Montag, 07. Juni 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:41 Uhr

"Dax krabbelt weiter"

Ein Start mit Schwung sieht anders aus: Dennoch können die Anleger am deutschen Aktienmarkt mit dem Auftakt in die neue Handelswoche zufrieden sein, denn der Dax, der erst am Freitag erstmals über die Marke von 15.700 Punkten geschaut hatte, kann dieses Niveau halten. Leicht negativ in den Montagshandel gestartet, dreht er im Verlauf und markiert bei 15.732 Zählern ein neues Allzeithoch. Am Ende verabschiedet er sich dann doch mit einem Minus von 0,1 Prozent und 15.677 Punkten in den Feierabend.

Dax
Dax 15.448,04

"Der Dax krabbelt weiter - unbeeindruckt vom Wunsch der US-Finanzministerin Janet Yellen nach höheren Leitzinsen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta. "Auch wenn die Schritte nach oben kleiner werden, schafft der deutsche Leitindex zum Wochenstart ein neues Rekordhoch", erläutert er. "Die Stimmung unter den Anlegern bleibt gut."

Bei den Einzelwerten im Leitindex ziehen Conti nach einem positiven Analystenkommentar mit fast drei Prozent Kursplus an die Spitze der Indexgewinner. MTU und BMW folgen mit Aufschlägen von etwa 2 und 1,5 Prozent. Auf der Verliererseite stehen Linde mit einem Abschlag von rund zwei Prozent ganz oben. Delivery Hero verbilligen sich um knapp ein Prozent.

Linde plc
Linde plc 237,55
Continental
Continental 124,02

 

17:01 Uhr

Vergleich statt Millionenstrafe gegen Google: Alphabet-Kurs reagiert leicht

Bei den US-Einzelwerten zeigen sich die Aktien der Google-Mutter Alphabet mit einem Minus von 0,3 Prozent. Google hat gegen eine Strafzahlung von 270 Millionen Dollar mit den französischen Kartellbehörden einen Vergleich erzielt. In dem Kartellverfahren wird dem Unternehmen vorgeworfen, seine führende Rolle im digitalen Werbesektor zu missbrauchen. Das Verfahren ist weltweit eines der ersten in diesem Zusammenhang.

Alphabet
Alphabet 2.402,22

16:23 Uhr

US-Anleger bleiben vorsichtig

An der Wall Street haben sich die Anleger zum Wochenstart nicht aus der Deckung gewagt. Der breit gefasste S&P-500 tritt im frühen Handel bei 4231 Zählern auf der Stelle. Der Dow-Jones-Index zieht 0,2 Prozent auf 34.809 Punkte an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt dagegen leicht auf 13.805 Zähler nach. Investoren warten auf die am Donnerstag anstehenden US-Inflationsdaten für Mai, von denen sie sich weitere Hinweise auf einen möglichen Zeitpunkt für eine Straffung der ultralockeren Geldpolitik erhofften.

Wenig Nachhall fand die Einigung auf eine globale Mindeststeuer für Großkonzerne vom Wochenende. Die sieben führenden Industrieländer (G7) hatten sich auf ein Grundgerüst für eine weltweite Steuerreform mit einer Mindeststeuer für Großkonzerne von 15 Prozent geeinigt. Die unmittelbaren Auswirkungen auf den Markt seien aber minimal, da die Details in den kommenden Monaten noch verhandelt werden müssten, erläuterten Analysten.

16:14 Uhr

Immobilienkredite rücken im Fokus der Aufsichtsbehörden

Österreichs Notenbank rät Banken, sich auf den Zeitpunkt des Auslaufens der Corona-Zahlungsmoratorien vorzubereiten und mahnt zur Vorsicht bei der Vergabe für Wohnimmobilienkrediten. Um potentielle Systemrisiken frühzeitig abzuwehren, würden die Aufsichtsbehörden zunehmend darauf achten, dass die Geldhäuser nachhaltige Kreditvergabestandards einhalten, teilt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) mit. Die aktuellen Standards für die Vergabe von Wohnimmobilienkrediten würden den Schwellenwert für eine nachhaltige Kreditvergabe überschreiten, so die Notenbank in ihrem Bericht zur Finanzmarktstabilität.

"Bereits mehr als die Hälfte der Neukredite wird mit weniger als 20 Prozent eigenen Mitteln finanziert und bei einem Fünftel macht der Schuldendienst mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens aus", sagt Vize-Gouverneur Gottfried Haber. Die Verschuldungsquote der privaten Haushalte habe im Zuge der Pandemie den stärksten Zuwachs seit 15 Jahren verzeichnet. Die Zunahme sei sowohl auf eine höhere Kreditaufnahme als auch auf gesunkene Einkommen zurückzuführen, teilte die OeNB mit. Während die Konsumkredite erheblich zurückgingen, blieb das Wachstum der Wohnbaukredite angesichts günstiger Finanzierungsbedingungen und der anhaltenden Nachfrage nach Wohnraum bis zuletzt hoch.

15:39 Uhr

Analystenkommentar setzt Bürovermieter zu: größter Kurssturz binnen Jahresfrist

Ein pessimistischer Ausblick brockt IWG den größten Kurssturz seit einem Jahr ein. Die Aktien der Mutter des auch in Deutschland aktiven Bürovermieters "Regus" fallen in London zeitweise 18 Prozent auf ein Vier-Monats-Tief von 301 Pence. Das Unternehmen warnt wegen der Corona-Beschränkungen für das laufende Jahr vor einem erneuten Gewinnrückgang. 2020 war der Kernüberschuss um 17 Prozent auf umgerechnet 453 Millionen Euro geschrumpft. Das sei eine große Enttäuschung, da die Aussagen zum Geschäftsverlauf im ersten Quartal ermutigend gewesen seien, schreiben die Analysten des Brokerhauses Peel Hunt.

IWG
IWG 290,10

15:10 Uhr

Hellofresh auf Rekordkurs

Hellofresh setzen ihren Kursaufschwung fort. Der Kurs steigt zeitweise bis zu 2,6 Prozent auf 82,22 Euro und markiert neue Allzeithochs. Als nächstes könnte die 100er Marke angesteuert werden, so Thomas Bopp vom Magazin Traders'.

Obwohl die Aktie von 10 Euro kommt und besonders stark von der Pandemie profitiert hat, muss das Pandemie-Ende keine Trendwende bedeuten: Aus Anlegersicht interessant seien auch weiterhin Bereiche, in denen sich das Konsumverhalten dauerhaft verändert habe: "Zum Beispiel Premium-Anbieter von Tiernahrung und Essenslieferdienste", so die Anlagestrategen von Blackrock.

Hellofresh
Hellofresh 82,34

14:42 Uhr

Jeff Bezos fliegt mit eigener Raumfahrtfirma ins All

Amazon-Gründer Jeff Bezos will als erster Tourist in das Weltall fliegen. Bereits am 20. Juli will sich Bezos zusammen mit seinem Bruder in einer Maschine seiner eigenen Raumfahrtfirma Blue Origin auf den Weg machen. "Seit ich fünf Jahre alt war, habe ich davon geträumt, in das All zu reisen", so Bezos. Der Milliardär nimmt am ersten bemannten Flug der von ihm im Jahr 2000 gegründeten Firma teil. Wer ihn neben seinem Bruder begleitet, steht noch nicht fest. Jüngst hat Blue Origin eine Auktion gestartet. Mehr als 5200 Bieter aus 136 Ländern haben sich um einen Platz im Cockpit beworben. Das höchste Gebot in der laufenden zweiten Runde liegt bei 2,8 Millionen Dollar.

14:15 Uhr

G7-Mindeststeuerdeal setzt US-Tech-Riesen zu

Die Einigung der sieben größten Industrienationen (G7) auf einen weltweiten Mindeststeuersatz für Großkonzerne setzt US-Technologiefirmen zu. Die Aktien von Amazon, Apple, Facebook, Microsoft, Netflix und der Google-Mutter Alphabet fallen im vorbörslichen US-Geschäft um jeweils ein knappes Prozent.

Amazon
Amazon 2.936,00

Microsoft
Microsoft 259,43
Alphabet
Alphabet 2.402,22

 

13:57 Uhr

Studie zu Krebsmitteln gibt Morphosys nur kurz Auftrieb

Ermutigende Studienergebnisse zu einer Kombination zweier Krebsmedikamente schieben Morphosys vorbörslich zwar an, die Aktien steigen 2,4 Prozent. Halten können die Papiere den Aufschlag allerdings nicht, am frphen Nachmittag notieren die Anteilsscheine 2,3 Prozent im Minus. Den Angaben zufolge sprechen 57,5 Prozent der Patienten mit einem rezidiviertem oder refraktärem diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) auf die Behandlung mit Tafasitamab plus Lenalidomid an.

Morphosys
Morphosys 67,58

13:24 Uhr

Dax-Charttechnik: Weg Richtung 16.000 Punkte ist frei

Die charttechnische Lage am deutschen Aktienmarkt ist gut. Dank aus Marktsicht günstiger US-Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag scheint dem Dax ein nachhaltiger Anstieg über die Marke von 15.500 Punkten gelungen zu sein. Neue Rekordhochs zeichnen sich ab. Den nächsten größeren fundamentalen Impuls dürfte die EZB mit ihrer geldpolitischen Entscheidung am Donnerstag setzen. Ein Festhalten an ihrem ultralockeren geldpolitischen Kurs dürfte den Dax weiter nach oben treiben.

Für Marcel Mußler von den Mußler-Briefen gibt es keinen Zweifel mehr. Der Ausbruch über das alte Hoch bei 15.501 Punkten stehe unzweideutig und sei ein echter Fortschritt. Jetzt seien wieder die Bullen mit Anschlusskäufen gefordert, um möglichst schnell große Konsolidierungstoleranzen zwischen den Dax und das eben genannte Vorgängerhoch zu legen. Das nächste denkbare Hindernis verlaufe erst am mittelfristigen Aufwärtstrendkanal bei inzwischen schon 15.900 bis 15.950 Punkten.

Dax
Dax 15.448,04

13:11 Uhr

Dax markiert neues Allzeithoch

Nach einem leicht negativen Handelsstart bewegt sich der Dax am Mittag im positiven Terrain. Der deutsche Börsenleitindex zieht ins Plus und markiert bei 15.732 Punkten ein neues Allzeithoch. Erst am Freitag war der Dax erstmals über die 15.700er Marke geklettert - bis auf den Rekordstand von 15.705,90 Zählern. "Immer wenn es einen Rücksetzer am Aktienmarkt in den vergangenen Wochen gab, sind Investoren eingestiegen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf den Handelsverlauf.

12:37 Uhr

US-Futures deuten auf leichtes Minus zu Wochenbeginn

Zu Beginn der neuen Handelswoche deuten sich an der Wall Street leichte Abgaben an. Für den Future auf den S&P-500 geht es aktuell um 0,2 Prozent nach unten. Am Freitag hatte der Index auf dem zweithöchsten Stand seiner Geschichte geschlossen, nachdem der Arbeitsmarktbericht für den Mai die Inflationssorgen etwas gedämpft hatte. "Wir gehen davon aus, dass die Fed sich eher auf die vorsichtige Seite schlagen wird, als eine zu frühe Straffung zu riskieren", sagt UBS-Stratege Thomas Flury.

"Es fühlt sich fast so an, als würde der Markt stillstehen, bis wir mehr Klarheit über die Inflation und die Wachstumsaussichten haben", so Seema Shah, Chefstrategin bei Principal Global Advisors. "Der Markt hat keinen wichtigen Katalysator, der ihn nach oben treibt", ergänzt die Teilnehmerin. Auch die Agenda der US-Daten ist zu Wochenbeginn leer.

Am Wochenende hatte US-Finanzministerin Janet Yellen erklärt, dass etwas höhere Zinsen "aktuell ein Plus" für die Wirtschaft wären, nachdem Zinsen und Inflation ein Jahrzehnt zu niedrig gewesen seien. Yellen hatte zudem gesagt, die Ausgabenpläne von US-Präsident Joe Biden in Höhe von 4 Billionen Dollar seien positiv für die Wirtschaft, auch wenn sie die Inflation nach oben trieben und in höheren Zinsen resultierten. "Dass Yellen über die Idee höherer Zinsen spricht, ist nicht schockierend, aber ich denke, der Markt ist extrem nervös", ergänzt Shah.

12:19 Uhr

Smartphone-Verkäufe steigen um mehr als ein Viertel

Smartphones sind in der Corona-Pandemie weiterhin stark gefragt. Im ersten Quartal legten die Verkäufe um 26 Prozent auf fast 378 Millionen Geräten zu, teilt das Marktforschungsunternehmen Gartner mit. "Bessere Aussichten für Verbraucher, anhaltendes Lernen und Arbeiten von zu Hause aus sowie die aufgestaute Nachfrage aus dem Jahr 2020 haben den Absatz von Smartphones im ersten Quartal angekurbelt", sagt Gartner-Experte Anshul Gupta. Verbraucher gäben nun wieder Geld für Luxusartikel aus. Zudem seien im Vergleichszeitraum vergleichsweise wenig Smartphones verkauft worden.

Samsung Electronics knüpfte Apple zum Jahresstart den im Weihnachtsgeschäft gewonnenen Thron wieder ab und nahm mit mehr als 76 Millionen verkauften Smartphones den Spitzenrang ein. Bei Kunden kamen besonders Geräte, die weniger als 150 Dollar kosteten, gut an. Apple landete mit knapp 58,6 Millionen iPhones auf dem zweiten Rang. Die Nachfrage wurde erneut von den 5G-fähigen Modellen wie dem iPhone 12 angeschoben. "5G wird der Hauptwachstumstreiber für Apple 2021 bleiben", sagt Gupta. Hinter Apple reihten sich die drei chinesischen Anbieter Xiaomi, Vivo und Oppo ein. 

Apple
Apple 109,52
Samsung Electronics
Samsung Electronics 80.500,00

 

12:00 Uhr

Cherry strebt an die Börse

Der deutsche Hersteller von Computer-Mäusen und Tastaturen sowie Gaming-Geräten, Cherry, strebt an die Börse. Noch vor der Sommerpause solle der Börsengang, der ein Volumen von mindestens 140 Millionen Euro haben werde, abgeschlossen sein, teilt Cherry mit. Geplant ist eine Neuemission von Aktien sowie eine Umplatzierung bestehender Anteilscheine. Cherry strebt eine Notierung im streng regulierten Segment Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse an. 2021 will Cherry den Umsatz um 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau von 130 Millionen Euro steigern. Mittelfristig peile das Management ein starkes zweistelliges organisches Umsatzwachstum pro Jahr an.

11:12 Uhr

Conti-Kurs klettert auf Jahreshoch

Conti-Aktien steigen auf neue Jahreshochs: Mit zeitweise 131 Euro haben sie das bisherige Jahreshoch von 130,85 Euro leicht übertroffen. Darüber gelten die 2019er Hochs um 133 bis 134 als Hürde. "Sollte der Kurs auch diese überwinden, würde sich Potenzial bis in den Bereich um 150 Euro erschließen", so ein Marktanalyst. Aktuell notieren sie 1,3 Prozent fester bei 130,38 Euro.

Continental
Continental 124,02

10:50 Uhr

Atom-Gespräche mit Iran? Ölpreise reagieren

In Erwartung einer neuen Runde bei den Atom-Verhandlungen mit dem Iran machen Rohöl-Anleger Kasse. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,6 Prozent auf 71,49 Dollar je Barrel, nachdem ihr Preis zuvor auf ein Zweijahreshoch von 72,27 Dollar gestiegen war. Investoren erwarteten eine Rückkehr iranischen Öls auf den Weltmarkt, sagt Avtar Sandu, Manager beim Brokerhaus Phillips Futures. "Ich glaube aber nicht, dass ein Deal vor den iranischen Präsidentschaftswahlen zustande kommt."

Brent Rohöl
Brent Rohöl 73,51
WTI Oil
WTI Oil 71,62

 

10:26 Uhr

25 Prozent: Astrazeneca-Deal beschert Medizintechnikunternehmen Kurssprung

Eine Vereinbarung zum weltweiten Vertrieb des Corona-Tests von Astrazeneca beschert Netscientific einen Kurssprung. Die Aktien der Medizintechnikfirma steigen in London um 25 Prozent auf 94 Pence. Den Angaben zufolge erhält die Pharmafirma für den Blut-Antikörpertest im Gegenzug eine Umsatzbeteiligung in nicht genannter Höhe.

AstraZeneca
AstraZeneca 97,48

 

10:05 Uhr

Unerwartetes Auftragsminus: Deutsche Industrie schwächelt

Die deutsche Industrie hat im April wegen der schwächelnden Nachfrage aus dem Inland überraschend weniger Aufträge an Land gezogen als im Vormonat. Die Bestellungen sanken seit März um 0,2 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt. Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet, nachdem es zuvor drei Anstiege in Folge gegeben hatte. Dabei wuchsen die Aufträge im Vormonat März mit revidiert 3,9 Prozent deutlich stärker als zunächst mit 3,0 Prozent gemeldet. Gemessen am Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie, liegen die Bestellungen nun um 9,9 Prozent höher. Verglichen mit April 2020 - dem ersten vollen Lockdown-Monat - schnellten sie sogar um 78,9 Prozent nach oben.

Die Aufträge aus dem Inland schrumpften diesmal um 4,3 Prozent zum Vormonat. Das Auslandsgeschäft wuchs dagegen um 2,7 Prozent. Dabei nahmen die Bestellungen aus der Euro-Zone um 0,7 Prozent zu, die aus dem restlichen Ausland um 3,8 Prozent. Gefragt waren beispielsweise Investitionsgüter wie Maschinen und Fahrzeuge: Hier zog die Nachfrage um insgesamt 0,2 Prozent an, die nach Konsumgütern sogar um 1,4 Prozent. Hersteller von Vorleistungen meldeten ein Minus von 1,0 Prozent.

09:52 Uhr

Pandemie-Entspannung stützt Einzelhandelswerte

Die weiter rückläufigen Inzidenz-Zahlen in der Coronavirus-Pandemie und die Aufhebung der Impf-Priorisierung stützt die Stimmung für die Einzelhandels-Aktien. "Titel wie Metro sollten von der zunehmenden Durchimpfung der Bevölkerung profitieren", sagt ein Marktteilnehmer. Die fortschreitende Normalisierung rücke solche Titel nun in den Vordergrund. Metro-Papiere legen 1,7 Prozent zu.

09:09 Uhr

Rekord-Dax startet in "spannende Börsenwoche"

Am Freitag blickt der Dax erstmals über die 15.700er Marke, schließt dann leicht darunter. Zum Start in die neue Börsenwoche kann der deutsche Börsenleitindex das Niveau in etwa halten, verliert nur leicht. Er notiert 0,3 Prozent im Minus bei 15.646 Punkten. "Der Abschlag hält sich in Grenzen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Wenn die EZB in dieser Woche überrascht, sagen einige Marktteilnehmer, dann sei der Weg in Richtung 16.000 Zähler frei", erläutert sie und verweist auf die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank in dieser Woche: "Es wird eine spannende Börsenwoche."

08:51 Uhr

Daimler-Chef: Aktionäre machen bei Klima Druck

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Ola Källenius

(Foto: REUTERS)

Das ist doch mal bemerkenswert: Daimler-Chef Ola Källenius begrüßt die laufende Debatte um steigende Spritpreise.

  • "Weil die wahren Kosten nicht auftauchten, die Klimaschädlichkeit, haben wir 135 Jahre an Benzin und Diesel festgehalten", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

Individuelle Mobilität dürfe aber kein Luxus werden, forderte der Automanager.

  • "Mein Gerechtigkeitsempfinden als Bürger sagt mir: Nicht nur Wohlhabende sollten sich Mobilität leisten können", sagte Källenius weiter. Der Staat könne dies etwa über "verteilungspolitische Werkzeuge" lösen.

Entscheidend für die Abkehr von der Verbrennertechnik seien für ihn neben dem Druck aus der Bevölkerung vor allem die Botschaften aus dem Kapitalmarkt gewesen.

  • "Die Aktionäre erklären mir: Wenn du keinen glaubwürdigen Weg in Richtung Klimaneutralität hast, wird dir unser Geld in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen", so Källenius.
08:41 Uhr

Plus in Japan, China hat zu kämpfen

Nikkei
Nikkei 27.980,87

Enttäuschende chinesische Konjunkturdaten machen der Börse Shanghai zu schaffen. Sie notierte kaum verändert bei 3593 Punkten. Der japanische Nikkei stieg dagegen um 0,3 Prozent auf 29.023 Zähler. Hier wirke der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag nach, sagte ein Analyst. Auf Basis dieser Zahlen bestehe für die Notenbank Fed keine Eile, mit der Diskussion über eine Straffung der geldpolitischen Zügel zu beginnen.

In China drückten hinter den Erwartung gebliebene Exportdaten auf die Stimmung. Die wieder steigenden Corona-Fallzahlen in einigen Regionen hätten offenbar den Güterumschlag in einigen Häfen ausgebremst.

08:27 Uhr

Thyssenkrupp-Aktie vorbörslich im Aufwind

Ein positiver Analystenkommentar ermuntert Anleger am Montag zum Einstieg bei Thyssenkrupp. Die Aktien des Stahlhändlers steigen im Geschäft von Lang & Schwarz um ein Prozent auf etwa 9,75 Euro. Die Experten der Credit Suisse haben ihr Kursziel für die Titel auf 15,80 von 14,70 Euro angehoben.

07:53 Uhr

Düstere Vorhersage zum Thema Chip-Knappheit

Die globale Chip-Knappheit, die die Autoindustrie hemmt und die Versorgung mit Konsumgütern bedroht, wird noch mindestens ein Jahr andauern, warnt einer der weltweit größten Elektronik-Auftragsfertiger. Die Prognose von Flex, dem weltweit drittgrößten Hersteller dieser Art, ist laut "Financial Times" eine der bisher düstersten für eine Krise, die Auto- und Unterhaltungselektronikkonzerne dazu zwingt, ihre globalen Lieferketten zu überdenken.

Ein rapider Aufschwung bei den Fahrzeugverkäufen in Kombination mit einem durch die Lockdowns ausgelösten Boom bei Spielkonsolen, Laptops und Fernsehern hat die weltweiten Chiphersteller mit dem starken Anstieg der Nachfrage überfordert. Das in Singapur ansässige Unternehmen Flex hat mehr als 100 Standorte in 30 Ländern.

07:46 Uhr

Ölpreise gehen etwas runter

Die Ölpreise sind im frühen Handel leicht gefallen. Zuvor hatten sie abermals mehrjährige Höchststände markiert. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 71,57 US-Dollar. Das waren 32 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI sank um 25 Cent auf 69,37 Dollar. Wenige Stunden zuvor war der WTI-Preis erstmals seit Oktober 2018 auf 70 Dollar gestiegen. Brent kostet zurzeit so viel wie zuletzt vor gut zwei Jahren.

Getrieben werden die Erdölpreise vor allem durch die Aussicht auf eine kräftige konjunkturelle Erholung auf Grundlage fortschreitender Corona-Impfungen.

07:24 Uhr

In Zeit der Lieferengpässe: Bosch eröffnet heute Chipfabrik

Auflauf heute in Dresden: Der Automobilzulieferer Bosch eröffnet nämlich in der sächsischen Landeshauptstadt eine neue Chipfabrik. Dies geschieht ausgerechnet in einer Zeit, in der die gesamte Autoindustrie und viele andere Branchen unter massiven Lieferengpässen bei Halbleitern leiden.

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Die neue Bosch-Halbleiterfabrik in Dresden.

(Foto: dpa)

Seit 50 Jahren baut Bosch als einziger Automobilzulieferer im großen Stil Halbleiter selbst. In der Vorzeigefabrik soll Künstliche Intelligenz erstmals massiv und durchgehend zum Einsatz kommen.

07:05 Uhr

Anleihendebatte läuft - Dax noch etwas schläfrig

Dax
Dax 15.448,04

Mit einer knapp behaupteten Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler für den heutigen Handelstag. In Frankfurt notierte der Dax am Morgen vorbörslich wird am frühen Morgen 0,1 Prozent niedriger bei 15.679 Punkten. Der US-Dollar zog wieder etwas an, die Rohstoffpreise kamen deutlich zurück.

  • "Das ist eine Gegenbewegung auf die Entwicklung vom Freitagnachmittag", sagt ein Händler. Die hohe Risikobereitschaft wird nun wieder etwas eingeschränkt", ergänzt er.

Im Blick steht nach wie vor die Tapering-Frage. Alle Aussagen zu einer Rückführung der Anleihenkäufe könnten die Volatilität wieder erhöhen, heißt es am Markt.

06:45 Uhr

Yellen will etwas höhere US-Leitzinsen

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(Foto: REUTERS)

Na, das wird für Unruhe an den internationalen Börsen sorgen. Nach Ansicht von US-Finanzministerin Janet Yellen wären etwas höhere Leitzinsen vorteilhaft für die Vereinigten Staaten. Das billionenschwere Ausgabenprogramm von Präsident Joe Biden wäre gut für die USA, auch wenn es zu einer höheren Inflation und zu höheren Zinsen beitragen würde, sagte Yellen gegenüber Bloomberg.

  • "Wir haben gegen die Inflation, die zu niedrig ist, und Zinsen, die derzeit zu niedrig sind, seit einer Dekade gekämpft", ergänzte die ehemalige Notenbank-Chefin.
  • Wenn die Zinsen wieder ein normales Niveau erreichen würden, wäre das "keine schlechte Sache".

Biden will der US-Wirtschaft mit einem billionenschweren Infrastrukturprogramm aus der Corona-Krise helfen. Damit sollen vor allem Jobs für Arbeiter und die Mittelschicht geschaffen werden.

06:35 Uhr

Auch Tesla-Logistiklager in Deutschland? Musk wiegelt nicht ab

Elon Musk, Tesla-Chef, steht auf der Baustelle der Tesla-Fabrik und winkt. Foto: Christophe Gateau/dpa

Elon Musk bei seinem Kurzbesuch im Mai in Grünheide.

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

Wird Tesla noch größer in Deutschland? Konzernchef Elon Musk schließt den Bau eines Logistiklagers in der Bundesrepublik nicht aus. Auf die Frage eines Twitter-Nutzers, ob es nicht ein derartiges Lager für Europa in Deutschland geben könne, antwortete Musk: "Vielleicht".

Der weltgrößte Elektroautohersteller baut derzeit im brandenburgischen Grünheide sein erstes Werk in Europa. Mit der Autoherstellung kann nach Lage der Dinge Ende des Jahres begonnen werden. Tesla will auch eine Batteriefabrik im Land Brandenburg errichten und hat deswegen den Genehmigungsantrag für den Bau der Autofabrik erweitert und eingereicht.

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06:24 Uhr

Chinas Außenhandel legt kräftig zu, aber unter Erwartungen

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(Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Der chinesische Außenhandel hat im Mai erneut zulegen können. Nach Angaben der Pekinger Zollbehörde, stiegen die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft im Vergleich zum Mai des Vorjahres um 27,9 Prozent auf 263,9 Milliarden US-Dollar (etwa 216,9 Milliarden Euro). Die Importe machten einen Sprung um 51,1 Prozent auf 218,4 Milliarden Dollar.

 Die außergewöhnlich hohen Zuwächse im Vorjahresvergleich erklären sich zum Teil  damit, dass der Welthandel wegen der Corona-Pandemie damals stark eingebrochen war. Zwar geht es nun bereits seit Monaten für den Außenhandel weiter bergauf, jedoch hatten Analysten für den Mai im Durchschnitt mit einer noch stärkeren Erholung gerechnet. China, das die Corona-Krise schon lange überwunden hat, war mit einem Rekordwachstum ins neue Jahr gestartet. Die Wirtschaft wuchs in den ersten drei Monaten um 18,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres.

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06:15 Uhr

Anleger in Asien zögerlich - Nikkei klettert etwas

Die Anleger in Asien sind zu Wochenbeginn zwischen Erleichterung über positive US-Arbeitsmarktberichte und der Vorsicht vor wichtigen Inflationsdaten im Laufe dieser Woche geschwankt. "Die Daten waren perfekt für einen Goldlöckchen-artigen Ausblick für Risiken: Nicht zu hoch, um Ängste vor einer übereilten Reduzierung der Anleihekäufe der Fed zu schüren, und nicht zu tief, um sich um die Aussichten für die Erholung zu sorgen", sagte Marktstratege John Briggs von NatWest. Die Aufmerksamkeit der Börsianer richte sich nun auf den US-Verbraucherpreisbericht am Donnerstag.

In Tokio lag der Nikkei 0,4 Prozent höher bei 29.040 Punkten. Der breiter gefasste Topix blieb unverändert und lag bei 1959 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,5 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der US-Dollar 0,1 Prozent auf 109,56 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,4007 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,8992 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,2165 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0941 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,4141 Dollar.

Nikkei
Nikkei 27.980,87

05:51 Uhr

Das wird heute für den Dax wichtig

Der deutsche Aktienindex hat zum Wochenschluss am vergangenen Freitag einmal mehr ein neues Allzeithoch erreicht, damit bleibt laut CMC Markets der Aufwärtstrend intakt. Ob heute Anschlusskäufe oder Gewinnmitnahmen das Bild in Frankfurt dominieren, bleibt abzuwarten. Alles in allem seien die Börsenampeln auf grün.

Ob er Dax dieses Kursniveau wird halten oder sogar ausbauen können, dürfte entscheidend von der geldpolitischen Entscheidung der EZB in dieser Woche abhängen. Eine Minderheit von Analysten glaubt, dass die EZB eine Reduzierung der PEPP-Anleihekäufe signalisieren werde. Sollte die EZB das nicht tun, könnte das an den Börsen mit steigenden Notierungen quittiert werden. Die größten Risiken für die hiesigen Märkte gehen aber von der Wall Street aus.

Die geldpolitische Sitzung der EZB hat das Potenzial, die Börsen zu bewegen. Dafür sprechen die unterschiedlichen Erwartungen der Anleger über deren Ausgang. So rechnet etwa Goldman Sachs damit, dass der EZB-Rat beschließen werde, das monatliche Tempo seiner Anleihekäufe unter dem Pandemiekaufprogramm PEPP im dritten Quartal leicht zu bremsen. Morgan Stanley glaubt dagegen, dass die EZB die PEPP-Käufe mit einem erhöhten Monatsvolumen (von 80 bis 90 Milliarden Euro) fortführen werde.

Sollte die EZB in der kommenden Woche das Kauftempo also beibehalten, stehen die Chancen auf neue Allzeithochs im Dax gut. Schnell könnte sich dann Anschlusspotenzial Richtung 16.000 Punkte ergeben. Daran dürften auch die hohen Bewertungen im Dax nichts ändern. Denn die Unternehmensgewinne erholen sich kräftig, und dieser Trend sollte sich im zweiten Quartal fortsetzen, auch wenn die chinesische Wirtschaft nach der starken Rally erste Ermüdungserscheinungen erkennen lässt.

Wie der Handelstag am vergangenen Freitag verlaufen ist, können Sie hier nachlesen.

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