Panorama

Ehefrau und Kinder tot Besorgter Vater gerät unter Mordverdacht

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Der 33-jährige Familienvater soll seine schwangere Frau und seine beiden Töchter umgebracht haben.

(Foto: REUTERS)

In mehreren Fernseh-Interviews rührt ein 33-Jähriger zu Tränen: Seine schwangere Frau und seine beiden kleinen Töchter sind verschwunden. Doch wenig später klicken die Handschellen: Der Mann soll seine Familie umgebracht haben.

Im US-Bundesstaat Colorado ist ein 33-jähriger Familienvater festgenommen worden, weil er unter Verdacht steht, seine schwangere Ehefrau und seine beiden kleinen Töchter ermordet zu haben. Über den Fall berichten mehrere US-Medien. Besonders merkwürdig an der Geschichte: Drei Tage zuvor hatte der Mann mehreren Medien noch Interviews gegeben. Vor laufender Kamera beteuerte er seine große Sorge um seine verschwundene Familie.

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Die Geschichte des mutmaßlichen Mörders geht so: Er habe am Montag gegen 5 Uhr das Haus in der Kleinstadt Frederick nahe Denver verlassen, um zur Arbeit zu fahren. Als er später zurückkehrte, fand er das Portemonnaie und die Schlüssel seiner 34-jährigen Frau auf dem Küchentisch. Auch ihr Auto stand in der Garage, aber von ihr und den beiden Töchtern, drei und vier Jahre alt, fehlte jede Spur.

In die Fernsehkameras sagte der Familienvater, er hoffe, dass seine Frau und seine beiden Kinder bald wohlbehalten zurückkehren würden. "Ich hoffe, dass sie irgendwo sind, wo sie sicher sind." Das Haus sei ohne seine Liebsten so leer. "Die letzte Nacht war schrecklich." Er halte es kaum alleine aus.

Doch dann entdeckten Ermittler die Leichen der Vermissten auf einem Ölfeld, wo der Familienvater arbeitete. Die Polizei nahm ihn vorläufig fest. Nun ermitteln die Behörden wegen des Verdachts des dreifachen Mordes und wegen Manipulation von Beweisen. Bei seiner ersten Anhörung sagte der mutmaßliche Täter nichts. Einige Medien berichten allerdings, dass er die Taten gegenüber der Polizei bereits gestanden haben soll. Bis Montag will die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erheben.

Die zuständige Staatsanwaltschaft erklärte, dass sie davon ausgehe, dass die Frau und die beiden Mädchen in ihrem Haus zu Tode kamen. Der Verdächtige habe die Leichen später fortgeschafft. Über die genaue Todesursache sagte die Behörde bislang nichts.

Über das Motiv des Mannes ist ebenfalls noch nichts bekannt. Bekannt ist lediglich, dass er und seine Frau finanzielle Schwierigkeiten gehabt haben sollen. Freunde des Paares berichteten jedoch, dass es zwischen den Eheleuten nie gravierende Streitigkeiten gegeben habe. Im Juni teilte die Ehefrau auf Facebook noch das Ultraschallbild ihres ungeborenen Kindes. Darunter schrieb sie, ihr Mann sei "der beste Vater, den wir Mädchen haben können".

Quelle: n-tv.de, kpi