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Rettungsteam braucht 28 Stunden Bikini-Wanderin nach Sturz erfroren

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Im taiwanesischen Gebiet Yushan gibt es eine Reihe von mehr als 3000 Meter hohen Bergen.

imago/Panthermedia

Innerhalb von vier Jahren erklimmt Gigi Wu viele Berggipfel. Oben angekommen posiert die Taiwanesin stets im Bikini für ein Foto und wird dadurch bekannt. Während ihrer letzten Wanderung verletzt sie sich bei einem Sturz schwer. Jede Rettung kommt zu spät.

Eine durch Bikini-Fotos von Berggipfeln bekannt gewordene Wanderin ist in Taiwan tödlich verunglückt. Gigi Wu stürzte am Samstag im Yushan-Nationalpark in eine Schlucht und verletzte sich schwer, wie die Rettungskräfte mitteilten. Sie konnte zwar schwer verletzt über ein Satellitentelefon Freunde alarmieren. Die Einsatzkräfte gelangten aber wegen schlechten Wetters nicht schnell genug zu der 36-Jährigen. Ihr Leichnam wurde dann am Montag entdeckt.

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Wu sei zwischen 20 und 30 Meter in die Tiefe gestürzt, sagte ein Vertreter der Rettungskräfte. Sie habe Freunden am Telefon gesagt, dass sie ihre untere Körperhälfte nicht mehr bewegen könne. Demnach gab sie aber noch ihre Koordinaten durch. Nach Angaben der der Feuerwehr habe sie das Notsignal bei 1700 Höhenmetern abgesetzt, wo die Temperatur nachts auf knapp unter null Grad fallen.

Wegen schlechten Wetters konnten Hubschrauber nicht zu der Unglücksstelle fliegen. Ein Rettungsteam brauchte zu Fuß 28 Stunden, um zu der Verunglückten zu gelangen - jede Hilfe kam aber zu spät.

Über 100 Gipfel in vier Jahren

Die Taiwanesin war in sozialen Netzwerken durch ihre Bikini-Selfies von Berggipfeln bekannt geworden. Sie erklomm die Gipfel in ihrer Wanderkleidung und zog sich dann um. Dem taiwanesischen Sender FTV sagte sie 2018, sie habe in vier Jahren mehr als 100 Gipfel bestiegen. In Taiwan gibt es eine Reihe von mehr als 3000 Meter hohen Bergen.

"Ich habe auf jedem der 100 Berge einen Bikini angezogen", sagte sie damals. "Ich habe nur rund 97 Bikinis, also habe ich versehentlich manche mehrfach angezogen." Bereits zur Weihnachtszeit hatte Wu Bilder gepostet, die Verletzungen nach einem Sturz zeigen. Sie sei froh, noch am Leben zu sein, gab sie damals zu.

Quelle: n-tv.de, mba/AFP

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