Panorama

Wetterwoche im Schnellcheck Gewitter und Unwetter beenden die große Hitze

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Auch diese Sonnenblumen in Bayern lechzen nach Regen - so er denn nicht in Form von Unwettern kommt.

(Foto: dpa)

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Auf Hitze folgen Gewitter, so ist es auch diesmal: Nach dem heißen Wochenende kommen Schauer und Gewitter, vereinzelt Unwetter. Auch zum Ende der Woche könnte es ordentlich krachen. Die große Gefahr dabei: Regenmassen, die vom knochentrockenen Boden nicht aufgenommen werden können.

Der Blick auf das kommende Wochenende lässt sich derzeit ganz entspannt an. Denn die Wettercomputer sehen uns abseits von großer Hitze mit fast schon unterkühlten bis unsommerlichen Werten. Der Weg dahin könnte jedoch ein brisanter Akt werden: Teils kräftige Schauer und Gewitter drohen und dürften damit der ganz großen Dürre erst einmal Einhalt gebieten.

Jedoch gleichen die Abschätzung der Niederschlagsverteilung und die möglichen Regenmengen einem Lotteriespiel, so unterschiedlich sehen die Bewertungen der Prognosen aus. Ein dickes Ausrufezeichen setzen das amerikanische oder das australische Wettermodell, laut denen Spitzen von bis zu 200 Liter pro Quadratmeter bis zum Ende der Woche denkbar sind. Ein gewaltiges Regenpotenzial also, das insbesondere in der Osthälfte unseres Landes skizziert wird.

Das europäische Wettermodell lässt es aktuell gemächlicher angehen. Regensummen von 25 bis 50 Liter wären aber auch hier verbreitet durchaus drin, am Alpenrand sogar bis zu 150 Liter je Quadratmeter. Das wäre eine erste und ebenso ernsthafte Linderung in diesem Dürre-Sommer. Problematisch ist jedoch, dass die Böden oftmals knochentrocken sind und somit den möglichen Starkregen nicht rasch genug aufnehmen könnten. Damit drohen Überflutungen.

Verantwortlich für den Wetterwechsel ist einerseits das schwächelnde Hochsommer-Hoch "Oscar", das sich in Richtung Nordskandinavien und Russland verlagert. Andererseits wird dadurch der Weg frei für gleich zwei Tiefdruckgebiete: erst "Jelena", dann "Karin". Zwischendrin gibt es eine Ladung kühlere Luft, eine ordentliche Portion Schwüle und eine weitere Hitzespitze, die am Mittwoch nochmals bis zu 35 Grad im Gepäck hat. Danach kühlt es nachhaltig ab. Hier die Einzelheiten für die bevorstehende Hitze- und Unwetterschlacht:

Nacht zum Montag: Blitze im Westen

Es wird erneut eine sehr warme, teils auch tropische Nacht - also mit Tiefstwerten nicht unter 20 Grad, bevor im Westen die ersten Gewitter aufkommen. Ansonsten bleibt es noch trocken und teilweise klar, so dass der Sternschnuppenregen der Perseiden, der sich momentan auf dem Höhepunkt befindet, nochmals Beachtung bekommen könnte.

Montag: erste Unwetterlage in schwüler Sommerluft

Im Norden und Nordosten bleibt es bis zum Mittag meist sonnig und trocken. Ansonsten beginnt die neue Woche mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Stellenweise sind kräftige Schauer oder Gewitter unterwegs, die vereinzelt mit Unwettern durch Platzregen, Hagel und Sturmböen einhergehen. Dabei ist es sehr schwül mit 23 bis 31 Grad. Am heißesten ist es im Osten, am kühlsten am Alpenrand und in der Eifel.

Dienstag: Sonne und Hitze legen erneut zu

Abgesehen von lokalen Gewittern im Nordosten verläuft der Tag überwiegend freundlich bis sonnig und trocken. Dazu bringen es die Temperaturen vielfach auf 27 bis 33 Grad - Hotspot ist der Oberrhein. Der Hochsommer will es somit wieder wissen.

Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Mittwoch und Donnerstag: zweite Unwetterlage mit Gefahrenpotential

Die Unsicherheiten sind noch groß. Dennoch scheint klar, dass es am Mittwoch im Osten noch lange sonnig und mit Spitzenwerten bis zu 35 Grad abermals sehr heiß bleibt. Gleichzeitig drücken im übrigen Land in teilweise sehr schwüler Luft die Gewitter auf die Tube. Punktuell sind heftiger Regen, Hagel und Sturmböen zu erwarten. Auch Überflutungen sind in Anbetracht der möglichen Regenmengen denkbar. Die Temperaturen erreichen hierbei am Mittwoch zwischen 25 Grad an der Nordsee und bis zu 35 Grad im Osten. Der Donnerstag eröffnet eine Spanne von 22 Grad in der gewittrigen und nassen Eifel und bis zu 32 Grad an Oder und Neiße.

Freitag und Wochenende: Kommt der Gewitternachschlag?

Die weitere Entwicklung wird von den Wettercomputern sehr unterschiedlich bewertet. Fraglich ist hierbei vor allem, wie intensiv uns das nächste Gewittertief erfasst. Sollte es voll treffen, dann sind die eingangs geschilderten Regenmengen bin einschließlich Sonntag plausibel und wir müssten zum Teil auch mit Überflutungen oder gar Hochwasser-Ereignissen rechnen. Sicherer ist, dass die ganz große Hitze erst einmal vorbei ist.

Am Freitag erwarten uns in der Osthälfte möglicherweise heftige bis heftigste Gewitter. Sonst bleibt es wechselhaft mit nur noch 17 bis 24, ganz im Osten noch bis 26 Grad. Auch das Wochenende verläuft tendenziell durchwachsen und windig, wobei sich die Lage zum Sonntag allgemein entspannen dürfte - das Ganze bei Höchstwerten zwischen 19 und 25 Grad.

Quelle: ntv.de

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