Panorama

Wegen Waldbrandgefahr Kaliforniern wird Strom abgeschaltet

40a32e878ffd140abe62c0647d6c4dbc.jpg

Defekte Stromleitungen können verheerende Folgen haben.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Trockenes und windiges Wetter in Nordkalifornien lässt die Gefahr für Waldbrände steigen. Um Unglücke zu verhindern, greift der Energieversorger PG&E jetzt zu drastischen Maßnahmen.

Zum zweiten Mal in diesem Monat schaltet der US-Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) in Teilen Nordkaliforniens den Strom ab. Bis zu 179.000 Kunden in 17 Bezirken des Westküstenstaates könnten in den nächsten Tagen von der Maßnahme betroffen sein, wie das Unternehmen mitteilte. PG&E bezeichnet den Schritt als Vorsichtsmaßnahme wegen einer erhöhten Waldbrandgefahr bei starken Winden und Trockenheit, die bis Freitag vorhergesagt wurden. Die Blackouts haben bereits am Mittwoch begonnen. Sie können auch länger als 48 Stunden andauern, wie der Konzern bekannt gab.

Vor zwei Wochen war der Strom für mehr als 700.000 Kunden abgeschaltet worden. In zahlreichen Regionen, auch in Ballungsräumen um San Francisco, saßen Menschen im Dunkeln. Geschäfte und Schulen blieben geschlossen, Ampelanlagen fielen aus.

Kunden und Politiker hatten die drastische Maßnahme des Energieversorgers kritisiert. Ihr Vorwurf: PG&E habe es über Jahre hinweg versäumt, in das Netz zu investieren und seine Anlagen zu modernisieren. Kritik wegen schlecht gewarteter Stromleitungen ist nach zahlreichen Großbränden in den vergangenen Jahren immer wieder laut geworden.

Der verheerende Waldbrand in der nordkalifornischen Ortschaft Paradise, der im November vergangenen Jahres 85 Menschen das Leben kostete, soll durch defekte Stromleitungen ausgelöst worden sein. Starker Wind, hohe Temperaturen und eine trockene Vegetation trugen dazu bei, dass sich das Feuer extrem schnell ausbreitete.

Quelle: ntv.de, ino/dpa