Freitag, 04. Juni 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Juliane Kipper
18:00 Uhr

Dax stellt nach zähem Verlauf neuen Rekord auf

Dax
Dax 15.448,04

Die Hausse am deutschen Aktienmarkt hat sich zum Wochenschluss fortgesetzt. Der Dax steigt um 0,4 Prozent auf 15.693 Punkte, das war der bisher höchste Schlussstand. Den neuen Verlaufsrekord markiert der deutsche Leitindex im späten Handel mit knapp 15.706 Punkten.

Marktteilnehmer zeigten sich erleichtert über die neuen US-Arbeitsmarktdaten. Zwar waren die Stundenlöhne schneller gestiegen als erwartet, die Zahl der neu geschaffenen Stellen lag aber unter den Prognosen. "Da die US-Notenbank vor einer geldpolitischen Wende Vollbeschäftigung anstrebt, hat sie vor allem die Zahl der neuen Stellen im Blick", sagte ein Marktteilnehmer. Deshalb hätten die Sorgen vor einer strafferen Geldpolitik nun wieder nachgelassen. Davon profitierten vor allem Wachstumsaktien, da diese zuletzt unter den Sorgen vor höheren Zinsen stärker gelitten hatten. Nun erholte sich der TecDAX um 1 Prozent.

Delivery Hero
Delivery Hero 107,95

Im Dax stiegen Delivery Hero um 2 Prozent, SAP um 1,1 Prozent und Infineon um 1 Prozent. Aber auch so genanntes defensives Wachstum war gefragt, davon profitierten Pharmawerte wie Merck, die um 2,1 Prozent zulegten. Morphosys konnten sich nach dem jüngsten Kurssturz um 5,6 Prozent erholen.

Im Immobilienbereich wurde die Stimmung zudem von der anhaltenden Übernahmefantasie gestützt. Nachdem in Österreich S Immo ein Angebot von Immofinanz abgelehnt hatte, ging es mit Vonovia um 1,2 Prozent nach oben.

Auf der Verliererseite ganz oben standen MTU mit einem Minus von 1,4 Prozent. Deutsche Bank fielen um 1,3 Prozent, in Europa litt die gesamte Branche unter den nach hinten verschobenen Zinswendeszenarien. Und exportorientierte Titel wurden vom nun wieder schwächeren Dollar gebremst. Daimler gaben 0,5 Prozent ab und VW 0,4 Prozent. Auto1 steigen in den MDAX auf Auto1 werden zum Schlusskurs am 18. Juni in den MDAX aufsteigen. Das hat die Börse nach der Überprüfung der Indizes der DAX-Familie angekündigt. Auto1 gewannen 3,4 Prozent auf 40 Euro.

17:06 Uhr

Dollar gibt nach, Gold zieht an

Der Dollar gerät mit den Daten und sinkenden Marktzinsen unter Druck, der Dollarindex sinkt um 0,5 Prozent. Anleger preisten geldpolitische Straffungen zum Teil wieder aus, heißt es. Dazu passend sinken die Renditen am Rentenmarkt über sämtliche Laufzeiten.

Den klaren Gewinner stellt Gold. Die Feinunze verteuert sich merklich mit den Daten, was aber zu einem Großteil der Dollarschwäche geschuldet ist. Aber Anleger sähen in dem robusten Stellenzuwachs keinen Grund, ihre Inflationserwartungen zu überdenken, heißt es mit Blick auf das Edelmetall. Gerade die Entwicklung der Stundenlöhne spiele dem Edelmetall als klassischem Inflationsschutz in die Karten.

16:47 Uhr

Dax steigt auf neues Allzeithoch

Dax
Dax 15.448,04

Der Dax steigt auf ein neues Allzeithoch. Mit 15.693 Punkten hat er das bisherige um knapp 8 Punkte übertroffen. Marktteilnehmer zeigen sich erleichtert über die US-Daten. Zwar sind die Stundenlöhne schneller gestiegen als erwartet, die Zahl der neu geschaffenen Stellen liegt aber unter der Prognose.

"Da die US-Notenbank vor einer geldpolitischen Wende aber Vollbeschäftigung anstrebt, hat sie vor allem die Zahl der neuen Stellen im Blick", sagt ein Marktteilnehmer. Deshalb lasse die Erwartung einer schnellen geldpolitischen Wende nun nach.

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16:20 Uhr

Slack profitiert von starken Zahlen

Slack
Slack 36,78

Unter den Einzelaktien steigen Ford um weitere 2,8 Prozent, nachdem der Automobilhersteller positive Absatzzahlen bekannt gegeben hat. Broadcom (+1,5%) überrascht positiv mit Geschäftszahlen. Umsatz und Ergebnis lagen im zweiten Geschäftsquartal über den Erwartungen. Zudem gab das Unternehmen einen optimistischen Ausblick auf das laufende dritte Geschäftsquartal.

Auch die Slack-Aktie (+0,8%) profitiert von starken Geschäftszahlen - das Unternehmen hat mehr verdient als erwartet und einen Rekordzuwachs bei der Nutzerzahl vermeldet.

Docusign (+12,6%), ein Anbieter digitaler Vertragshilfsmittel, schnitt mit Quartalszahlen und Ausblick besser als gedacht ab. Five Below springen um 4,5 Prozent in die Höhe, der Einzelhändler verbuchte eine regelrechte Umsatzexplosion von 197,6 Prozent auf Jahressicht. Asana schießen um 8,6 Prozent empor. Die Software-Gesellschaft hob nach Geschäftszahlen klar oberhalb der Marktprognose den Ausblick an.

16:15 Uhr

Wall Street eröffnet fester

Die Wall Street startet mit einem für Beruhigung sorgenden Arbeitsmarktbericht im Rücken freundlich. Zwar ist die Arbeitslosenquote im Mai niedriger als erwartet ausgefallen, das trifft aber auch auf die neu geschaffenen Stellen zu. Der Anstieg der Stundenlöhne lag wiederum deutlich über den Prognosen. Kurz nach der Eröffnung steigt der Dow-Jones-Index um 0,3 Prozent auf 34.692 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite ziehen um 0,6 bzw. 1,1 Prozent an.

16:03 Uhr

Das sollten Anleger zum "Grünen Dax" wissen

Der Druck auf Unternehmen, nachhaltig zu wirtschaften, steigt. Auch Investoren schauen genauer hin, ob Konzerne grüner produzieren. Die Deutsche Börse reagiert und schafft den als "Grünen Dax" bezeichneten Dax ESG Target Index. Was Anleger dazu wissen sollten, erläutert David Wenicker von BlackRock.

15:23 Uhr

US-Jobdaten reißen Dax nicht aus seiner Lethargie

Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht hat den Dax am Nachmittag nicht mehr aus seiner Lethargie gerissen. Der deutsche Leitindex blieb mit 15.645 Punkten und plus 0,08 Prozent aber nicht weit weg von seinem Rekordhoch. In den USA fiel der Beschäftigungsaufbau im Mai schwächer als erwartet aus. Sorgen am Markt, die Geldpolitik der Notenbanken könnte bald weniger expansiv werden, dürften abgemildert werden. Allzu optimistische Wachstumserwartungen hingegen könnten etwas gedämpft werden.

15:20 Uhr

US-Beschäftigtenzahl steigt im Mai verhaltener als erwartet

Die Beschäftigtenzahl in den USA ist im Mai außerhalb der Landwirtschaft weniger stark als erwartet gewachsen, während die Arbeitslosenquote etwas stärker als prognostiziert sank und die Stundenlöhne unerwartet deutlich zulegten. Nach Mitteilung des Ministeriums erhöhte sich die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 559.000. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Zuwachs von 671.000 prognostiziert. Für April meldete das Ministerium einen revidierten Zuwachs von 278.000 (vorläufig: 266.000) und für März ein Plus von 785.000 (770.000). In beiden Monaten kamen damit 27.000 Jobs mehr als bisher bekannt hinzu.

14:41 Uhr

Facebook steuert auf schlechtesten Börsentag seit mehr als zwei Wochen zu

Facebook
Facebook 329,66

Facebook fallen vorbörslich um 1,3 Prozent. Damit steuern sie auf den schlechtesten Börsentag seit mehr als zwei Wochen zu. Die EU-Kartellbehörde ermittelt, ob das weltgrößte Online-Netzwerk gegen EU-Regeln verstößt. Es geht um die Nutzung von Informationen von Werbenden auf der Marktplatz-Plattform, um gegen diese im Anzeigengeschäft zu konkurrieren.

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14:17 Uhr

Möglicher Panda-Nachwuchs lässt Kurse in Tokio in die Höhe schießen

Die Hoffnung auf die Geburt eines Panda-Babys in Tokio sorgt auch an der Börse für Vorfreude: Die Kurse einer Restaurantkette, die eine Filiale nahe dem Ueno-Zoo betreibt, schossen in die Höhe. Die Aktie des chinesischen Unternehmens Totenko legte zwischenzeitlich um fast 30 Prozent zu und schloss mit einem Plus von knapp zehn Prozent zum Vortag.

Die Wertpapiere des Konkurrenten Seiyoken stiegen um fast acht Prozent. Die Investoren hoffen auf zusätzliche Einnahmen für die Restaurants aufgrund der erwarteten Besucherströme nach der Geburt eines Panda-Babys. Der Ueno-Zoo, der seit heute nach fünfmonatiger Corona-Zwangspause wieder geöffnet ist, hatte mitgeteilt, dass bei Panda-Weibchen Shin Shin Anzeichen einer Schwangerschaft zu beobachten seien. Für eine Bestätigung sei es aber noch zu früh, betonte Tokios Gouverneurin Yuriko Koike.

13:36 Uhr

US-Stundenlöhne im Blick: "Blutbad befürchtet"

Der Konsens geht für Mai von 671.000 neuen Stellen nach 266.000 im April aus. "Die Flüsterschätzungen liegen aber um 800.000 und das bei einer Bandbreite von 600.000 bis über 1 Million", heißt es. Besonders werde auf die Entwicklung der Stundenlöhne geschaut: Denn für viele Jobs müssten schon "Welcome"-Prämien von vielen Hundert Dollars bezahlt werden, noch zusätzlich zu höheren Löhnen, um sie überhaupt zu besetzen. Einige Volkswirte befürchten, dass steigende Löhne eine Inflationsspirale auslösen könnten, wie dies in den 70er-Jahren der Fall war. "Bei hohen Inflationsindikatoren ist ein Ausverkauf an den Anleihenmärkten möglich, es droht sogar ein regelrechtes Blutbad", sagt ein Marktteilnehmer.

12:53 Uhr

Nach "Prognose-Debakel": Anleger warten gespannt auf US-Arbeitsmarktdaten

Bei überschaubarer Nachrichtenlage richten sich die Blicke auf die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag. Die Spannung bei den Daten ist diesmal besonders hoch nach dem "Prognose-Debakel" der Volkswirte bei der letzten Veröffentlichung. Händler betonen daher, man könne zwar "rechnerisch immer einen Konsens ausrechnen", dieser spiegele aber keine Verbreitung in der Marktmeinung wider. "Jedes Institut dürfte mit seinen hauseigenen Schätzungen arbeiten", so ein Teilnehmer.

12:13 Uhr

Quarantänepflicht drückt britische Airlines

Unter Druck gerieten die Aktien britischer Fluggesellschaften. Aktien von British Airways-Besitzer IAG, Wizz Air und EasyJet rutschten zwischen ein und zwei Prozent ab, nachdem Großbritannien sieben Länder auf seine "rote Liste" gesetzt hat. Bei einer Reise in eines der Länder, darunter Ägypten und Sri Lanka, ist bei der Rückkehr nach England eine Hotelquarantäne erforderlich.

Auch die Papiere von Ryanair sackten 1,5 Prozent ab, obschon Chef Michael O'Leary optimistisch auf die Sommersaison blickte. "Wenn die Menschen im Juli und August reisen, wird es keine Einschränkungen für Reisen nach und von, zwischen, Großbritannien und Europa geben, aufgrund des Erfolgs der Impfstoffe und der Tatsache, dass die Impfstoffe gegen diese Variante wirksam sind", sagte der Ryanair-Chef der BBC.

11:36 Uhr

Auto1 wird Hauptsponsor von Fußball-Bundesligist

Der Onlineshop der Auto1 Group SE, Autohero, wird neuer Hauptsponsor von Hertha BSC. Künftig werde das Emblem des Berliner Onlineshops auf der Brust der Herthaner zu sehen sein, weitere umfassende Werbemaßnahmen seien im Vereinsumfeld geplant, teilte der Gebrauchtwagenhändler mit. Die Zusammenarbeit soll zum 1. Juli 2021 starten. Finanzielle Angaben zur Partnerschaft wurden nicht gemacht.

10:21 Uhr

Bankensektor muss Federn lassen

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,94

Der in diesem Jahr bislang stark gelaufene europäische Bankensektor lässt Federn. Deutsche Bank waren mit minus 0,7 Prozent der zweitschwächste Wert. Schwächer mit minus 1,1 Prozent waren nur noch die Anteile des Triebwerkbauers MTU. Vorne gewannen die Papiere des Kunststoffkonzerns Covestro 1,1 Prozent.

Unter den Favoriten im MDax kletterten die Anteile des Konsumgüterherstellers Beiersdorf nach einer doppelten Hochstufung durch die Citigroup mit einem Plus von eineinhalb Prozent wieder deutlich über die 100-Euro-Marke. Die Papiere des Kochboxenversenders Hellofresh stiegen auf ein Rekordhoch, zuletzt verteuerten sie sich um zwei Prozent. Hochtief dagegen fielen als Schlusslicht um 3,4 Prozent auf ein Tief seit November, nachdem Oddo BHF die Aktien des Baukonzerns abgestuft hatte.

09:55 Uhr

Immobilienaktien weiter auf dem Vormarsch

Mit weiter steigenden Kursen bei den Immobilienaktien rechnen Händler in den kommenden Wochen. Der Übernahmeversuch von S Immo durch Immofinanz zeige, dass die Konzentrationswelle in der Immobilienwirtschaft ungebremst weitergehe. "Nach der Übernahme von Deutsche Wohnen durch Vonovia und den ersten Diskussionen über eine Normalisierung der Zinsen war das erwartet worden", so ein Händler. In Wien hatte am Vorabend S Immo (-0,7%) das Angebot von Immofinanz (+0,4%) für 22,25 Euro je Aktie als "unattraktiv" abgelehnt. Vonovia steigen im frühen Geschäft um 0,4 Prozent.

09:22 Uhr

Dax in Rekordnähe

Dax
Dax 15.448,04

Vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts bleibt der Dax im frühen Freitagshandel in Reichweite seines Rekordhochs von 15.685 Punkten. Er stand zuletzt bei 15.652 Punkten, das waren 0,13 Prozent mehr als am Vortag. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen rückte um 0,12 Prozent auf 33 506,74 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,1 Prozent.

In den USA konnten sich die Anleger am Donnerstag zwar über starke Signale vom Arbeitsmarkt freuen, sie machen sich aber umso mehr Sorgen um die Kehrseite der Wirtschaftserholung - die Inflations- und Zinsentwicklung. Entsprechend zurückhaltend agierten die Anleger aktuell an der Wall Street. Ihre Bestmarken hatten Dow und S&P 500 vor etwa vier Wochen erreicht.

08:57 Uhr

MDax-Aufnahme könnte Auto1 nach Platzierung stützen

Die Aktie von Auto1 findet durch die bevorstehende Aufnahme in den MDax stärkere Beachtung. Die Platzierung des Papiers im Mittelwerte-Index könnte stützend wirken, hieß es im Handel. Bereits die Aufnahme in den Stoxx-600 sei gut für die Nachfrage durch ETFs und Institutionelle Investoren gewesen.

"Das hätte bestimmt zu steigenden Kursen geführt, wenn sie am Mittwoch nicht die Stimmung durch diese Platzierung verdorben hätten", meint ein Händler. Die Platzierung von 4,6 Prozent des Kapitals durch Altinvestoren habe Vertrauen beschädigt, die Aktien seien daher nun in einem Abwärtstrend und würden sogar noch unterhalb des Platzierungspreises von 41 Euro gehandelt. Am Vortag gingen sie bei 38,69 Euro aus dem Handel.

08:44 Uhr

Nikkei geht mit Minus ins Wochenende

Die Furcht vor einer baldigen Straffung der US-Geldpolitik hat die asiatischen Börsen belastet. Der Nikkei verlor 0,4 Prozent und ging mit 28.936 Punkten ins Wochenende. Der breiter gefasste Topix trat mit 1959 Zählern auf der Stelle.

Die robusten Jobdaten aus den USA hatten die Inflations- und  Zinssorgen vieler Investoren wieder angefacht. Die Zahlen des Personaldienstleisters ADP sendeten am Donnerstag deutliche Signale der Erholung vom US-Arbeitsmarkt. Die Unternehmen stellten im Mai so viel Personal ein wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Mit Spannung erwarten Investoren den am Nachmittag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung.

Nikkei
Nikkei 27.920,35

08:32 Uhr

Unternehmen gehen mit Preisen hoch

Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen ihre Preise erhöhen. Das geht aus der Konjunkturumfrage des Ifo Instituts vom Mai hervor. Insbesondere im Großhandel stieg die Zahl auf 65 Punkte, von 54 im April. "Viele Unternehmen geben Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite weiter", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo Umfragen. "Zudem gibt es teilweise Nachholeffekte aufgrund früherer Preissenkungen während der Corona-Krise."

In der Industrie stieg der Wert auf 37 von 32 Punkten, auf dem Bau auf 32 von 12. Auch im Einzelhandel und den Dienstleistern sind Höchstwerte nicht mehr weit entfernt. Im Einzelhandel stieg der Wert auf 36 von 24, bei den Dienstleistern auf 20 von 14. Es gibt nur wenige Branchen, wo keine Preiserhöhungen vorgesehen sind. "Die starken Preissteigerungen bei vielen Rohstoffen ziehen sich letztendlich quer durch die gesamte Wirtschaft", so Wohlrabe.

08:12 Uhr

Globale Kaufwelle bei Autowerten könnte weiterlaufen

Gute Vorzeichen für Autowerte: Diese könnten nämlich in Europa auch heute wieder auf der Liste der Gewinner stehen. "Sobald jemand etwas positives zu E-Autos sagt, sieht man eine neue globale Kaufwelle", so ein Händler. Dazu kommen die starken wöchentlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA vom Vortag, die eine höhere Kaufkraft der Konsumenten erwarten lassen.

Dem Börsianer zufolge ist die Branche bereits gestern an den europäischen Aktienmärkten gut gelaufen, diesmal angeführt von BMW als Nachzügler. Dann seien in den USA von General Motors und Ford starke Aussagen zur Nachfrage gekommen, deren Aktien legten bis über 7 Prozent zu. Im asiatischen Handel sprangen nun Geely Auto in Hongkong um 7,5 Prozent an. Dort soll es großes Investoreninteresse an Jidu, dem E-Auto-Joint-Venture mit Baidu, geben.

08:03 Uhr

Ölpreise steigen leicht

Die Ölpreise sind im frühen Handel etwas geklettert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 71,40 US-Dollar. Das waren neun Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI legte um elf Cent auf 68,92 Dollar zu.

Gestern hatten die Rohölpreise mehrjährige Höchststände markiert, waren im Verlauf des Tages aber zurückgefallen. Für Belastung sorgte vor allem der auf breiter Front stärkere Dollar. Ein starker Dollar verteuert Rohstoffe, die international in der amerikanischen Devise gehandelt werden.

07:57 Uhr

Broker Robinhood vor milliardenschwerem Börsengang

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(Foto: picture alliance / STRF/STAR MAX/IPx)

Nach dem milliardenschweren Börsengang der Krypto-Handelsplattform Coinbase bahnt sich in den USA das nächste große Fintech-Listing an. Der Neobroker Robinhood will an die Nasdaq. Laut Insidern könnte das Vorhaben noch in diesem Monat umgesetzt werden- zu einer Bewertung von gut 30 Milliarden Dollar. Das wäre rund dreimal mehr, als Robinhood derzeit wert ist.

Das Geschäft boomt, gerade in der Corona-Krise haben viele Kleinanleger ihr Interesse für die Geldanlage entdeckt. Andererseits werden die Märkte wegen der Inflationssorgen immer nervöser.

07:32 Uhr

Dax noch kaum verändert - "Flüsterschätzung" zum US-Jobmarkt

Dax
Dax 15.448,04

Mit einem vorsichtigen, aber leicht optimistischen Börsenhandel in Europa rechnen Händler am Morgen. Die Nachrichtenlage sei überschaubar, die Fokussierung auf das wichtigste Event der Woche - den monatlichen US-Arbeitsmarkt - dafür umso höher. Dazu kommen die erneuten Beteuerungen diverser Notenbanker, die weltweite Liquiditätsschwemme werde weitergehen. In Frankfurt notierte der Dax vorbörslich kaum verändert bei 15.636 Punkten.

Die Spannung beim US-Arbeitsmarkt ist diesmal besonders hoch nach dem "Prognose-Debakel" der Volkswirte beim letzten Mal. Händler betonen daher, man könne zwar "rechnerisch immer einen Konsens ausrechnen", dieser spiegele aber keine Verbreitung in der Marktmeinung wider. Der heutige Konsens geht für Mai von 671.000 neuen Stellen nach 266.000 im April aus. "Die Flüsterschätzungen liegen aber um 800.000 und das bei einer Bandbreite von 600.000 bis über 1 Million", so ein Börsianer.

07:14 Uhr

Tesla hat massive Absatzprobleme in China - Kurs bricht ein

Schlechte Nachricht für Tesla: Der Elektroauto-Pionier hat einem Medienbericht zufolge im Mai einen Absatzeinbruch in China erlitten. Die Fahrzeugbestellungen hätten sich unter dem Strich auf etwa 9800 von mehr als 18.000 im April fast halbiert, berichtete die Technologie-Nachrichtenplattform "The Information" unter Berufung auf interne Daten. Die Aktien des US-Konzerns gerieten daraufhin an der Wall Street unter Druck und gaben fast fünf Prozent nach.

Schon im April war der Absatz in der Volksrepublik im Vergleich zum März eingebrochen. Tesla gab dazu noch keine Stellungnahme ab.

Zuletzt machten Tesla vermehrte Sicherheitsbedenken unter anderem wegen der von Bordkameras und Sensoren gesammelten Autodaten und Verbraucherbeschwerden in China zu schaffen. Die Behörden verschärften daraufhin den Umgang mit dem Unternehmen - auch vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit den USA.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 623,31

07:02 Uhr

Immobilienaktien bleiben begehrt

Mit weiter steigenden Kursen bei den Immobilienaktien rechnen Händler in den kommenden Wochen. Der Übernahmeversuch von S Immo durch Immofinanz zeige, dass die Konzentrationswelle in der Immobilienwirtschaft ungebremst weitergehe, sagte ein Händler: "Nach der Übernahme von Deutsche Wohnen durch Vonovia und den ersten Diskussionen über eine Normalisierung der Zinsen war das erwartet worden." Beschleunigend wirke vor allem, "dass aus der Politik nur heiße Luft und keine Gegenwehr gekommen ist".

In Wien hatte am Vorabend S Immo das Angebot von Immofinanz für 22,25 Euro je Aktie als "unattraktiv" abgelehnt.

06:37 Uhr

Heckler & Koch streitet mit US-Firma vor Gericht

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Sturmgewehr G36 von Heckler & Koch.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor dem Hintergrund eines Großauftrages der Bundeswehr über 120.000 Sturmgewehre zieht der Waffenhersteller Heckler & Koch (HK) vor Gericht. Man habe beim Düsseldorfer Landgericht eine "negative Feststellungsklage" gegen die US-Firma Magpul eingereicht, sagte HK-Chef Jens Bodo Koch der dpa.

Das Gericht soll nun klarstellen, dass die Schwarzwälder Waffenschmiede bei dem für ein neues Sturmgewehr genutzten Magazin kein Patent verletzt hat. Der Zulieferer Magpul stellt Magazine, Griffe, Halterungen und Visiere her. Damit reagiere man auf den Vorwurf von Magpul, dass das für den Großauftrag eingereichte Sturmgewehr HK416 ein Patent der US-Firma auf eine Magazinkonstruktion verletze, sagte Koch weiter.

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06:28 Uhr

Japan und China vermelden leichte Kursverluste

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die asiatischen Anleger haben heute empfindlich auf den Abwärtstrend an der Wall Street reagiert. Die von robusten Jobdaten aus den USA angefachten Inflations- und Zinssorgen wirkten sich auch auf die Stimmung an den asiatischen Börsen aus.

In Tokio lag der Nikkei 0,4 Prozent tiefer bei 28.950 Punkten. Der breiter gefasste Topix sank um 0,2 Prozent und lag bei 1955 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,2 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der US-Dollar 0,1 Prozent auf 110,18 Yen und stagnierte bei 6,4035 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9039 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,2121 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0957 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,4099 Dollar.

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06:01 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Für den Dax ging es gestern ruhig zu Sache, in einigen Bundesländern wurde Fronleichnam gefeiert. Und da heute ein Brückentag ist, dürfte es auch heute recht entspannt an der Börse zugehen.

Dax
Dax 15.448,04

In Deutschland stehen keine Konjunkturdaten auf der Agenda. Für die EU werden die Einzelhandelsumsatz im April veröffentlicht, das könnte für Impulse sorgen. Von Interesse ist auch das britische Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal. In den USA stehen auf dem Programm: die Arbeitsmarktdaten im Mai und der Auftragseingang Industrie im April.

Russlands Präsident Wladimir Putin wird sich beim St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum heute mit Unternehmern und mit Vertretern der Weltpresse treffen. In einer Rede vor den Teilnehmern des Forums werde sich Putin auch zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Rohstoffgroßmacht äußern, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Bei einem Podiumsgespräch, zu dem sich unter anderem der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz per Video zuschalten lässt, soll sich Putin zu Fragen der internationalen Politik äußern. Russland sieht sich zunehmend unter Druck von Sanktionen der EU und der USA wegen der umstrittenen Politik des Kreml. Am Abend stellt sich Putin außerdem Fragen der Chefs internationaler Nachrichtenagenturen.

Am Haupttag des Wirtschaftsforums sind zudem deutsch-russische Veranstaltungen mit Firmenchefs und Politikern zur Frage geplant, wie die Beziehungen trotz der Spannungen zwischen Moskau und Berlin gestaltet werden können. Dabei geht es nicht zuletzt um einen deutsch-russischen Energiedialog, darunter um die Zukunft der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. Die russische Regierung hatte erklärt, die Gasleitung trotz des Widerstandes aus den USA und von Umweltschützern bis Ende des Jahres fertigstellen zu wollen.

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