Freitag, 26. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
17:40 Uhr

Knapp 30 Punkte fehlen bis zum Dax-Rekord

Dieser Wochenabschluss kann sich sehen lassen: Der Dax startet gleich deutlich fester in den Freitagshandel, baut die Gewinne dann bis auf ein Tageshoch von 14.776 Zähler aus. Er nimmt damit Tuchfühlung zu seinem Allzeithoch von 14.804 Punkten auf. Am Ende geht der deutsche Börsenleitindex aber nicht mit einem neuen Rekord ins Wochenende – er schließt 0,9 Prozent im Plus bei einem Stand von 14.749 Stellen.

Dax
Dax 15.320,52

ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel spricht von einem "alles in allem unaufgeregten Handel" und einem "versöhnlichen Wochenschluss". "Ein unerwartet starker Ifo-Geschäftsklimaindex gab dem Dax Schub. Daneben spielen die Börsianer weiter die Post-Corona-Wirtschaft und setzen auf eine deutliche Erholung der Konjunktur ab dem Sommer", erläutert sie und stellt klar: "Auswirkungen vom Schiffs-Stau auf dem Suezkanal gibt es bisher kaum. Am ehesten könnte die Chemie-Industrie wegen fehlender Nachlieferungen Probleme bekommen."

Im Dax überwiegen dann auch die Gewinner. Unter den wenigen Verlieren weisen BASF-Aktien mit einem Abschlag von weniger als einem Prozent das größte Minus aus. Die Gegenseite führen Covestro mit einem Aufschlag von knapp vier Prozent an. Es folgen Deutsche Wohnen und Fresenius mit mehr als drei Prozent.

BASF
BASF 70,19
Covestro
Covestro 54,46

 

17:02 Uhr

Witwe von Milliardär Thiele hält noch 10 Prozent an Lufthansa

Der vor einem Monat gestorbene Milliardär Heinz Hermann Thiele hat offenbar noch vor seinem Tod seine Beteiligung an der Lufthansa reduziert. Als das Aktienpaket an seine Witwe Nadia Thiele überging, umfasste es nur noch 10,04 Prozent an der angeschlagenen Fluggesellschaft, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Das Paket ist gut 630 Millionen Euro wert. Thiele war in der Corona-Krise in größerem Stil bei der Lufthansa eingestiegen. Im Juli 2020 hatte die KB Holding, in der Thiele seine Aktien an börsennotierten Unternehmen gebündelt hatte, noch einen Anteil von 12,42 Prozent gemeldet.

Lufthansa
Lufthansa 10,55

 

16:31 Uhr

Suezkanal: Deutsche Industrie hält Alternativroute für zu teuer

Die deutsche Industrie fürchtet wegen der Sperrung des Suezkanals schon bald mögliche Versorgungsengpässe. "Die bereits stockenden maritimen Lieferketten zwischen Asien und Europa drohen vollständig zum Erliegen zu kommen", sagt Holger Lösch aus der Geschäftsführung des Industrieverbandes BDI. Die Umleitung des Schiffsverkehrs über Südafrika und das Kap der Guten Hoffnung sei wegen der volatilen Ölpreise und der rund eine Woche längeren Transportzeit extrem teuer. "Derzeit sind keine Alternativen in Sicht, um Waren und Güter kurzfristig wieder auf Kurs zu bringen." Schon eine einwöchige Verzögerung sei problematisch, etwa für die Automobilindustrie. "Sobald die Blockade gelöst sein wird, kommen Staus auf Europas Häfen zu."

Der Suezkanal ist eine der verkehrsreichsten Schifffahrtsrouten der Welt. Zuletzt stauten sich dort mehr als 200 Schiffe in beiden Richtungen.  

16:03 Uhr

Analysten: Marktumfeld ist extrem positiv für Stahlwerte

Viele Gründe sprechen momentan für Stahlwerte: für Arcelormittal sind die Analysten von Jefferies mit einem Kursziel von 28 Euro recht bullisch. Als Argumente nennen sie die steigenden Eisenerz- und Stahlpreise bei gleichzeitiger Angebotsverknappung. Die HRC-Preise Nordeuropa seien im Vergleich zu ihrem Tiefpunkt im Juni 2020 um 110 Prozent auf fast 825 Euro je Tonne gestiegen, die Margen haben sich in diesem Zeitraum um 260 Prozent erhöht und die Spot-Margen sind nun doppelt so hoch wie die historischen Durchschnittswerte.

Eine gleichzeitig steigende Nachfrage hat den Analysten zufolge eine positive Auswirkung auf EBITDA, Cashflow und die Aktienrendite. In diesem Szenario, das nicht ihr Basisszenario ist, erwarten sie für 2021 ein EBITDA von 22 Milliarden Dollar - über doppelt so hoch wie der Konsens. Darüber hinaus rechnen sie mit einer Cashflow-Rendite von 45 Prozent und für 2022 mit einem Aktienrückkauf von 18 bis 25 Prozent der aktuellen Marktkapitalisierung. Für die Aktie von Arcelormittal geht es gut sieben Prozent nach oben, Thyssenkrupp steigen fünf Prozent und Salzgitter ebenfalls knapp sieben Prozent.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 10,64
Salzgitter
Salzgitter 26,32

 

15:28 Uhr

US-Anleger setzen auf Konjunkturerholung

US-Anleger setzen weiter auf eine Aufholjagd der durch die Pandemie ausgebremste Wirtschaft und greifen bei Aktien zu. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 legen zunächst je 0,4 Prozent auf 32.760 und 3926 Zähler zu. Der Nasdaq-Index gewinnt ebenfalls 0,4 Prozent auf 13.036 Punkte.

"Die Anleger haben eine wirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf im Kopf und nehmen sich die Zeit, um Kursniveaus, Fundamentaldaten und einige der makroökonomischen Faktoren zu bewerten", sagt Anlageexperte Brian Vendig vom Vermögensverwalter MJP Wealth Advisors. "Es gibt Leute, die versuchen, wieder an die Arbeit zu gehen, die Verbraucher haben Schecks in den Händen und es gibt andere politische Maßnahmen, die die wirtschaftliche Wiedereröffnung unterstützen."

Vor allem bei Energie- und Finanztiteln greifen die Anleger zum Wochenschluss zu. Die Papiere der Öl-Multis Chevron und Exxon Mobil legen dank festerer Ölpreise bis zu 1,3 Prozent zu. Aktien der Großbanken JP Morgan Chase, Bank of America und Citigroup stiegen um bis zu 1,8 Prozent.

ExxonMobil
ExxonMobil 46,12
Chevron
Chevron 84,94

 

15:12 Uhr

Kursfantasie bei Jungheinrich? Aktien ziehen deutlich an

Die Zahlen von Jungheinrich kommen an der Börse gut an, in einem freundlichen Gesamtmarkt geht es für die Aktie rund sieben Prozent nach oben. Für die Analysten der Citi sind die Zahlen für 2020 ein kleiner Beat, liegt der Umsatz doch knapp 3 Prozent über dem Konsens und das EBIT in line mit dem Konsens. Das Book-to-bill-Ratio liefere mit einem Wert von 1 eine gute Vorhersehbarkeit.

Vor dem Hintergrund der positiven Marktentwicklung der vergangenen Monate sowie der Wachstumserwartung des IWF von 5,5 Prozent für die Weltwirtschaft im laufenden Jahr gehe Jungheinrich davon aus, dass der Weltmarkt für Flurförderfahrzeuge auch im Jahr 2021 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen werde. Ein anderer Marktteilnehmer stuft den Ausblick als besser als befürchtet ein.

Jungheinrich
Jungheinrich 44,88

14:34 Uhr

Allianz kauft in Polen milliardenschwer zu

Die Allianz übernimmt die polnische Tochter des britischen Versicherers Aviva. Mit einem Kaufpreis von 2,5 Milliarden Euro ist es einer der größten Zukäufe des Münchner Versicherers unter Vorstandschef Oliver Bäte. Die Allianz werde damit der fünftgrößte Versicherer in Polen und die Nummer zwei auf dem dortigen Lebensversicherungsmarkt, teilt sie mit. Allianz und Aviva bestätigten damit exklusive Informationen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Münchner setzten sich Insidern zufolge in einem Bieterverfahren gegen die italienische Generali und die niederländische NN durch. Teil der Übernahme ist auch eine Vertriebspartnerschaft mit der Polen-Tochter der spanischen Bank Santander.

Allianz
Allianz 216,30

 

14:21 Uhr

Abverkauf im Bund-Future stoppt bei 172 Prozent

Der Bund-Future hat den gesamten Vormittag unter Abgabedruck gestanden. Seit dem Morgen ging es für ihn nach unten, am Mittag stabilisiert er sich bei 172 Prozent. Im Handel wird auf die gestiegene Risikobereitschaft der Investoren verwiesen, was auch an dem Plus der Risiko-Assets wie Aktien abzulesen sei. Charttechnisch habe es der Kontrakt nicht geschafft, die 55-Tagelinie bei 172,70 Prozent herauszunehmen, inzwischen habe er beim Mittwochstief Unterstützung erfahren. Der deutlich oberhalb der Erwartung ausgefallene Ifo-Index habe dagegen keinen Impuls geliefert. Der Juni-Kontrakt des Bund-Futures verliert 43 Ticks auf 172,02 Prozent. Das Tageshoch liegt bislang bei 172,58 Prozent und das -tief bei 171,91 Prozent. Umgesetzt wurden bisher 394.271 Kontrakte.

14:06 Uhr

Suezkanal-Blockade kostet pro Woche Milliarden

Europas größter Versicherer Allianz geht in einer Studie davon aus, dass eine anhaltende Blockade des Suezkanals jede Woche sechs bis zehn Milliarden Dollar kosten würde. Schon die Unterbrechungen der Lieferketten seit Anfang des Jahres durch Engpässe etwa bei Containern oder Halbleitern könnten das Wachstum im Handel deutlich bremsen, heißt es in der Studie. Die aktuelle Blockade sei nun der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringe. Die Lieferzeiten seien daher momentan länger als im Pandemie-Jahr 2020.

Im Suezkanal sitzt der riesige Frachter "Ever Given" fest. Einem Medienbericht zufolge soll er am Wochenende wieder flott gemacht werden, zuletzt gab es aber auch Warnungen, es könnte Wochen dauern. Der Suez-Kanal ist eine der verkehrsreichsten Schifffahrtsrouten der Welt. Zuletzt stauten sich dort mehr als 200 Schiffe in beiden Richtungen.

Die Allianz rechnet aktuell noch mit einem Wachstum des Welthandels von 7,9 Prozent in diesem Jahr. Im zweiten Quartal könnte es aber zu Verwerfungen durch Lieferschwierigkeiten kommen.

13:49 Uhr

"Kleines Fragezeichen" drückt BASF-Kurs

Auf den Kurs von BASF drückt auch ein Fragezeichen beim Ausblick, wie ein Händler sagt. "BASF sieht ein 'kleines Fragezeichen' hinter dem Ausblick", so der Marktteilnehmer, der sich auf Aussagen des Vorstands beruft. Verbraucher könnten ihr Geld im zweiten Halbjahr eher in Dienstleistungen oder in Freizeitaktivitäten stecken, so die Begründung des Konzerns. BASF-Titel verlieren 0,8 Prozent.

BASF
BASF 70,19

13:40 Uhr

Übernahmeofferte sorgt für Wirbel

Eine nachgebesserte Übernahme-Offerte des Rivalen Nova Resources schiebt Kaz Minerals an. Die Aktien des Kupfer-Förderers steigen in London zeitweise gut drei Prozent auf 866,20 Pence. Nova hob das finale Angebot auf 850 von 780 Pence je Aktie auf insgesamt umgerechnet 4,7 Milliarden Euro an. Die Offerte sei zwar nicht allzu attraktiv, kommentiert Analyst Ben Davis von der Investmentbank Liberum. Da er aber mit einem fallenden Kupfer-Preis rechne, betrachte er die Gelegenheit für einen Ausstieg bei Kaz als günstig.

12:42 Uhr

Wall Street setzt Aufwärtsbewegung fort

Der Aktienterminmarkt lässt auf etwas festere Kurse zum Start des Wall-Street-Handels am Freitag schließen. Auf Wochensicht könnte das reichen, um den S&P-500 wieder ins Plus zu hieven. Wie bereits am Donnerstag im späten Geschäft zu beobachten, setzen Anleger wieder verstärkt auf Konjunkturaufschwung. Jüngste Daten stützen diese Sicht. Auch die Äußerungen von US-Präsident Joe Biden zu den Beziehungen zu China werden weiterhin positiv interpretiert und fördern den Konjunkturoptimismus. Biden erklärte, er wünsche keine "Konfrontation" mit China. Es werde aber einen "scharfen Wettbewerb" geben. Auch würden die USA "darauf bestehen, dass China internationales Recht respektiert, gerechten Wettbewerb, gerechte Praktiken, gerechten Handel". In den Ohren vieler Anleger klingen diese Worte tendenziell beruhigend. Eine scharfe Konfrontation werde es eher nicht geben, so die Hoffnungen von Marktteilnehmern.

S&P 500
S&P 500 4.135,36

"Im Allgemeinen sehen die Dinge ziemlich gut aus, aber es ist ein sehr instabiles Umfeld", sagt Investmentstrategin Suzanne Hutchins von Newton Investment Management. Die Expertin sieht in dem zu erwartenden Konjunkturboom weiterhin Treibstoff für den Aktienmarkt. Passend zum steigenden Konjunkturoptimismus geben die US-Rentennotierungen nach und hieven die Renditen weiter nach oben. Im Handel ist auch von anziehenden Inflationssorgen die Rede.

12:24 Uhr

Volkswagen fordert Schadensersatz von Winterkorn: Aktien im Plus

Mehr als fünf Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals macht Volkswagen Schadensersatzansprüche gegen den damaligen Konzernchef Martin Winterkorn und den ehemaligen Audi-Chef Rupert Stadler geltend. Dies habe der Aufsichtsrat beschlossen, nachdem eine Anwaltskanzlei nach mehrjährigen Ermittlungen zu den Hintergründen und Verantwortlichkeiten der millionenfachen Abgasmanipulation zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die Manager aktienrechtliche Sorgfaltspflichten verletzt hätten, teil der Konzern mit.

Nach den Untersuchungen stehe nach Überzeugung des Aufsichtsrates fest, dass der damalige Vorstandsvorsitzende Winterkorn es in der Zeit ab dem 27. Juli 2015 unterlassen habe, die Hintergründe des Einsatzes unzulässiger Softwarefunktionen in Dieselmotoren unverzüglich und umfassend aufzuklären, die zwischen 2009 und 2015 in Nordamerika verkauft wurden. Außerdem habe es Winterkorn unterlassen, dafür zu sorgen, dass die in diesem Zusammenhang von den US-Behörden gestellten Fragen umgehend wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet wurden. Der Kurs der VW-Aktien liegt in einem freundlichen Marktumfeld knapp 1,4 Prozent im Plus.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05

 

12:09 Uhr

Bei Zooplus ist Feuer im Kurs

Am Tag nach Veröffentlichung der Geschäftszahlen und eines Ausblicks geht es für Zooplus an der Börse erneut Aufwärts. Die Aktien des Tierbedarfshändlers steigen etwa zwölf Prozent auf 236,50 Euro. Das Unternehmen werde seine Mittelfrist-Ziele sicher erreichen, kommentierte Analyst Adam Tomlinson von der Investmentbank Liberum. Er bekräftigt seine Kaufempfehlung und hebt das Kursziel auf 270 von 220 Euro an.

Zooplus
Zooplus 261,00

11:52 Uhr

Konjunkturoptimismus treibt Kupferpreis an

In der Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage decken sich Anleger mit Kupfer ein. Das wichtige Industriemetall verteuert sich um knapp zwei Prozent auf 8925 Dollar je Tonne. Investoren konzentrierten sich auf die Normalisierung der Wirtschaft nach Überwindung der Pandemie, sagen Börsianer. Dem europäischen Index für die Bergbaubranche verhilft dies zum einem Kursplus von 2,8 Prozent.

11:15 Uhr

Britische Einzelhändler verkaufen mehr Gartenmöbel

Die britischen Einzelhändler haben im Februar mehr Umsatz gemacht und von der gestiegenen Nachfrage nach Gartenmöbeln profitiert. Ihre Einnahmen legten um 2,1 Prozent zum Vormonat zu, wie das Statistikamt ONS mitteilt. In Erwartung gelockerter Corona-Restriktionen schlugen viele Verbraucher bei Gartenmöbeln zu, während der Modehandel erneut schwere Einbrüche verzeichnete. Allerdings blieben die Einnahmen noch merklich hinter dem Vorkrisenniveau zurück: Verglichen mit Februar 2020 - dem Monat vor Zuspitzung der Corona-Krise - sank der Umsatz um 3,7 Prozent.

Viele Einzelhändler auf der Insel suchen inzwischen ihr Heil im Online-Geschäft. Die Online-Umsätze erreichten dem Statistikamt zufolge im Februar mit 36,1 Prozent einen Rekordanteil.

11:02 Uhr

Amazon sucht wieder Mitarbeiter

Der US-Konzern Amazon will in diesem Jahr in Deutschland 5000 neue Mitarbeiter einstellen. Damit soll deren Zahl um über ein Fünftel steigen - von 23.000 auf 28.000, wie die deutsche Amazon-Gesellschaft am in München mitteilte. Gesucht sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem für die Versandzentren, Marketing, Finanzwesen sowie Forschung und Entwicklung. Wieviele neue Angestellte für die jeweiligen Bereiche gesucht werden, sagte Amazon nicht.

Amazon
Amazon 2.796,00

In Deutschland betreibt der Konzern vier Forschungs- und Entwicklungszentren in Aachen, Berlin, Dresden und Tübingen. Weltweit hatte Amazon im vergangenen Jahr eine sechsstellige Zahl neuer Mitarbeiter eingestellt, Ende Dezember arbeiteten demnach weltweit knapp 1,3 Millionen Menschen für das Unternehmen.

Amazon gehört zu den großen Gewinnern der Coronakrise. Das Unternehmen konnte seinen Gewinn seit Beginn der Pandemie auf über fünf Milliarden US-Dollar verdoppeln. Gleichzeitig stehen die Arbeitsbedingungen bei Amazon seit Jahren immer wieder massiv in der Kritik.

10:49 Uhr

Starker Ifo-Index interessiert den Dax nicht

Der starke Ifo-Index kann den Dax noch nicht zusätzlich beflügeln. "Mit den starken PMIs ist er wohl schon eingepreist", so ein Marktteilnehmer. Zudem habe der Dax bereits vorher geliefert und liege nur noch knapp unter dem Jahreshoch. Auch der Euro reagiert zunächst kaum auf den Ifo. "Beim DAX ist die Chance nach oben aber nun sicherlich größer als das Risiko auf der Downside", so der Händler. Der Dax notiert aktuell 0,8 Prozent im Plus bei 14.735 Punkten.

10:32 Uhr

Ifo-Index steigt kräftig

Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich im März trotz der dritten Corona-Welle überraschend stark aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 96,6 Punkte von 92,7 Zählern im Februar und damit auf den höchsten Wert seit Juni 2019, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut zu seiner Umfrage unter 9000 Managern mitteilt. Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 93,2 Punkte gerechnet. "Trotz steigender Infektionszahlen startet die deutsche Wirtschaft zuversichtlich in den Frühling", sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten den Geschäftsausblick für die kommenden sechs Monate und ihre Lage günstiger als zuletzt.

Das Ifo-Institut hat erst in dieser Woche wegen anhaltender Lockdowns etwa für das Gastgewerbe seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr nur um 3,7 Prozent und nicht wie noch im Dezember erwartet um 4,2 Prozent zulegen. "Die Corona-Krise zieht sich hin und verschiebt den erwarteten kräftigen Aufschwung nach hinten", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Für 2022 erhöhte das Institut seine Vorhersage von 2,5 auf 3,2 Prozent. 2020 war die deutsche Wirtschaft um 4,9 Prozent eingebrochen.  

10:17 Uhr

Bitcoin-Abzocke mit dem virtuellen Enkeltrick

"Dieser Betrug klingt total banal", sagt Leon Berghoff von der Krypto-Handelsfirm Sixtant über die virtuelle Version des Enkeltricks. "Aber wenn man die komplette Welt mit so etwas erreichen kann, sind immer einige Leute dabei, die darauf hereinfallen." Darum geht's in der neuen Folge des ntv-Podcasts "Wieder was gelernt": Mit verblüffend simplen Methoden zocken Bitcoin-Betrüger auf Twitter und Youtube naive Krypto-Fans ab. Die können den Geldstrom anschließend zwar nachverfolgen, den Übeltäter aber nicht zwingen, das virtuelle Geld zurückzugeben.

10:01 Uhr

Nach Kursrutsch: SMA-Kurs zeigt Gegenreaktion

Anleger nutzen den jüngsten Kursrutsch bei SMA Solar zum Wiedereinstieg. Die Aktien der Solarfirma steigen rund 1,5 Prozent, nachdem sie am Donnerstag wegen enttäuschender Geschäftszahlen zwölf Prozent eingebrochen waren.

SMA Solar
SMA Solar 48,48

09:41 Uhr

Moody's: Suez-Sperre trifft Europas Autoindustrie am stärksten

Die Sperrung des Suezkanals durch ein havariertes Containerschiff trifft nach Aussage der Ratingagentur Moody's die europäische Autoindustrie am stärksten. "Sie arbeitet mit Just-in-time-Lieferungen und hält kaum eigene Lagerbestände vor", schreibt Analyst Daniel Harlid in einem Kommentar. Selbst wenn das Problem innerhalb der nächsten 48 Stunden gelöst werde, seien Störungen der ohnehin schon beeinträchtigten Lieferketten und Staus in den Häfen unvermeidbar.

09:07 Uhr

"Schwächeanfall" verarbeitet: Dax ist zurück in der Rally-Spur

Der Dax hat seinen "kleinen Schwächeanfall" vom Donnerstag, als er im Tagestief bis auf 14.422,65 Punkte gefallen war, nur um dann am Ende leicht im Plus zu schließen, offenbar überwunden. Zum Start in den Freitagshandel legt der deutsche Börsenleitindex 0,8 Prozent auf 14.745 Zähler zu. Positive Vorgaben stützen.

"Erst ein Schwächeanfall, dann eine Rally und am Ende Gewinne", blickt ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer noch einmal zurück - und dann voraus: "Die Rally setzt sich zunächst erst einmal fort und lässt auf einen versöhnlichen Abschluss der Handelswoche hoffen." Meyer verweist als einen möglichen Impulsgeber auf den Ifo-Geschäftsklimaindex am Vormittag.

08:52 Uhr

Talfahrt gestoppt: Euro fängt sich wieder

Der Euro hat die Kursverluste der vergangenen Handelstage vorerst gestoppt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1782 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1802 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,20

In den vergangenen Tagen hatte der Dollar von steigenden Wachstumserwartungen in den USA profitiert, während der Euro im Gegenzug unter Druck geriet. Am Donnerstag hatte die Gemeinschaftswährung zeitweise den tiefsten Stand seit dem vergangenen November erreicht. Außerdem wurde der Euro auch immer wieder durch die schleppende Impfkampagne in Europa belastet.

08:36 Uhr

Drohende längere Suezkanal-Blockade treibt Ölpreis

Die Aussicht auf eine längerfristige Blockade des Suezkanals durch ein havariertes Containerschiff treibt den Ölpreis. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 1,7 Prozent auf 62,99 Dollar je Barrel. "Die Furcht vor einem Angebotsengpass drängt die Sorgen vor einer geringeren Nachfrage wegen der neuen Lockdowns in Europa und Asien in den Hintergrund", sagt Analyst Satoru Yoshida vom Brokerhaus Rakuten.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 65,61
Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 61,27

08:15 Uhr

Nach Rekordhoch: Anleger machen Kasse bei Eckert & Ziegler

Dafür fallen die Titel der Medizintechnik-Firma vorbörslich um 1,3 Prozent auf etwa 68,80 Euro, nachdem sie am Donnerstag ein Rekordhoch von 70,50 Euro erreicht hatten. Seit Jahresbeginn haben die Papiere gut 55 Prozent zugelegt. Der SDax kommt lediglich auf ein Plus von zwei Prozent.

Die Aussicht auf steigende Gewinne und eine höhere Dividende kann die Anleger offenbar nicht zum Kauf weiterer Aktien bedwegen.

07:50 Uhr

Sportlich!: Diese Titel geben schon vor Börsenstart Gas

Nach dem jüngsten Kursrutsch steigen Anleger wieder bei Adidas und Puma ein. Die Aktien der Sportartikel-Hersteller steigen vorbörslich um jeweils rund ein Prozent. Am Donnerstag hatten sie wegen Spekulationen auf einen Boykott chinesischer Kunden bis zu sechs Prozent nachgegeben.

Adidas
Adidas 269,70
Puma
Puma 89,90

07:42 Uhr

Dax höher erwartet - Konjunkturdaten im Blick

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Vorabend hatte hatte er 0,1 Prozent im Plus bei 14.621,36 Punkten geschlossen.

Dax
Dax 15.320,52

Die dritte Pandemie-Welle und die drohende Verzögerung bei der Erholung der Wirtschaft wird Börsianer noch auf absehbare Zeit beschäftigen. Unter diesem Aspekt werden sie auch die Entwicklung des Ifo-Index analysieren, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt. Experten rechnen für März mit einem Anstieg auf 93,2 Punkten von 92,4 Zählern im Vormonat. Am Nachmittag stehen außerdem die US-Konsumausgaben auf dem Programm. Analysten sagen hier für Februar ein Minus von 0,7 Prozent voraus, nach einem Plus von 2,4 Prozent im Vormonat. Die Kauflaune der US-Verbraucher gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

Hier die Vorgaben der Wall Street:

07:24 Uhr

Moderna plant Impfstoffwerk in Ostdeutschland - Berlin stellt Bedingung

Der Corona-Impfstoffhersteller Moderna soll in zwei Jahren auch in Ostdeutschland ein Werk in Betrieb nehmen, schreibt die "FAZ". Bisher wird in der Schweiz produziert. Details sind unklar, die Gespräche stocken. Dem Vernehmen nach macht Berlin seine Unterstützung von einer aktuellen Lieferausweitung abhängig, die Moderna nicht zusagen kann.

Moderna Inc.
Moderna Inc. 140,30

07:05 Uhr

Asien-Börsen folgen Wall Street nach oben

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich am letzten Handeöstag der Woche durch die Bank mit Zugewinnen. Die Börsen folgen damit der Wall Street, wo gute Wirtschaftsdaten für Aufschläge gesorgt hatten.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

Im Fokus der Anleger stehen zudem die US-chinesischen Beziehungen, nachdem US-Präsident Joe Biden in einer ersten Pressekonferenz seit seinem Amtsantritt sagte, dass er keine "Konfrontation" im Umgang mit China suche. Es werde aber einen "scharfen Wettbewerb" geben. Auch würden die USA "darauf bestehen, dass China internationales Recht respektiert, gerechten Wettbewerb, gerechte Praktiken, gerechten Handel". Mit Blick auf Nordkorea sagte Biden, die USA würden "angemessen antworten", wenn Nordkorea sich bei seinen Raketentests "für Eskalation entscheidet".

Die chinesischen Aktienmärkte zeigen sich indessen mit deutlichen Aufschlägen. In Hongkong legt der Hang-Seng-Index um 1,5 Prozent zu. Und im chinesischen Kernland rückt der Schanghai-Composite um 1,4 Prozent vor, gestützt von Konsum- und Immobilienaktien. Nach Berichten, wonach Great Wall Motor eine Kooperation bei Elektroautos mit dem chinesischen Smartphone-Hersteller Xiaomi eingehen will, steigt die Aktie des Autoherstellers in Hongkong um 12,1 Prozent.

An der Börse in Tokio gewinnt der Nikkei-Index 1,5 Prozent. Hier gehören vor allem Auto-Aktien und Auto-Zulieferer zu den Gewinnern. So steigen Nissan, Denso und Bridgestone um bis zu 2,3 Prozent.

06:34 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

"Mich würde es nicht wundern, wenn die Konsolidierung noch etwas andauert", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch die Lage an der Wall Street. Eine Konsolidierung, die auch am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag die Kurse zum Teil deutlich hat purzeln lassen. Der Dax markierte bei 14.422,65 Punkten sein Tagestief, konnte im Anschluss die Verluste aber mit einem Schlussspurt wieder wettmachen und schloss 0,1 Prozent im Plus bei 16.621 Zählern. "Sehr viel Erholungsfantasie ist bereits eingepreist", sagt Kochs Kollegin Katja Dofel. Als möglicher Belastungsfaktor gelte auch der blockierte Suezkanal.

Von der Konjunkturseite könnte der Ifo-Geschäftsklimaindex die Kurse bereits am Vormittag bewegen. Daneben stehen auch die britischen Einzelhandelsumsätze auf dem Programm. Am Nachmittag liegt das Augenmerk auf den USA, wo unter anderem frische Großhandelsdaten erwartet werden und die Handelsbilanz.

Auf der Unternehmensseite stehen wieder Zahlen aus der zweiten und dritten Reihe an: Einblicke in ihre zurückliegenden Geschäftsentwicklungen liefern etwa Jungheinrich und Singulus.

Was den deutschen Aktienmarkt gestern gebremst und gestützt hat, lesen Sie hier.

Und hier der Blick zur Wall Street am Vorabend:

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