Panorama

Ausnahme für Hotspots Auch bei Rewe fallen die Masken

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Per Hausrecht könnten Supermärkte noch auf die Maskenpflicht pochen - bislang bleibt es bei Empfehlungen.

(Foto: imago images/IPA Photo)

Die Massenpflicht beim Einkauf fällt in wenigen Tagen vielerorts weg. Mit Rewe zieht nun eine von Deutschlands führenden Supermarktketten nach. Ausnahmen gibt es nur in Hotspot-Regionen.

Nach langen Corona-Vorgaben können sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands darauf einstellen, wieder ohne Maske einkaufen zu gehen. Nach Edeka kippt auch Rewe die Maskenpflicht in seinen Filialen. Ab kommender Woche müssten Kunden keine Masken mehr tragen, teilte das Unternehmen mit. Es sei denn, das Tragen ist im Rahmen von Hotspot-Regelungen weiter staatlich vorgeschrieben. Das gelte auch für das Tochterunternehmen Penny und die Baumarktkette Toom.

Von seinem Hausrecht werde Rewe nach dem Ende der staatlichen Vorgaben nicht Gebrauch machen. Über das Hausrecht wäre es möglich, dass Firmen in ihren Räumen weiter das Tragen von Masken vorschreiben - das gilt in der Branche aber als nicht durchsetzbar. Lebensmittelgeschäfte wie Aldi und Edeka verzichten künftig ebenfalls auf die Maskenpflicht, empfehlen Kunden und Mitarbeitern jedoch, beim Einkauf weiterhin Maske zu tragen.

Auch der Möbelhändler Ikea und die Bekleidungskette Ernsting's family wollen ab Montag die Maskenpflicht aufheben, empfehlen aber ihren Besuchern, weiterhin den Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Bei der Kaufhauskette Woolworth und der Buchhandelskette Thalia müssen Kunden ab kommender Woche auch nicht mehr grundsätzlich Maske tragen. Das Gleiche gilt für Douglas, C&A, MediaMarkt und Saturn.

Lidl und Aldi machten ebenfalls deutlich, dass die Kunden bei ihnen bald nicht mehr zum Mund-Nase-Schutz greifen müssen. Sollten staatliche Vorgaben "die Aufhebung der Maskenpflicht für Kunden vorsehen, werden wir diesen folgen", teilte die Schwarz-Gruppe mit, zu der Lidl und Kaufland gehören.

Hotspots bislang in MV und Hamburg

Nach dem geänderten Infektionsschutzgesetz sind den Ländern ab diesem Sonntag nur noch wenige Alltagsvorgaben zu Masken, etwa in Kliniken und Pflegeheimen möglich. Weitergehende Auflagen auch mit Maskenpflichten im Handel können sie in regionalen Hotspots verhängen, wenn das Landesparlament für diese eine drohende kritische Corona-Lage feststellt. Vorerst sind solche Hotspots aber nur in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg vorgesehen.

Neben den Kunden geht es bei den Corona-Regeln auch um das Personal - und das Interesse der Firmen, viele Krankheitsausfälle zu vermeiden. Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Die Beschäftigten machen sich große Sorgen. Sie haben jetzt zwei Jahre lang in der Pandemie den Laden buchstäblich am Laufen gehalten und haben das Recht, geschützt zu werden." Wenn einzelne Unternehmen sich für Maskenpflichten entschieden, sei das unübersichtlich für die Kunden. Wünschenswert wären bundesweite Regelungen, die Beschäftigte und Kunden schützen.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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