Politik
Trump (r) erklärt Ted Cruz (Mitte) und Jeb Bush (l) zu Lügnern.
Trump (r) erklärt Ted Cruz (Mitte) und Jeb Bush (l) zu Lügnern.(Foto: REUTERS)

"Lügner" und "böse Typen": Trump nennt Irak-Krieg "fetten Fehler"

Der Ton wird immer unfreundlicher unter den republikanischen Präsidentschaftsanwärtern. Besonders der Milliardär Trump tut sich hervor und greift den Bush-Clan an. Er nimmt mal wieder kein Blatt vor den Mund.

Die republikanischen Präsidentschaftsanwärter haben sich in ihrer neunten TV-Debatte den bislang härtesten Schlagabtausch geliefert. Dabei attackierte der umstrittene Milliardär Donald Trump vor allem seinen Kontrahenten Jeb Bush und dessen Bruder Georg W. Bush. Dessen Irak-Krieg sei "ein dicker, fetter Fehler" gewesen, rief Trump in der Debatte in South Carolina.

Jeb Bush konterte: "Während Donald Trump eine Reality-TV-Show schuf, baute mein Bruder einen Sicherheitsapparat auf, um uns alle zu schützen." Doch Trump keilte zurück: "Das World Trade Center stürzte während der Regentschaft Ihres Bruders ein. Erinnern Sie sich daran." Jeb Bush warf Trump daraufhin vor, er beziehe seine außenpolitischen Kenntnisse "aus dem Fernsehen". Trump erklärte, dass Bushs starke 90-jährige Mutter besser hätte kandidieren sollen als ihr Sohn Jeb.

Die Debatte am Samstag entglitt den Moderatoren immer wieder. Die Kandidaten fielen sich immer wieder ins Wort. Auf einen Vorwurf von Cruz, dass er kein wirklicher Konservativer sei, nannte Trump dem Senator einen "bösen Typen" und sagte: "Du bist der größte einzelne Lügner. Du bist wahrscheinlich noch schlimmer als Jeb Bush." "Donald, die Erwachsenen lernen, dass man sich nicht unterbrechen soll", suchte sich Cruz zu wehren. Doch auch von Marco Rubio wurde er attackiert.

Wiederholt fielen die Worte "Lügner" und "fies". So erhitzt wurde der Streit an einem Punkt, dass Mitbewerber John Kasich, Gouverneur von Ohio, sagte: "Das ist verrückt."

In einer Woche findet in South Carolina die nächste Vorwahl statt. Trump geht als Favorit in die Kandidatenkür, Cruz sowie Bush, Kasich und Floridas Senator Marco Rubio kämpfen um die wichtigen zweiten und dritten Plätze. Bush hat für seinen Wahlkampf in South Carolina seinen Bruder, Ex-Präsident George W. Bush, der seinerzeit den Irak-Krieg begonnen hatte, angeheuert. Er soll ihm öffentlich Schützenhilfe geben.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen