Panorama

Leiche per DNA identifiziert Ahrtal-Flutopfer auf Rhein bis Rotterdam getrieben

259070281 (1).jpg

Blick auf Rotterdam.

(Foto: picture alliance / Jochen Tack)

In Rotterdam treibt eine weibliche Leiche im Wasser. Untersuchungen zeigen, dass es sich bei der Toten um eine Vermisste aus dem Ahrtal handelt. Scheinbar trieb die Flut den Körper bis in die Niederlande.

Eine seit der Flutkatastrophe vermisste Frau aus dem rheinland-pfälzischen Ahrtal ist tot in Rotterdam gefunden worden. Die Leiche sei bereits vor einigen Wochen entdeckt worden, sagte ein Sprecher der für das Ahrtal zuständigen Polizei Koblenz. Offenbar wurde die Frau durch den Rhein bis nach Rotterdam getrieben.

Erst Ende September hätten Ermittler die Frau über eine DNA-Probe identifizieren können. Die Analyse habe Zeit gebraucht. Die Zahl der nach der Flut vermissten Menschen sank damit auf zwei, während die Zahl der Toten um eins auf 134 anstieg.

Starke Regenfälle hatten Mitte Juli katastrophale Überschwemmungen an Flüssen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ausgelöst. Viele Gemeinden, insbesondere im Ahrtal, wurden verwüstet. In Rheinland-Pfalz kamen im Zusammenhang mit dem Hochwasser 134 Menschen ums Leben. Acht weitere aufgefundene Tote waren nach Angaben der Landeseinsatzleitung schon vor der Flut gestorben. In Nordrhein-Westfalen gab es 48 Tote.

Hunderte Haushalte wieder am Gasnetz

Mittlerweile sind 1100 Haushalte im Ahrtal wieder ans Gasnetz angeschlossen worden. Am Donnerstag ging eine mobile Gasversorgungsanlage für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler in Betrieb, wie das Innenministerium mitteilte. Diese diene der Wärmeversorgung. Parallel dazu werde an der Wiederherstellung der regulären Leitungen gearbeitet.

Die mobile Anlage sei bis dahin eine kurzfristige Lösung. "Nach den im Sommer sehr schlechten Meldungen über eine fehlende Gasversorgung im Winter in weiten Teilen der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bin ich sehr froh, dass es uns nun gelungen ist, mit dieser Flüssigerdgas-Anlage eine Zwischenversorgung zu sichern", erklärte Begona Herrmann, Vize-Präsidentin der rheinland-pfälzischen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Der Energieversorger EVM hatte im August mitgeteilt, dass weite Teile der Stadt voraussichtlich bis zum kommenden März nicht mit Gas versorgen werden können.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.