Panorama

RKI macht Hoffnung Dritter Tag mit weniger Neuinfektionen

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"Jeder Abstand zählt", steht auf einem Plakat im Leipziger Clara Zetkin Park.

(Foto: imago images/Christian Grube)

In Deutschland sinkt die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, laut Robert-Koch-Institut seit mehreren Tagen spürbar. Doch ob das eine Lockerung der geltenden Ausgangsbeschränkungen wahrscheinlicher macht, ist unklar. Denn die Zahlen haben einen Haken.

Nach den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland und die Zahl der Todesfälle den dritten Tag in Folge gesunken. Nach den am Montag veröffentlichten Zahlen des Instituts haben sich 123.016 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt - 2537 mehr als einen Tag zuvor. Wieder gesund sind demnach 64.300 Menschen, das ist ein Anstieg binnen 24 Stunden von mehr als 4000.

Die Zahl der Patienten, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben sind, stieg laut RKI um 126 auf 2799. Allerdings wurden bereits zuvor an Wochenenden häufig Fälle mit zeitlicher Verzögerung gemeldet. Nach Berechnungen von ntv.de auf Grundlage der Zahlen aus den einzelnen Ländern gibt es aktuell 124.242 Infizierte. Damit liegt die Zahl der Infizierten nur noch leicht über der Zahl der Menschen, die ihre Covid-19-Erkrankung überstanden haben.

Ob diese Entwicklung auch zu einer Lockerung der Ausgangsbeschränkungen in Deutschland führt, ist fraglich. Am Mittwoch will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise austauschen. Merkel hatte dazu erklärt, ein wichtiger Anhaltspunkt für das weitere Vorgehen werde ein Gutachten der Forschergemeinschaft Leopoldina sein, die am Montag veröffentlicht wurde.

Als wichtiger Berater der Bundesregierung haben die Experten in ihrer Stellungnahme eine Maskenpflicht für den öffentlichen Personenverkehr vorgeschlagen. Zudem sprechen sich die Forscher dafür aus, die Schulen schrittweise zunächst für jüngere Schüler wieder zu öffnen. "Da die Jüngeren im Bildungssystem mehr auf persönliche Betreuung, Anleitung und Unterstützung angewiesen sind, "sollten zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I wieder schrittweise geöffnet werden".

Quelle: ntv.de, jug/rts