Panorama

Unfälle in den Alpen Drei Bergsteiger verunglücken tödlich

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Bei dem Unglück in Valfurva in der Lombardei war die Gruppe der Bergsteiger im Schnee unterwegs.

(Foto: imago/Westend61)

In den italienischen Alpen, in Tirol und an der Zugspitze ereignen sich jeweils schwere Unfälle. Dabei sterben drei Bergsteiger, zwei weitere werden schwer verletzt. Das warme Wetter bedingt möglicherweise einen der Stürze.

Die Wandersaison hat längst begonnen - und mit ihr einher gehen mehrere schwere Bergunfälle. Sowohl in den italienischen Alpen, in Tirol als auch an der Zugspitze sorgen die Unglücke für Bestürzung. Insgesamt kamen dabei drei Menschen ums Leben. Unter ihnen sind auch zwei Deutsche.

In den italienischen Alpen ist eine Gruppe deutscher Sportler aus Stuttgart verunglückt. Eine Frau starb bei dem Unglück in Valfurva in der Lombardei gestorben, zwei Männer wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht , wie ein Sprecher der Bergrettung mitteilte. Sie waren auf 3100 Metern Höhe auf dem Forni-Gletscher in einer Seilschaft unterwegs und in eine Spalte gestürzt. Zwei Teilnehmer der Gruppe seien zu einer Hütte zurück und hätten Alarm geschlagen, heißt es in einer Mitteilung der Bergrettung. Nach Angaben der Notfallstelle der Lombardei mussten 14 Menschen vom Berg in Sicherheit gebracht werden.

Zwei Hubschrauber, einer aus Bozen und einer aus Sünders, seien zur Unglücksstelle aufgebrochen, sobald es das Wetter erlaubt hätte, so der Sprecher der Bergrettung. Möglicherweise könnten die Menschen in die Spalte gestürzt sein, weil durch die warmen Temperaturen in den letzten Tagen die Schneeoberfläche über den Spalten geschmolzen und aufgeweicht sei.

50-jährige Deutsche kommt in Tirol um

In Tirol ist eine 50-jährige Frau aus dem Raum Dresden beim Wandern einem herabstürzenden Fels in den Tod gerissen worden. Wie die Polizei mitteilte, erlitt die Frau bei dem Sturz ein Schädel-Hirn-Trauma und einen Genickbruch und dürfte auf der Stelle tot gewesen sein. Die 50-Jährige war nach Angaben der Polizei mit drei weiteren Frauen aus Deutschland auf dem Cottbuser Höhenweg unweit des Steinkogel im Pitztal unterwegs. Da gegen 12 Uhr ein Gewitter aufzog, legten die Frauen auf halbem Weg eine Pause ein, um die Unwetterfront abzuwarten.

Nach den ersten heftigen Regenschauern lösten sich in einer Rinne über der Gruppe größere Steine und stürzten herab. Die 50-Jährige wurde von einem Stein getroffen und dann über felsdurchsetztes Gelände etwa 50 Meter in die Tiefe gerissen. Die Leiche der Frau wurde mit einem Hubschrauber mittels Tau geborgen. Eine ihre Begleiterinnen erlitt durch Steinschlag leichte Verletzungen, die beiden weiteren Frauen blieben unverletzt.

Bei Garmisch-Partenkirchen stirbt ein Niederländer

Auch an der Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen ist ein Bergsteiger in den Tod gestürzt. Dort war ein 50-jähriger Niederländer mit seinem Schwager in Richtung Zugspitzplatt unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Bei dem Vorfall am Dienstag sei er auf einem Altschneefeld ausgerutscht und 150 Höhenmeter in die Tiefe gestürzt. Er erlitt tödliche Kopfverletzungen.

Wegen des unwegsamen Geländes und der Wetterlage habe sich die Bergung schwierig gestaltet. Anstatt mit einem Hubschrauber hätten Helfer der Bergwacht und der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei den Leichnam Richtung Zugspitzplatt abgeseilt und so geborgen.

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Quelle: ntv.de, aeh/dpa