Panorama

Mordkomplott an Ex-Freundin Angeheuerter Auftragskiller rettet Opfer

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Ein angeheuerter Auftragsmörder weiß sich zu helfen.

(Foto: imago/Deutzmann)

Ein 62-jähriger Mann will seine Ex-Freundin ermorden lassen, weil sie sich mit einem anderen Mann trifft. Dafür heuert Keith Cote einen schießerprobten Ex-Marine an. Doch der verfolgt seinen eigenen Plan - und die Geschichte verläuft ganz anders als geplant.

Es klingt wie ein Kinothriller, aber Keith Cote aus Texas wollte tatsächlich für 10.000 Dollar seine Ex-Freundin ermorden lassen. Es passte dem Mann nicht, dass SanDee Jones einen farbigen Mann trifft. Deshalb will er seine ehemalige Partnerin lieber tot als lebendig sehen. Für seinen Mordplan sucht er sich einen ehemaligen US-Marine aus, der die Tat für ihn ausführen soll. Das berichtet die britische Zeitung "Daily Mail".

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Der eifersüchtige Mann fragt den ehemaligen Soldaten Joey Sees, ob er eine 9-Millimeter-Pistole und einen Schalldämpfer besorgen könne. Als Lohn bietet er 10.000 US-Dollar in bar an. "Wenn die Kugel in ihrem Kopf ist", soll Sees noch weitere 15.000 Dollar für den ausgeführten Auftragsmord erhalten.

Cote glaubt, er habe mit dem ehemaligen Soldaten den perfekten Killer engagiert. Sees gibt vor, dass dies für ihn als kriegserfahrenen Mann der "perfekte Job" sei. Später sagt er einem lokalen Medium: "Wenn wir im Kriegsgebiet waren, haben wir alles versucht, wieder nach Hause zu kommen und uns gegenseitig beschützt. Er dachte wohl, jeder US-Marine ist ein Berufskiller."

"Auftragskiller" mit eigenem Plan

Joey Sees spielt das Spiel mit, allerdings will er in Wahrheit das Mordkomplott stoppen. Er alarmiert die Polizei und schmiedet mit den Beamten einen Plan, mit dem der Auftraggeber gestellt werden soll. Sees wird verkabelt und mit einer Videokamera ausgestattet. Dann trifft er seinen Auftraggeber Cote, der nichtsahnend und freimütig von den detaillierten Mordplänen berichtet. In mehreren Videosequenzen erklärt er Sees, wie genau er die Ex-Freundin umbringen soll. "Geh zu ihrem Auto, klopf an die Fensterscheibe und schieße ihr zwei Mal in den Kopf", sagt der 62-Jährige in der Aufzeichnung.

Kurz darauf wird er verhaftet, vor Gericht plädiert er dennoch auf nicht schuldig. Nachdem er im Herbst diesen Jahres aus dem Gefängnis entlassen wird, sieht er keinen Ausweg mehr und begeht Selbstmord. Die ehemalige Freundin hingegen lebt und ist dem Ex-Marine zutiefst dankbar dafür, dass er den Mordplan verhindert hat. Bei einem Treffen erklärt sie ihrem Retter, dass ihr Ex-Freund ein Kontrollfreak und Rassist gewesen sei.

Sees, den viele als Helden sehen, ist einfach nur froh, dass er die Tat vereiteln konnte: "Ich wusste, dass ich es stoppen musste. Und ich wusste, dass ich die Polizei rufen musste. Ich bin einfach froh, dass er ausgerechnet mich gefragt hat", erklärt der ehemalige Soldat erleichtert.

Quelle: n-tv.de, sgu

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