Panorama

Drogenkrieg in Marseille 14-Jähriger mit Sturmgewehr erschossen

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Zuletzt häuften sich in der Hafenstadt Marseille die Todesfälle im Zusammenhang mit dem Bandenkrieg.

(Foto: imago images/José Fuste Raga)

Eine Person auf einem Motorroller schießt mit einem Sturmgewehr in eine Hochhaussiedlung in Marseille. Ein 14-jähriger stirbt, zwei weitere Minderjährige werden verletzt. Frankreichs Innenminister Darmanin spricht von "Terror" in Gebieten der Drogendealer.

Der brutale Bandenkrieg um Drogengeschäfte in der südfranzösischen Stadt Marseille hat einen 14 Jahre alten Jungen das Leben gekostet. Der Jugendliche sei vor einer Hochhaussiedlung von Geschossen aus einem Sturmgewehr getroffen worden und später im Krankenhaus gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft von Marseille mit. Ein weiterer Jugendlicher wurde demnach am Bein verletzt, ein acht Jahre altes Kind erlitt eine leichte Verletzung am Kopf.

Eine Person, die mit einem Komplizen auf einem Motorroller vorgefahren sei, habe mit dem Sturmgewehr auf einen Drogenverkaufspunkt vor der Siedlung geschossen und dabei die Jugendlichen und das Kind getroffen, hieß es. Der getötete Junge sei nicht vorbestraft gewesen. "Terror breitet sich in den Wohnvierteln aus, die sich in den Fängen der Drogendealer befinden", sagte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin dem Sender BFMTV. Es sei ziemlich offensichtlich, dass der Krieg um Gebietsansprüche einer der Gründe für die Attacke gewesen sei.

Noch am Tag des Angriffs hatte Darmanin Marseille einen Besuch abgestattet und sich über den Kampf der Polizei gegen den florierenden Drogenhandel informiert. Zuletzt häuften sich in der Hafenstadt die Todesfälle im Zusammenhang mit dem Bandenkrieg.

Quelle: ntv.de, can/dpa

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