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Wetterwoche im Schnellcheck Der Hochsommer verabschiedet sich

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Sturmböen auf Norderney. Mitte der Woche könnte es davon mehr geben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Wetterlage bleibt unbeständig, eines aber steht fest: In dieser Woche beginnt der Spätsommer. Im Süden kühlt es schon zu Beginn der Woche ab. Bis zum Wochenende erwarten uns gleich mehrere Tiefs.

Das erste Augustdrittel war gemessen am Gesamtmonat noch rund 2,5 Grad zu warm (Vergleichszeitraum 1961-1990). Doch das dürfte sich schon bald ändern. Denn auch wenn wir mitten in den Hundstagen und damit in der - statistisch gesehen - heißesten Zeit des Jahres liegen, so zeigt die mitteleuropäische Großwetterlage fast schon frühherbstliche Züge. Hinter Sturmtief "Yap" ist nun nämlich die Tiefdruckautobahn vom Atlantik her eröffnet und sorgt für wechselhafte, teils windige und meist unsommerliche Tage. Zuvor wird jetzt die restliche Sommerluft aus Deutschland vertrieben. Wie zu erwarten, wird das nicht ohne entsprechende Begleiterscheinungen - insbesondere Starkregen - ablaufen.

Björn Alexander

n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Kaum verwunderlich ist in dieser unbeständigen Gemengelage, dass die Sternengucker, die den Sternschnuppenregen der Perseiden verfolgen möchten, selber erst einmal Glück brauchen, um klaren Blick auf den Himmel zu ergattern. Außerdem wird das Firmament noch durch den zunehmenden Mond erhellt, was wiederum die Sichtbarkeit der Sternschnuppen verblassen lässt. Vollmond ist übrigens am Donnerstag, 15. August, während das Maximum der Perseiden-Aktivität bereits am Dienstag erreicht ist und die Intensität danach langsam nachlässt.

Bleibt abschließend noch die Frage zu klären, wer überhaupt noch Chancen auf Hochsommerfeeling und den klaren Himmelsblick hat. Da bietet sich im Bereich der klassischen Urlaubsdestinationen eigentlich nur noch die Mittelmeerregion an. Hier bleibt es bis auf wenige Schauer trocken und warm bis heiß. Die Skandinavien-Fans erwartet dagegen sehr bescheidenes Wetter. Neben den Regengüssen wird es windig und kühl bei 14 bis 19, mit Glück mal bis 20 Grad. Und viel mehr haben die Temperaturen auch bei uns vorerst einmal nicht zu bieten. Hier die Details.

Nacht zum Montag

Ein Gewitterkomplex zieht von Frankreich in den Südwesten Deutschlands und breitet sich unter Abschwächung bis in den Osten aus. Erhöhte Unwettergefahr besteht dabei anfangs in Baden-Württemberg, später noch vom Bodensee bis nach Nordbayern. Im Laufe der Nacht lassen die Schauer aber vorübergehend nach.

Montag

Auch im Süden ist nichts mehr vom Sommer übrig. Dicke Wolken und gewittrig durchsetzter Regen sorgen für einen Temperatursturz von rund 10 Grad. Ansonsten legt der Tag noch freundlich los, bevor sich nachmittags im Westen und Norden neue Schauer und Gewitter auf den Weg machen. Ein bisschen Sommerfeeling gibt es nur noch von Brandenburg bis zur Ostsee. Hier kommen die Temperaturen immerhin auf trockene 26 Grad.

Dienstag bis Donnerstag

Die Tiefs vom Atlantik haben leichtes Spiel und somit erwartet uns unbeständiges und nur mäßig warmes Wetter. Die Temperaturen werden sich auf 17 bis 23 Grad einpendeln. Dazu frischt der Wind vor allem im Norden oft auf. Allerdings kommt auch die Sonne immer mal wieder zum Zug, sodass es zwischen den Schauern auch mal ganz angenehme Phasen geben wird. Besonders der Mittwoch sollte über der Südhälfte noch mal recht schön werden. Derweil rollt an der Nordsee möglicherweise ein weiteres Sturmtief heran. Zumindest im Norden bleiben die ruhigen Phasen Mangelware.

Freitag und am Wochenende

Nach einem zum Teil turbulenten Donnerstag deutet sich am Freitag eine Wetterberuhigung an, die mit mehr Sonne und weniger Regen bei 17 bis 24 Grad einhergeht. Doch bereits am Wochenende dürfte uns das nächste Tief mit Wind, Regengüssen und Höchstwerten um die 18 bis 25 Grad überqueren. Da dementsprechend kein neues Sommerhoch in Sicht ist und die Tage auch schon immer kürzer werden, gehen wir langsam aber sicher in den Spätsommer über. Vom Hochsommer 2019 müssen wir uns sehr wahrscheinlich schon jetzt verabschieden.

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Quelle: n-tv.de

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