"WAZ": Tuchel verlässt BVB, Nagelsmann sagt ab

Die Trennung von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund und Trainer Thomas Tuchel soll bis spätestens Mittwoch vollzogen werden. Das berichtet die "WAZ". Trotz des Pokalsieges und der Qualifikation für die Champions League scheint das Verhältnis zwischen Tuchel und den BVB-Verantwortlichen um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zerrüttet. Tuchels Vertrag läuft noch bis Juni 2018, laut WAZ soll die Abfindung unter zwei Millionen Euro betragen. Nach einer angeblichen Absage von Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim) gilt weiterhin Ex-Bundesliga-Trainer Lucien Favre als Favorit auf Tuchels Nachfolge. Der Vertrag des Schweizers beim französischen Erstligisten OGC Nizza läuft noch bis Juni 2019.
HSV hat nur ein Mini-Transferbudget
Angeblich bekommen BVB-Trainer Thomas Tuchel und sein Trainerteam von Borussia Dortmund eine Abfindung von 2,9 Millionen Euro für die vorzeitige Trennung. Das entspräche ziemlich exakt der Summe, die dem Hamburger SV in der neuen Saison als Transferbudget zur Verfügung stehen soll, berichtet die "Bild"-Zeitung. Nicht berücksichtigt bei den 3 Millionen Euro seien aber mögliche Erlöse durch Verkäufe, die den Spielraum erhöhen würden.
Damit dürften die HSV-Hoffnungen erneut auf Investor Klaus-Michael Kühne ruhen, der bereits in der Vergangenheit viele Millionen in den Verein gesteckt hatte.
Eintracht Braunschweig drückt, VfL Wolfsburg wankt
Der VfL Wolfsburg muss sich den Bundesliga-Klassenerhalt bei Eintracht Braunschweig hart erkämpfen. Nach dem 1:0-Hinspielsieg der Wölfe in der Relegation steht es nun nach 45 Minuten gegen den Zweitliga-Dritten noch 0:0. Ungeachtet subtropischer Temperaturen im ausverkauften Eintracht-Stadion brauchten die Gastgeber eine Aufwärmphase, um die richtige Balance für ihr Spiel zu finden. Trainer Torsten Lieberknecht setzte zunächst noch nicht auf totale Offensive und beließ den Kubaner Onel Hernandez beim Anpfiff noch auf der Bank.
Die erste klare Einschussmöglichkeit ergab sich für die Gastgeber in der 13. Minute. Torjäger Christoffer Nyman kam frei zum Abschluss. Der Schwede brachte jedoch nicht genug Druck hinter den Ball, VfL-Torhüter Koen Casteels war daher nicht ernsthaft gefordert.
Die Aktion schien die Eintracht aber zu beflügeln, die Gäste zogen sich mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück. Die ohnehin spärlichen Wolfsburger Angriffe blieben jetzt durchweg schon im Ansatz stecken.
Gefährlich wurde es nur in der 34. Minute, aber ein Schrägschuss von Yannick Gerhardt war zu unplatziert, Eintracht-Torwart Jasmin Fejzic klärte zur Ecke. Auf der anderen Seite vergab Braunschweigs Kapitän Ken Reichel freistehend (41.).
Etwa 1000 Polizisten waren rund um die brisante Begegnung im Einsatz, im Vorfeld der Partie wurden keine größeren Vorkommnisse gemeldet.
Alexander Zverev muss in Paris nachsitzen
Alexander Zverev muss bei den French Open in Paris nachsitzen. Das Ersttrundenmatch des an Nummer neun gesetzten Hamburgers gegen den Spanier Fernando Verdasco wurde beim Stand von 4:6, 6:3 aus Sicht von Zverev wegen Dunkelheit und Regen abgebrochen. Die Entscheidung sorgte für ein Pfeifkonzert der Zuschauern auf dem Philippe-Chatrier-Court. Die Partie wird am Dienstag als zweite Begegnung nach 11 Uhr fortgesetzt. Damit steht nach den ersten beiden Turniertagen bislang nur Carina Witthöft in der zweiten Runde von Roland Garros. Fünf deutsche Tennisprofis sind bereits an ihren Auftakthürden gescheitert.
NBA-Star Schröder kehrt in Nationalmannschaft zurück
NBA-Profi Dennis Schröder kehrt nach seiner zweijährigen Auszeit in die deutsche Basketball-Nationalmannschaft zurück und will die Auswahl bei der EM anführen. "Ich spiele im Sommer, damit ich das deutsche Feeling habe. Die Hymne zu hören, ist ein gutes Gefühl. Ich habe sie lange nicht gehört, und es wird langsam wieder Zeit", sagte der Point Guard der Atlanta Hawks. Vor der EuroBasket in Finnland, Israel, Rumänien und der Türkei (31. August bis 17. September) bekräftigte Schröder: "Wenn ich fit bin, stehe ich für die Nationalmannschaft immer zur Verfügung, dann bin ich immer da."
Carina Witthöft in Paris in Runde zwei
Tennisspielerin Carina Witthöft hat bei den French Open als erste Deutsche die zweite Runde erreicht. Die Hamburgerin setzte sich gegen die an Nummer 25 gesetzte Amerikanerin Lauren Davis mit 2:6, 6:3 und 6:3 durch. Die Fed-Cup-Spielerin benötigte 1:53 Stunden für ihren Erfolg. Zuvor waren am zweiten Tag in Paris auch Mischa Zverev und Andrea Petkovic ausgeschieden. Und falls wir es noch nicht erwähnt hatten: Alexander Zverev spielt noch gegen den Spanier Fernando Verdasco.
Erstrunden-Aus für Andrea Petkovic bei French Open
Andrea Petkovic ist zum ersten Mal in ihrer Karriere bei den French Open bereits zum Auftakt gescheitert. Die 29 Jahre alte Darmstädterin verlor in Paris ihre Erstrunden-Partie gegen die Amerikanerin Varvara Lepchenko mit 4:6, 6:3 und 3:6. Damit warten die deutschen Tennisprofis beim mit 33,8 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Spektakel weiter auf den ersten Sieg. Petkovic musste sich nach 1:51 Stunden geschlagen geben. Zuvor war am Montag bereits Mischa Zverev an seiner Auftakthürde gescheitert. Am Abend spielt noch Deutschlands Hoffnungsträger Alexander Zverev gegen den Spanier Fernando Verdasco.
Ernesto Valverde trainiert den FC Barcelona
Ernesto Valverde wird wie erwartet neuer Trainer des spanischen Fußball-Spitzenklubs FC Barcelona. Der 53-Jährige habe einen Vertrag für zwei Spielzeiten unterschrieben, teilte der Verein mit. Bereits seit Wochen war in Spanien spekuliert worden, dass der bisherige Coach von Athletic Bilbao nach Barcelona wechseln könnte. Valverde tritt nun die Nachfolge von Luis Enrique an, der bei den Katalanen zum Saisonende auf eigenen Wunsch aufhört. Valverde war einst Profi beim FC Barcelona.
Sandro Schwarz übernimmt beim FSV Mainz
Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat einen neuen Trainer gefunden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur übernimmt der bisherige U23-Trainer Sandro Schwarz den Posten. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über die Personalie berichtet.
Nach einer Mitteilung des Klubs soll der Nachfolger von Martin Schmidt am Mittwoch um 13 Uhr vorgestellt werden.
Die Pressekonferenz mit Sportdirektor Rouven Schröder und dem neuen Coach in der Opel Arena wird vom 05er.tv im Livestream übertragen.
Der 38 Jahre alte Schwarz war zwar mit der zweiten Mannschaft der Mainzer aus der dritten Liga abgestiegen, genießt intern dennoch ein hohes Ansehen.
Schon in den vergangenen Jahren hatte der FSV immer wieder interne Lösungen bei der Trainersuche gefunden.
Der Verein hatte bereits Schmidt und auch den heutigen Dortmunder Thomas Tuchel zu ihren Cheftrainern befördert. Mainz und Schmidt hatten sich nach der Saison einvernehmlich getrennt.
"Martin Schmidt hat einen tollen Job gemacht und diesen Verein geprägt. Er hat den Verein in einer schwierigen Situation übernommen und danach direkt in die Europa League geführt", hatte Schröder erklärt.
"Mit dem Klassenerhalt hat er jetzt noch einmal so etwas wie eine Mission erfüllt." Mainz hatte die Saison als Tabellen-15. abgeschlossen.
Mischa Zverev in Paris raus - was macht Alexander?
Mischa Zverev, 29 Jahre alt, ist als vierter deutscher Tennisprofi in der ersten Runde der French Open ausgeschieden. Zwei Tage nach dem verlorenen Finale in Genf musste sich der an Position 32 gesetzte Linkshänder dem italienischen Qualifikanten Stefano Napolitano in 2:42 Stunden mit 6:4, 5:7, 2:6 und 2:6 geschlagen geben. "Ich war nach den Tagen von Genf einfach müde, die Beine waren schlapp. Ich habe es schon gestern gemerkt - und auch heute morgen", sagte Zverev, der auch im sechsten Anlauf nicht über die Auftakthürde in Roland Garros kam. "Ich habe viele leichte Fehler gemacht, es war einfach nicht mehr drin." Aber vielleicht ist sein neun Jahre jüngerer Bruder heute erfolgreicher. Alexander Zverev bekommt es auf dem Centre Court mit dem Spanier Fernando Verdasco zu tun. Keine leichte Aufgabe für die Nummer zehn der Welt, die bei einem Grand Slam noch nie die zweite Woche erreicht hat.
Nationalkeeper ter Stegen kostet bald 180 Mio. Euro

Sie haben eben über die 50 Millionen Euro gestaunt, die Manchester City angeblich für den brasilianischen Keeper Ederson bezahlen will? Dann dürfen wir Ihnen hiermit verkünden: Das ist gar nichts gegen die Ablöse, die der deutsche Fußball-Nationaltorwart Marc-André ter Stegen kosten würde. Seinem Verein FC Barcelona wird der Keeper seinen Vertrag beim spanischen Pokalsieger vorzeitig bis zum 30. Juni 2022 verlängern - und dann eine offizielle Ausstiegsklausel in Höhe von 180 Millionen Euro im Arbeitspapier stehen haben. Unterschreiben soll 25 Jahre alte Ex-Mönchengladbacher den neuen Kontrakt am Dienstag. Ter Stegens bisheriger Vertrag hatte eine Laufzeit bis 2019.
Tennis-Traumprojekt "Djokassi" startet erfolgreich

Ohne jede Mühe ist Titelverteidiger Novak Djokovic bei den French Open in die zweite Runde eingezogen. Beim ersten Auftritt mit seinem neuen Coach Andre Agassi gewann der Serbe in Paris gegen den Spanier Marcel Granollers klar mit 6:3, 6:4, 6:2.
Djokovic hatte das zweite Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison im vergangenen Jahr erstmals gewonnen, war danach aber in eine Sinn- und Lebenskrise gerutscht. Ende des Jahres beendete er daher die Zusammenarbeit mit Boris Becker und holte kurz vor den diesjährigen French Open Agassi als neuen Coach in sein Team. Dort firmiert die neue Paarung als "Djokassi".
Ebenfalls keine Blöße gab sich Rekordgewinner Rafael Nadal. Der Sandplatzkönig aus Spanien benötigte für das 6:1, 6:4, 6:1 in seinem Erstrundenmatch gegen Benoit Paire (Frankreich) nur 1:52 Stunden. Für Linkshänder Nadal war es der 73. Sieg im 75. Match im Stade Roland Garros seit 2005.
Wagner und Huddersfield spielen Finale um 240 Mio. Euro
Fußballtrainer David Wagner sagt von sich, er sei "kein Träumer, sondern ein Arbeiter". Der Gedanke "Was wäre, wenn ..." verbietet sich für den deutsch-amerikanischen Teammanager des englischen Fußball-Zweitligisten Huddersfield Town vor dem Playoff-Finale um den Aufstieg in die Premier League gegen den FC Reading im Wembley-Stadion (Anpfiff: 16 Uhr). Dabei geht es für den ehemaligen U23-Coach von Borussia Dortmund und seine Mannschaft nicht nur um einen Platz in der besten Liga der Welt, sondern auch um knapp 240 Millionen Euro.
Das Finale ist laut englischen Medien das "richest game in football", das lukrativste Spiel. Der "Telegraph" errechnete, dass der Sieger bis zu 200 Millionen Pfund (237,5 Mio. Euro) absahne, vor allem Fernsehgeld, "Fallschirm-Zahlungen" bei Wiederabstieg inklusive. In der Championship bekommt Huddersfield keine fünf Millionen vom TV.
Wagner versucht, diese Zahlen auszublenden - was auch besser ist, denn der Website "Sporting Intelligence" zufolge geht es sogar um noch viel mehr Geld als die knapp 240 Millionen Euro. Letztlich seien die Gewinne immer höher gewesen als zuvor kalkuliert, zeigen die Berechnungen im Auftrag der "Daily Mail". Für West Ham United etwa sei der Aufstieg im Jahr 2012 nicht die erwarteten 90 Millionen Pfund wert gewesen, sondern bislang sogar 719 Millionen Pfund.
1860-Alleinherrscher Ismaik will bleiben - und aufräumen

Ob das für die Fans von 1860 München eine gute Nachricht ist? Investor Hasan Ismaik hat einen Tag vor dem Relegations-Rückspiel um den Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga Berichte über einen angeblich bevorstehenden Weggang dementiert. "Es ist völlig an den Haaren herbeigezogen, dass ich im Abstiegsfall den TSV 1860 möglicherweise verlassen werde", teilte der milliardenschwere Jordanier bei Facebook mit. Genau das hatte die "Bild am Sonntag" zuvor gemutmaßt.
Im Zuge seines Dementis kündigte Ismaik aber Aufräumarbeiten im Verein an: Denn: "Alles, was ich in den vergangenen Jahren unternommen habe, um den Verein voranzutreiben, ist auf allen Ebenen gescheitert. Das bestätigt mich, dass diese Änderungen die einzige Lösung sind."
Am Dienstag (18 Uhr) spielen die Münchner daheim gegen Jahn Regensburg um den Verbleib in der 2. Liga. Das Hinspiel war 1:1 ausgegangen.
Guardiola will 50-Millionen-Keeper
Einen neuen Brasilianer haben Josep Guardiola und Manchester City für die neue Saison schon geangelt, vom AS Monaco kommt Bernardo Silva. Ein weiterer könnte bald folgen: Torwart Ederson von Benfica Lissabon. Laut Sky Sports steht der 23-jährige Brasilianer ebenfalls vor einem Wechsel nach England. Die Ablöse soll rund 50 Millionen Euro betragen.
Teurer war bislang nur der italienische Nationalkeeper Gianluigi Buffon, für den Juventus Turin im Jahr 2001 umgerechnet 54,2 Millionen Euro an den AC Parma überwies.
Kerber: "Irgendwas wird sich ändern müssen"
Kerber nach Erstrunden-Aus in Paris
Golf-Ikone Langer schreibt Major-Geschichte

Gut, besser, Bernhard Langer: Die Golf-Ikone schreibt auf der US-Champions-Tour weiter Geschichte. Der 59-Jährige triumphierte auch beim Turnier in Washington D.C. und gewann als erster Spieler alle fünf Major-Titel auf der Tour für Spieler über 50 Jahre. Mit seinem insgesamt neunten Erfolg zog er an Rekordler Jack Nicklaus (USA) vorbei.
Langer, der zuletzt die Regions Tradition in Birmingham/Alabama gewonnen hatte, siegte mit 270 Schlägen vor Vijay Singh (Fidschi/271). Dritter auf dem Kurs im Trump National Golf Club wurde der Spanier Miguel Angel Jimenez bei seiner Premiere auf der Senioren-Tour.
Video: Horror-Crash zerfetzt Auto bei Indy 500

Auto des viermaligen Meisters Dixon wird völlig zerfetzt
Einen Rennbericht finden Sie hier.
BVB-Star Reus fällt mehrere Monate aus

Nun ist es offiziell bestätigt: Marco Reus bleibt der Unglücksrabe unter den deutschen Spitzenfußballern, hat aber dennoch Glück im Unglück. Sein Verein Borussia Dortmund bestätigte, was am Sonntag bereits kursiert war: Dass sich der Nationalspieler während des DFB-Pokal-Finals gegen Eintracht Frankfurt (2:1) am Samstag einen Teilriss des hinteren Kreuzbandes im rechten Knie zugegezogen hat.
Damit wird Reus mehrere Monate ausfallen, teilte sein Verein mit. Der BVB betonte aber: "In den kommenden Tagen erfolgen weitere Untersuchungen, die Aufschluss über die notwendige Therapie geben werden. Borussia Dortmund wird vor diesem Hintergrund keine genauen Prognosen bezüglich einer möglichen Ausfallzeit abgeben."
Tuchel-Zoff: BVB-Stars drohten angeblich mit Abgang

BVB-Aus für Thomas Tuchel ist absehbar
Das Tuchel-Watzke-Dramolett bei Borussia Dortmund steht vorm letzten Akt, über die Bühne gegangen ist er noch nicht. Deshalb hält die "Bild"-Zeitung des Thema anderweitig am Köcheln und wir kochen einfach mal mit.
Es heißt nämlich, ein Rauswurf von Pokalsieger-Trainer Thomas Tuchel sei beim BVB auch deshalb unvermeidlich, weil sonst einige Dortmund-Stars den Abgang machen. Namen nennt das Blatt wie zuvor schon die "Süddeutsche Zeitung" nicht. Nach dem Pokalfinale hatte sich allerdings deutliche Risse zwischen Trainer und Team offenbart. Grund für die Nichtberücksichtigung von Nuri Sahin für den Dortmunder Finalkader, die unter anderem Kapitän Marcel Schmelzer scharf kritisiert hatte.
VfL Wolfsburg fürchtet "Watergate"-Rache
Nach der "Watergate-Affäre" vor dem Relegations-Hinspiel wird der VfL Wolfsburg offenbar seine Kabine rund um das Rückspiel am Abend bei Eintracht Braunschweig (20.30 Uhr/ARD und n-tv.de Liveticker) bewachen. Die beiden VfL-Zeugwarte Heribert Rüttger und Nils Scholz sollen schon am Nachmittag im Stadion eintreffen und bis zur Ankunft der Mannschaft den Umkleidebereich der Gäste im Auge behalten. Dies berichten Wolfsburger Medien übereinstimmend.
"Vettel ist reif für den WM-Titel"
Die internationale Presse feiert Sebastian Vettel nach dessen umstrittenem Ferrari-Triumph in Monaco - und leidet mit Kimi Räikkönen. Einigkeit besteht darüber: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton darf sich keine Fehler mehr erlauben. Eine Auswahl an Stimmen:
"Telegraph" (England): "Vettel schenkt Ferrari den Monaco-Sieg, Kimi Räikkönen bleibt wütend zurück. Der Finne neigt gemeinhin dazu, ungefähr das gleiche emotionale Spektrum wie ein Eisblock zu zeigen, aber sein Gesichtsausdruck auf dem Podium war ein Diagramm der Wut."
"Gazzetta dello Sport" (Italien): "Rote Macht! Ferrari regiert nach 16 Jahren wieder in Monte Carlo. Vettel beerbt Schumacher. Ein Faden verbindet Schumi und Vettel an diesem ganz besonderen Tag im Fürstentum. Energie, Tempo und Ruhe zugleich: Vettel hat alles perfekt gemacht, Monte Carlo ist für ihn nur ein sehr schneller Spaziergang. Vettel ist reif für den WM-Titel."
"Corriere della Sera" (Italien): "Der rote Traum ist Wirklichkeit. Ferrari ist einfach perfekt. Die Tifosi sind im Freudentaumel, auch wenn Räikkönen seine Enttäuschung für den verlorenen ersten Platz nicht verbergen kann. Doch der wahre Kapitän des Ferrari-Teams ist Vettel, der wieder einmal sein unglaubliches Talent beweist."
"Marca" (Spanien): "Keulenschlag von Vettel beim Kampf um die WM. Er gewinnt und hat mittlerweile 25 Punkte Vorsprung auf Hamilton. Der Brite hatte gegen einen kaiserlichen Sainz das Nachsehen. Sebastian Vettel baut weiter seine Burg Ziegelstein für Ziegelstein. Wir erleben derzeit ein ganz anderes Ferrari. Vettel fuhr wie der Teufel. Für Hamiltons Ambitionen ist der siebte Platz ein herber Rückschlag."
AS (Spanien): "Vettel macht Monaco dem Erdboden gleich. Doppelschlag von Ferrari. Vettel fuhr im wahrsten Sinne des Wortes allen davon. Sorgenfalten bei Lewis Hamilton nach der Machtdemonstration von Ferrari. Nachdem Ferrari Raikkönens Boxenstopp anordnete, zog Vettel auf und davon. Das Kommando in Maranello hat der viermalige Weltmeister."
RB Leipzig holt Shootingstar und pokert um Offensivjuwel
Der Bundesliga-Zweite RB Leipzig steht offenbar vor einer Verpflichtung des österreichischen Shootingstars Konrad Laimer. Der 20-jährige Mittelfeldspieler von Red Bull Salzburg, der in Österreich zum besten Spieler der abgelaufenen Saison gewählt wurde und von zahlreichen Klubs umworben ist, hat sich nach "Kicker"-Informationen für einen Wechsel von RB zu RB entschieden. In Leipzig soll Laimer einen Vierjahresvertrag unterschreiben. Die Ablöse soll sechs bis acht Millionen Euro betragen.

Ebenfalls ernst macht RB Leipzig im Poker um den Portugiesen Bruma von Galatasaray Istanbul. "Das einzige konkrete Angebot haben wir von Leipzig erhalten', sagte Gala-Boss Dursun Özbek im türkischen TV und nannte auch die Summe, die RB Leipzig für den 22-Jährigen bietet: 9 Millionen Euro. Das allerdings dürfte nicht reichen, damit der Flügelspieler von Galatasaray nach Leipzig wechselt. 15 Millionen Euro sollten es mindestens sein an Ablöse, noch lieber wären den Türken 20 Millionen.
Dass diese Summe zusammenkommt, ist nicht unwahrscheinlich. Mit Tottenham Hotspur und Leicester City sollen auch Premier-League-Klubs am Portugiesen dran sein, schreibt die "Bild"-Zeitung. Zumal Leipzig vielleicht vor einem Geldsegen steht: Angeblich bieten Jürgen Klopp und sein FC Liverpool für RB-Mittelfelddynamo Naby Keita 57 Millionen Euro.
Punkte per Elfer geklaut - Fan meldet Raub bei Polizei

Ein kurioser Telefonmitschnitt belustigt Argentinien. Darauf ist zu hören, wie bei der Polizei per Notruf ein "Raub" gemeldet wird. Was daran lustig sein soll? Nun, auf die Frage der Telefonistin nach dem Tatort nennt der Anrufer die Adresse des Stadions. Wie viele Täter es gewesen seien? 50.000. Was geraubt wurde? Zwei Punkte. Die Polizistin wiederholt "verständnislos" zweimal die Frage und bekommt noch zu hören, dass ein Elfmeter "gestohlen" worden sei.
Anlass für den Anruf war ein zweifelhafter Elfmeter gegen die Boca Júniors Buenos Aires in der 94. Minute, der CA Huracán im Stadtderby den Ausgleich ermöglichte. Den Boca-Fan empörte die vermeintliche Benachteilitung des Erstliga-Spitzenreiters derart, dass er umgehend die Polizei-Notrufnummer 911 wählte und besagten "Raub" meldete. Wegen des Scherz-Anrufes droht ihm nun ein juristisches Nachspiel.
Relegations-Krimi, Tuchel-Theater, Formel-1-Farce - das wird wichtig
Guten Morgen, liebe Leser,
dann hoffen wir mal, Sie sind besser durch das Wochenende gekommen als Angelique Kerber und Pascal Wehrlein. Falls Sie sportabstinent waren: Kerber ist bei den French Open nach indiskutabler Leistung in Runde 1 gescheitert, Wehrlein hat einen Kopfüber-Crash in Monaco fabriziert. Weiterer Aufreger des Formel-1-Klassikers: Die (un-)heimliche Stallregie bei Ferrari zum Vettel-Sieg.
Außerdem war von großem Interesse: Der Pokalsieg von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt und der anschließende Infight zwischen Noch-BVB-Coach Thomas Tuchel und seinem Klub. Ob es besser für ihn ausgeht als für Helene Fischer?
Was wird heute wichtig
Der VfL Wolfsburg hat nach dem umstrittenen 1:0 im Hinspiel gegen Eintracht Braunschweig die weitere Erstklassigkeit vor Augen. Das Rückspiel in Braunschweig wird um 20.30 Uhr angepfiffen. Vielleicht geht es diesmal ohne umstrittene Handelfer und durchnässte Schuhe ab.
Kollege Preiss schnitzt bereits an der Formel-1-Analyse zum Rennen in Monaco. Kleiner Appetithappen: Die Stallregie bei Ferrari wird auch Thema.
Im Tuchel-Theater beim BVB könnte der letzte Vorhang fallen.
Nach dem deutschen Fehlstart bei den French Open ruhen die Hoffnungen heute auf Alexander Zverev. Sein Gegner ist der Spanier Fernando Verdasco - es kann unangenehm werden. Zverevs Bruder Mischa bekommt es mit dem Qualifikanten Stefano Napolitano zu tun. Ebenfalls im Einsatz sind die allerdings formschwache Andrea Petkovic und Carina Witthöft.
In Düsseldorf beginnt die Tischtennis-WM mit der Qualifikation im Einzel, Doppel und Mixed. Für die deutschen Asse um Rekordeuropameister Timo Boll wird es erst am Dienstag ernst. Was Sie sonst noch wissen müssen, erfahren Sie in unserer Vorschau.
In diesem Sinne: Vollgas!