Panorama

Verfolgungsjagd nach Nürnberg Autofahrer flieht 170 Kilometer vor Polizei

Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht steht am Rande einer Demonstration in Kiel. Foto: Carsten Rehder/dpa

Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht steht am Rande einer Demonstration in Kiel. Foto: Carsten Rehder/dpa

(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Statt anzuhalten, gibt ein Autofahrer bei einer Verkehrskontrolle in der Münchner Innenstadt plötzlich Gas. Streifenwagen verfolgen ihn - bis kurz vor Nürnberg. Dort wird er gefasst. Warum er floh, ist unklar.

Ein Autofahrer ist der Polizei von der Münchner Innenstadt aus auf der Autobahn 9 bis kurz vor Nürnberg davongerast. Erst nach rund 170 Kilometern konnte er gestoppt werden, an einer Rastanlage in der Nähe von Feucht. Dabei sei es zu einem leichten Zusammenstoß von Fahrzeugen gekommen, hieß es.

Der Mann sollte in München wegen einer Verkehrskontrolle angehalten werden. "Statt anzuhalten beschleunigte der Fahrer seinen Pkw und flüchtete Richtung Stachus", hieß es von der Polizei. Später überwand er auch eine eigens eingerichtete Kontrollstelle. Dabei wurden das Auto des Fahrers als auch zwei Polizeiwagen leicht beschädigt.

An der Anschlussstelle Lauf Süd wendete der Flüchtende laut Polizei und fuhr wieder Richtung München. An der Rastanlage Feucht West wurde er dann festgenommen. Dabei kam es laut Polizei zu einem leichten Zusammenstoß von Fahrzeugen. Verletzt wurde laut Polizei aber niemand.

"Den Einsatzkräften bot sich der Eindruck, dass sich der Festgenommene augenscheinlich in ungeordneten Lebensverhältnissen befand und sich bereits eine längere Zeit in seinem Fahrzeug aufhielt", teilte die Polizei weiter mit. Warum der Mann geflüchtet war, ist bisher unklar. Er soll keine Ausweispapiere bei sich gehabt haben. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

Trotz mehrerer Streifen der anliegenden Polizeipräsidien und eines Polizeihubschraubers gelang es den Beamten zunächst nicht, den Autofahrer zu stoppen. Um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, sperrte die Polizei teilweise Zufahrten auf die Autobahn, der nachfolgende Verkehr wurde abgebremst. Zwischenzeitlich warf der Mann den Angaben zufolge mehrere Gegenstände aus dem fahrenden Auto, unter anderem Steinbrocken.

Quelle: ntv.de, mli/dpa