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Leiche in Wohnung gefunden Dozent hat abgetrennte Hände im Rucksack

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Oleg Sokolov ist Chevalier der französischen Ehrenlegion.

(Foto: Wikipedia / Irina Efremova / CC BY-SA 4.0)

Im Zentrum von St. Petersburg retten Polizisten einen berühmten Historiker aus dem eiskalten Fluss Moika. Als sie einen Blick in seinen Rucksack werfen, stoßen die Beamten auf einen äußerst ungewöhnlichen Inhalt. Auch in seiner Wohnung gibt es einen grausigen Fund.

Im Zentrum der russischen Stadt Sankt Petersburg ist ein Mann aus einem Fluss gerettet worden, in dessen Rucksack sich zwei abgetrennte weibliche Hände befanden. Das berichten übereinstimmend mehrere russische Medien.

Der Vorfall ereignete sich demnach am Fluss Moika im Zentrum der nordrussischen Metropole. Nach Angaben der Polizei wurde der 63-Jährige untersucht, nachdem er aus dem Wasser gezogen wurde. Dabei entdeckten die Beamten in seinem Rucksack neben den abgeschnittenen Händen auch eine Pistole. Der Mann wurde mit einer Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht.

Verstümmelte Leiche in Wohnung

Laut russischen Medienberichten wollte der Mann seine Tasche im Fluss versenken. Als dies nicht gelang, sprang er selbst ins Wasser. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung in unmittelbarer Nähe des Flusses entdeckte die Polizei eine weibliche Leiche, einen abgetrennten Kopf und eine blutige Säge. Mehrere Medien berichteten, bei der Toten könne es sich um eine Verwandte des Mannes handeln. Die Polizei ermittelt wegen Mordes.

Laut einem Bericht des Fernsehsenders "Petersburg - Channel 5" handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den berühmten Historiker Oleg Sokolow. Der Dozent an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg ist einer der Mitbegründer der militärhistorischen Rekonstruktionsbewegung in Russland und Mitglied des wissenschaftlichen Rates der russischen militärhistorischen Gesellschaft. 2003 erhielt er den französischen Orden der Ehrenlegion. Sokolov ist Autor zahlreicher Monographien zur Geschichte Europas vom 17. bis zum 19. Jahrhundert.

Im vergangenen Jahr wurde Sokolow beschuldigt, eine Studentin verprügelt zu haben. Die Tageszeitung "Moskowski Komsomolez" veröffentlichte damals die Anzeige der jungen Frau bei der Polizei. Darin gibt die Studentin zu, eine Affäre mit dem Dozenten gehabt zu haben. Als sie sich von ihm trennen wollte, wurde sie demnach brutal geschlagen und misshandelt.

Aus der Aussage der jungen Frau geht hervor, dass Sokolow sie zu sich nach Hause gelockt, gefesselt und dann mehrmals ins Gesicht, auf Brust und Bauch geschlagen haben soll. Er soll auch ein heißes Eisen vor ihr Gesicht gehalten und gedroht haben, sie zu verstümmeln.

Quelle: n-tv.de, uzh

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