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Wieder was gelernt Die gefährlichste Insel Deutschlands

Das Institutsgelände erstreckt sich über fast die gesamte Insel Riems im Greifswalder Bodden.

Das Institutsgelände erstreckt sich über fast die gesamte Insel Riems im Greifswalder Bodden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die kleine Ostseeinsel Riems gilt als "Deutschlands gefährlichste Insel", manche nennen sie auch das "Alcatraz der Viren". Denn auf Riems befindet sich das Friedrich-Loeffler-Institut. Dort forschen, umgeben von hohen Zäunen, Stacheldraht und verschiedenen Sicherheitszonen, Wissenschaftler an Tierseuchen, aktuell auch am Coronavirus.

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Bereits seit 1910 ist das Friedrich-Loeffler-Institut, das heutzutage als Bundesforschungsanstalt für Tiergesundheit fungiert, auf der etwas über einen Kilometer langen und 300 Meter breiten Insel Riems beheimatet. Der Entdecker des Maul- und Klauenseuche-Virus und spätere Insitutsgründer, Friedrich Loeffler, hatte seine Experimente in Greifswald durchgeführt. Weil es aber in der Folge immer wieder zu Ausbrüchen der Krankheit kam, wich er auf die Insel Riems aus. Mittlerweile arbeiten 450 Menschen am Friedrich-Loeffler-Institut unter strengsten Sicherheitsbedingungen, denn die hochansteckenden Erreger dürfen natürlich auf keinen Fall aus den Laboren entweichen, sagt Instituts-Präsident Thomas Mettenleiter.

"Unsere Sicherheitsvorkehrungen sind extrem hoch. Die Bereiche der höheren Schutzstufen drei und vier werden unter Unterdruck gehalten, sodass von innen nichts nach außen entweichen kann, selbst wenn Leckagen entstehen sollten. Die Zuluft wird entsprechend über erregerdichte Filter gefiltert, die Abluft über doppelte Filter. Alles, was das Gebäude verlässt, wird dekontaminiert, also desinfiziert, Abwasser wird aufgekocht und Tierkörper werden entsprechend bei hohem Druck und hoher Temperatur verarbeitet. Wissenschaftler und unterstützendes Personal müssen beim Reingehen in den Hochsicherheitsbereich komplett nackt durch eine Schleuse hindurch und beim Rausgehen eine Zwangsdusche über sich ergehen lassen."

Mit welchen Tieren bei den Coronavirus-Tests gearbeitet wird, hören Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Wann könnten wir einen Impfstoff gegen das Coronavirus bekommen? Wie wurde Ischgl zur Virenschleuder Europas? Was bedeutet die Corona-Krise für die Landwirtschaft? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, sks