Panorama

Kurz vor der US-Küste Greta Thunberg übersteht heftige Stürme

Greta Thunbergs Atlantiküberquerung wird aufmerksam beobachtet. Immer wieder fällt die Frage, ob die 16-Jährige der großen Belastung der Segelreise überhaupt standhalten kann. Die Crew zeigt in den sozialen Medien, wie gut sie die Reise wegsteckt. Schon bald ist es geschafft.

Seit dem 14. August segelt Klimaaktivistin Greta Thunberg über den Atlantik, um emissionsfrei nach New York zu reisen. Die 16-Jährige und Skipper Boris Herrmann lassen die Welt via Twitter an ihrem Abenteuer teilhaben und zeigen in mehreren Videos, wie hart die Reise ist.

Die letzte veröffentlichte Sequenz gibt einen guten Einblick: Die Wellen brechen und das Wasser ergießt sich lautstark über der Segeljacht "Malizia". Herrmann johlt erfreut, als Greta Thunberg ihr aktuelles Video aus dem Atlantik aufnimmt. Die Handykamera schwenkt vom Profisegler auf das Gesicht Thunbergs. Sie scheint die Strapazen gut wegzustecken. "Wir segeln derzeit zwischen 20 und 25 Knoten, gestern Nacht waren es sogar 30. Es ist sehr heftig und es gibt viele hohe Wellen", berichtet sie trotz der Anstrengung lächelnd.

Wenige Stunden später setzt sie die nächste Nachricht ab: "Starke Winde pushen uns gen Westen. Wir erwarten, dass wir North Cove Marina in Manhattan am Dienstagnachmittag oder gegen Abend erreichen werden." Die Crew hat ihr Ziel also vor Augen.

Auf der Website von Skipper Herrmann kann jeder die Route von Thunberg und Co mithilfe eines Trackers verfolgen. Außerdem gibt es dort noch mehr Details: Eine kleine Infobox zeigt, dass die Jacht derzeit mit einer Geschwindigkeit von 15,4 Knoten (etwa 28 Kilometer pro Stunde) über den Atlantik segelt.

Kurze Live-Berichte via Twitter

Pierre Casiraghi, der als Profi-Segler viel Erfahrung mitbringt, meldet sich ebenfalls via Twitter zu Wort. "Hallo zusammen! Es ist heute sehr uneben und wellig, wir befinden uns mitten in einem Sturm. Ich bin sehr stolz auf alle und Greta macht das wirklich gut", berichtet der Monegasse vor zwei Tagen. Am Ende des Videos schwenkt Casiraghi die Kamera auf den wilden Atlantik. Diese Aufnahmen beweisen, dass die Bedingungen besonders für Laien schwierig und herausfordernd sein müssen.

Während der Reise beantwortete Thunberg auch Fragen einer Hamburger Schulklasse und ließ in ihrer E-Mail durchblicken, dass die große Aufmerksamkeit auch eine Bürde sei: "Ich mag es, dass ich einen gewissen Einfluss habe. Und dass ich es schaffe, dass ich gehört werde. Aber ich mag es nicht, all diese Aufmerksamkeit zu bekommen", zitiert die Funke-Mediengruppe aus der E-Mail. Wenn Thunberg in den USA ankommt, wird der Medienrummel sicher nicht geringer werden.

Die 16-Jährige hat ihr Ziel im Blick und muss mit den anderen Crew-Mitgliedern nur noch vergleichsweise wenige Stunden aushalten, bis sie das US-amerikanische Festland erreicht. Für Thunberg ist schon jetzt klar, dass sie Präsident Donald Trump nicht sprechen will, der würde ja schließlich auch nicht auf die Wissenschaftler hören. Thunbergs Zielort New York liegt inzwischen nur noch 900 Kilometer entfernt. Ihre Teilnahme am UN-Klimagipfel ist damit wohl gesichert.

Quelle: ntv.de