Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Es ist und bleibt ein Schaukelsommer

Der Sommer ist bisher wirklich durchwachsen. Manche Orte haben bisher noch gar keine richtig heißen Tage abbekommen. Immerhin: Der Regen lindert die Trockenheit des Frühlings. Und wie geht es weiter? Nun, so weit vorhersehbar leider genauso wie bisher.

Das erste Juli-Drittel ist rum und beim Blick auf die bisherige Monatsbilanz fällt auf, dass es in Sachen Sommer 2020 eindeutige Verlierer und Gewinner gibt. Im Westen und Norden - also von Nordrhein-Westfalen bis rauf nach Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern brachte der Juli noch nicht einen Sommertag mit Höchstwerten von 25 Grad oder mehr. Gleichzeitig zeigte der Monat im Süden und Südosten ein ganz anderes Bild. Hier liegen die Spitzenwerte im Juli verbreitet bei 26 bis knapp 33 Grad.

6980254ed2ee05df05558e983c6b4940.jpg

Wer sich in die Natur wagt, sollte auch auf Regen eingestellt sein.

(Foto: dpa)

Eine Situation, die sich ebenso beim Sonnenschein widerspiegelt. Im Süden sind mancherorts schon 100 Sonnenstunden zusammengekommen. Das entspricht zum Teil schon gut der Hälfte des gesamten Monatssolls. Richtung Nordsee sowie Ems- und Münsterland sind es hingegen teils nur um die 20 bis knapp 30 sonnige Stunden von über 150 möglichen Sonnenstunden. Ganz schön mau für einen Sommermonat.

Dementsprechend ist das Regensoll für den Juli mancherorts bereits erfüllt - nach dem sehr trockenen Frühjahr also durchaus eine gute Nachricht für viele von uns. Und auch die Natur dürfte Freude am Regen gehabt haben. Auf der Kehrseite der Medaille sind unterdessen sicherlich die vielen Urlauber, die in diesem Jahr durch Corona bedingt ihren Urlaub an den Küsten von Nord- und Ostsee verbringen.

Dass sich der Sommer 2020 bisher ganz anders zeigt als die Sommer in den Vorjahren, ist übrigens dem Azorenhoch geschuldet. Das hält sich nämlich in diesem Jahr meistens eher ortsfest und schickt uns nur gelegentliche Ableger. Ein Trend, der auch in der neuen Wetterwoche bestehen bleibt. Und nicht nur das: Eine Vielzahl der Langfrist-Vorhersagen bleibt für den Sommer 2020 bei einem eher wechselhaften und durchschnittlich temperierten Verlauf.

Nacht zum Montag

Es wird erneut ziemlich frisch, verbreitet mit Tiefstwerten zwischen 12 und 3 Grad. Und ganz gelegentlich könnte es Richtung Erzgebirge auch wieder Bodenfrost geben. Später bilden sich stellenweise Dunst- oder Nebelfelder.

Montag

Azorenhoch-Ableger "Yoann" liegt genau über uns. Doch der große Sommerbringer, den mache Wettermodelle in den letzten Tagen schon mal in ihm gesehen haben, wird er nicht. Insofern heißt es: Raus und das schöne Wetter genießen. Zumal auch die Temperaturen ansteigen. Meistens werden es zwischen knapp 20 und 24 Grad. Am Rhein und seinen Nebenflüssen geht es rauf auf 25 bis 29 Grad.

Dienstag

Die Temperaturen bleiben bei 19 bis 29 Grad unverändert. Und auch sonnen technisch sieht es für die meisten von uns abermals ganz gut aus. Lediglich im Westen und Norden machen sich später erste Schauer und örtliche Gewitter breit.

Mittwoch

Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Hui, das ging schnell. Die teils gewittrigen Regengüsse sind bereits im Osten angekommen und damit hat das nächste Tief unser Schönwetter-Hoch "Yoann" schon wieder in seine Schranken beziehungsweise nach Osteuropa verwiesen. Die Temperaturen zeigen ebenfalls einen satten Abwärtstrend bei maximal noch 16 bis 23 Grad. Auch Unwetter sind angesichts des Wetterwechsels nicht auszuschließen. Die Lage wird von den Wettercomputern aber noch unterschiedlich bewertet.

Donnerstag

Die Südosthälfte bleibt noch durchwachsen mit Schauern sowie Blitz und Donner, während es in Richtung Westen und Norden freundlicher und trocken weitergeht. Die Temperaturen bringen es dabei maximal auf 16 bis 22 Grad.

Freitag

Grundsätzlich bleibt die Wetterteilung vom Donnerstag bestehen. Lediglich die Temperaturen bekommen einen kleinen Kick bei 19 bis 25 Grad.

Das Wochenende

Es bleibt dabei: Große Beständigkeit ist nicht die Sache des Sommers 2020. Aber immerhin könnte das Timing passen. Zwar sind am Samstag noch einige Regensignale in den Wettervorhersagen vorhanden. Doch spätestens am Sonntag sollte es überwiegend sonnig und trocken bleiben. Dabei steigen auch die Temperaturen weiter an. Am Samstag bei 21 bis 27 Grad. Der Sonntag legt nochmals etwas zu bei 21 bis knapp 30 Grad. Gar nicht so schlecht, würde nicht die darauffolgende Woche schon wieder mit dem nächsten Tiefausläufer winken. Der Sommer 2020 ist und bleibt ein Schaukelsommer.

Quelle: ntv.de