Treffen im Juli zu einigen.

08:02 Uhr

Euro hält vor Fed-Entscheid still

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,12

Nach dem gestrigen Kursrutsch hat sich der Euro am Morgen stabil gehalten. Investoren warten auf Signale der US-Notenbank Fed in puncto einer möglichen geldpolitischen Lockerung in den USA. Der Euro kostete zuletzt 1,1190 US-Dollar und damit kaum weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1187 Dollar festgesetzt.

Zum Vergleich: Am Dienstagmorgen hatte der Euro noch einen halben Cent mehr gekostet. Dann aber stellte EZB-Präsident Mario Draghi bei einer Notenbankkonferenz in Aussicht, dass eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik notwendig werde, sollte sich der Wirtschaftsausblick nicht verbessern und die Inflation im Euroraum nicht anziehen.

07:55 Uhr

Airbus sucht Partner für US-Raumfahrtmarkt

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(Foto: REUTERS)

Die Rüstungs- und Raumfahrtsparte von Airbus ist auf der Suche nach Partnern für eine Expansion in den USA. Dort könnte der neue und wachsende Markt für Raumfahrttechnologie - auch "New Space" genannt - Experten zufolge ein Jahresvolumen von einer Billion Dollar erreichen.

Die Fertigung von mehr als 640 Satelliten für den Telekom-Startup OneWeb in Florida werde nun hochgefahren, sagte der Chef von Airbus Defence and Space, Dirk Hoke, während der Luftfahrtmesse in Paris.

  • "Wir halten zudem Ausschau nach neuen Partnern, mit denen wir unsere Präsenz in den USA ausbauen können."
07:48 Uhr

Nissan und Renault raufen sich zusammen

Die Zeichen stehen auf verbale Abrüstung: Die beiden Autobauer Nissan und Renault wollen Insidern zufolge den Streit über die Änderungen bei der Unternehmensführung der Japaner vor dem Nissan-Aktionärstreffen in der kommenden Woche beilegen. Die Franzosen, die mehr als 43 Prozent an Nissan halten, hatten den Partner unter Druck gesetzt. Der französische Autobauer hatte angedeutet, Nissans geplante neue Führungsstruktur zu blockieren, sollte Renault nicht mehr Mitsprache bei den Japanern bekommen.

Nissan will auf der Hauptversammlung über den Vorschlag abstimmen lassen, drei Ausschüsse im Board einzurichten. Die drei Gremien sollen sich mit Auditfragen, Ernennungen von Direktoren sowie mit der Vergütungen von Führungskräften befassen.

07:28 Uhr

Möbelhändler Steinhoff weiter mit tiefroten Zahlen

Steinhoff
Steinhoff ,06

Der angeschlagene Möbelhändler Steinhoff hat im vergangenen Geschäftsjahr 2017/18 erneut einen Milliardenverlust ausgewiesen, der allerdings nicht ganz so hoch ausfiel wie im Vorjahr. Wie aus dem wegen Bilanzunregelmäßigkeiten mit deutlicher Verzögerung veröffentlichten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 30. September 2018 hervorgeht, lag der Nettoverlust bei 1,2 Milliarden Euro nach einem Minus von 3,99 Milliarden Euro ein Jahr zuvor.

Die im SDax notierte Gesellschaft schrieb bei ihren Tochterunternehmen in dem Zeitraum Vermögenswerte im Wert von 940 Millionen Euro ab. Der Konzernumsatz erreichte 12,83 nach 12,49 Milliarden Euro.

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07:10 Uhr

Dax in Richtung Jahreshoch - Augen auf Fed gerichtet

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(Foto: picture alliance/dpa)

Auf eine gut behauptete Eröffnung am deutschen Aktienmarkt stellen sich Marktteilnehmer heute ein. Zwar sind nach der starken Aufwärtsbewegung von gestern kurzfristige Konsolidierungsansätze möglich, die frischen Kaufsignale nach dem Ausbruch aus der jüngsten Seitwärtsspanne dürften aber weiter arbeiten und den Dax Richtung Jahreshoch bei 12.436 Punkten treiben, hieß es am Markt. Sehr positiv sei, dass der gestrige Ausbruch auch von großen Umsätze begleitet worden sei. Vorbörslich notierte der Dax 0,2 Prozent höher bei 12.352 Zählern.

Nun sind alle Augen auf die US-Notenbank Fed gerichtet. "Die Hoffnung ist jetzt, dass es die Fed der EZB gleichtut", sagt Jochen Stanzl, Chefanalyst von CMC Markets. Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi zu einer lockereren Geldpolitik hatten gestern in Frankfurt ein Kursfeuerwerk ausgelöst.

06:51 Uhr

Mit Japans Exporten geht es weiter abwärts

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(Foto: AP)

Schlechte Nachrichten aus dem Land der aufgehenden Sonne: Die japanischen Exporte sind im Mai den sechsten Monat in Folge gesunken. Sie gingen binnen Jahresfrist um 7,8 Prozent zurück, wie das Finanzministerium in Tokio mitteilte. Damit beschleunigte sich der Abwärtstrend, nachdem es im April ein Minus von 2,4 Prozent gegeben hatte.

Vor allem die Ausfuhren aus der Halbleiterbranche und von Autoteilen nach China schwächelten. Hier bekam die exportorientierte japanische Wirtschaft besonders die Abkühlung der Weltkonjunktur und die Folgen des Handelsstreits zwischen China und den USA zu spüren.

06:42 Uhr

Ermutigende Handelssignale schieben Asien-Märkte an

Nikkei
Nikkei 22.492,68

Neue Hoffnung auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China hat den Aktienmärkten in Fernost Auftrieb gegeben. Die Ankündigung eines Treffens von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels in Japan Ende des Monats ermutige die Anleger, sagten Händler. Zudem schoben die anhaltenden Spekulationen auf eine Zinssenkung in den USA noch in diesem Jahr die Kurse an. Heute Abend wird sich die US-Notenbank Fed dazu äußern. Auch die Signale von EZB-Chef Mario Draghi für die Bereitschaft zu weiteren Konjunkturhilfen halfen dabei.

An der Tokioter Börse kletterte der Nikkei 1,7 Prozent auf 21.325 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um ein Prozent. Auch der chinesische Markt in Shanghai und die südkoreanische Börse in Seoul legten rund ein Prozent zu.