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Epilepsie-Verdacht nach Unfall Anwalt von SUV-Fahrer gibt Erklärung ab

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Der Fahrer fuhr mit seinem Porsche vier Fußgänger tot.

(Foto: dpa)

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Berlin kommen vier Menschen ums Leben, darunter ein kleines Kind. Elf Tage danach ist die Ursache immer noch unklar. Nach einer Stellungnahme des Fahrer-Anwalts erhärtet sich allerdings ein Verdacht.

Nach dem SUV-Unfall mit vier Toten in Berlin hat der Anwalt des Fahrers der Berliner Staatsanwaltschaft einem Bericht zufolge eine erste Stellungnahme vorgelegt. "Die Hinweise und Spekulationen, wie sie von Anfang an bestanden, haben sich derzeit weiter konkretisiert", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft dem RBB. Der Anwalt habe in dem Schreiben "in der Tat bestätigt, dass eine akute gesundheitliche Problematik Ursache des Unfall gewesen sein könnte".

Die Beifahrerin hatte der Polizei nach dem Unfall einen Hinweis auf einen möglichen epileptischen Anfall des Fahrers gegeben. Daraufhin habe die Staatsanwaltschaft "einen Durchsuchungsbefehl erwirkt und die Privaträume des Fahrers durchsucht. Das war am Freitag. Es wurden Beweismittel sichergestellt, die jetzt ausgewertet werden", sagte der Sprecher gestern weiter.

Die Wohnung des 42-jährigen Porsche-Fahrers liegt nicht sehr weit von Unfallstelle in Berlin-Mitte entfernt, wie RTL berichtete. Ob die Staatsanwaltschaft Medikamente oder auch Computer und Handys beschlagnahmte, wurde nicht gesagt. Gegen den Fahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Am 6. September war das Auto an einer Kreuzung in Berlin über die Gegenfahrbahn hinweg von der Straße abgekommen. Der SUV rammte eine Ampel, überfuhr vier Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun. Neben einem drei Jahre alten Kind erlagen zwei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren sowie die 64-jährige Großmutter des Kindes am Unfallort ihren Verletzungen. Die toten Männer stammen aus Spanien und Großbritannien. Die Mutter des Dreijährigen, die ihren älteren Sohn dabei hatte, überlebte nach Angaben der Feuerwehr.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa

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