Marktberichte

Dow Jones kratzt an Allzeithoch Wall Street nimmt Rekordjagd wieder auf

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In den vergangenen Tagen waren vor allem Technologiewerte kräftig abverkauft worden.

(Foto: AP)

Nach einem schwachen Wochenauftakt fahren die US-Börsen zur Wochenmitte deutliche Gewinne ein. Gestützt wurde das die positive Stimmung von der Hoffnung auf eine schnelle Erholung der Weltwirtschaft. Dazu tragen auch Fortschritte beim H&J-Impfstoff bei.

In der Hoffnung auf eine kraftvolle Erholung der Wirtschaft von den Coronavirus-Folgen steigen Anleger wieder in den US-Aktienmarkt ein. Der Dow-Jones-Index schloss 1,4 Prozent höher bei 31.962 Punkte, während der S&P-500 um 1,1 Prozent zulegte (3925). Für den technologielastigen Nasdaq-Composite ging es um 1,0 Prozent nach oben (13.597).

Johnson & Johnson
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Zwar trieben steigende Rohstoff- oder Immobilienpreise die Inflation, sagte Patrick Leary, Chef-Anlagestratege des Brokerhauses Incapital. Die US-Notenbank scheine das bislang aber nicht zu beunruhigen. Fed-Chef Jerome Powell zufolge könnte es mehr als drei Jahre dauern, bis das Ziel einer Inflation von zwei Prozent erreicht wird. Am Dienstag hatte er bereits bekräftigt, die Wertpapierkäufe bis auf Weiteres fortsetzen zu wollen. Den Anstieg der Anleihe-Renditen konnte Powell damit aber nur vorübergehend bremsen.

Die richtungsweisenden zehnjährigen US-Treasuries rentierten mit 1,435 Prozent zeitweise so hoch wie zuletzt vor rund einem Jahr. Steigende Bond-Renditen bedeuten höhere Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen. Gleichzeitig winken Banken größere Gewinne aus dem klassischen Kreditgeschäft. Daher zogen die Aktien von Bank of America, Citigroup und JPMorgan um jeweils rund zwei Prozent an.

Genährt wurde der allgemeine Konjunkturoptimismus auch von der positiven Einschätzung zur Wirksamkeit und Sicherheit des Coronavirus-Impfstoffs von Johnson & Johnson (J&J) durch Mitarbeiter der US-Gesundheitsbehörde FDA. Dadurch ist das Mittel einer Zulassung nähergekommen. J&J-Aktien stiegen um 1,6 Prozent.

Auch Rohöl-Anleger setzten auf eine Normalisierung der Wirtschaft nach Überwindung der Pandemie. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um 2,6 Prozent auf 63,28 Dollar je Barrel (159 Liter), obwohl die US-Lagerbestände überraschend gestiegen sind. Investoren rechneten damit, dass der Kälte-Einbruch im US-Bundesstaat Texas die dortige Produktion länger beeinträchtigen werde als bislang gedacht, sagte Analyst Phil Flynn vom Brokerhaus Price. Im Windschatten des steigenden WTI-Preises legten die Aktien der Ölkonzerne Exxon und Chevron jeweils mehr als drei Prozent zu.

Bitcoin Liquid Index
Bitcoin Liquid Index 55.774,67

Unterdessen stabilisierte sich Bitcoin nach dem rund 25-prozentigen Kurssturz der vergangenen Tage. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise stieg um 0,6 Prozent auf 48.788 Dollar. Es sei bemerkenswert, dass Investoren umgehend die Gelegenheit zum Einstieg nutzten, sagte Emden. "Ob sich es lediglich um eine technische Gegenbewegung handelt oder sich erneut eine neue Aufwärtsdynamik entfalten kann, bleibt abzuwarten."

Vor diesem Hintergrund griffen Investoren auch bei Werten aus dem Kryptowährungssektor und Unternehmen, die sich mit der Bitcoin & Co zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen, wieder zu. So stiegen die Papiere von Riot, Marathon und Silvergate um bis zu acht Prozent. Auch die Titel des Elektroautobauers Tesla (+6,4 %) und der Softwarefirma MicroStrategy (+19 %), die jeweils Milliardenbeträge in Bitcoin investiert haben, zogen wieder an.

Die Aktie des Videospiele-Händlers GameStop wurde kurz vor Börsenschluss vorübergehend vom Handel ausgesetzt. Nach Wiederaufnahme des Handels notierte der Anteilsschein zunächst 103 Prozent im Plus. Anfang des Jahres waren die Papiere zum Spielball von Spekulanten geworden: Kleinanleger zwangen mit konzertierten Käufen Hedgefonds zur Auflösung von Wetten auf den Verfall des GameStop-Kurses und brachten diese damit teils in die Bredouille.

Quelle: ntv.de, mba/rts

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