Panorama

Bombenevakuierung in Frankfurt Goldschatz der Bundesbank bleibt bewacht

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In der Bundesbankzentrale lagern derzeit rund 1700 Tonnen Gold.

(Foto: picture alliance / Boris Roessle)

Wenn am Sonntag in Frankfurt eine Bombe entschärft wird, werden nicht nur Altenheime und Krankenhäuser evakuiert. Auch die Bundesbank liegt im Sperrgebiet. Das dort gelagerte Gold beflügelt Plündererfantasien.

Die Goldreserven der deutschen Bundesbank sind auch während der Bombenevakuierung am Sonntag sicher. "Das Gold wird genauso bewacht, wie an jedem anderen Tag auch", sagte ein Sprecher gegenüber n-tv.de. Ob sich dazu auch Sicherheitspersonal auf dem Gelände befinden wird, wollte er nicht bestätigen. Alle anderen Mitarbeiter arbeiten an dem Tag nicht.

Die Notenbankzentrale befindet sich in dem 1,5 km großen Sperrgebiet, das wegen eines Bombenfunds evakuiert werden muss. Die Zentrale wird derzeit durch die Bundespolizei bewacht. Denn dort lagert der 1700 Tonnen schwere Goldschatz, der erst vor kurzem von Paris in die Frankfurter Zentrale geholt worden war.

Deutschland besitzt mit mehr als 3300 Tonnen den zweitgrößten Goldschatz der Welt nach den USA. Er hat derzeit einen Wert von rund 120 Milliarden Euro.

Wegen der Entschärfung einer fast zwei Tonnen schweren englischen Luftmine werden am Sonntag mehr als 60.000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. Tausende Helfer werden im Einsatz sein. Unter anderem sollen zwei Krankenhäuser, darunter die größte Geburtsstation Hessens, und 20 Altenheime geräumt werden.

Quelle: ntv.de, bra/dpa