Panorama

Haft für Terroristen bestätigt Keine Reue von Carlos, keine Gnade für ihn

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Ilich Ramírez Sánchez ist seit 2017 verurteilt. (Archivbild)

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Schon seit 1994 sitzt der als Carlos bekannte Terrorist in Paris im Gefängnis. Und dort wird der mittlerweile 71-Jährige wohl auch bis zu seinem Lebensende bleiben. Das bestätigt nun ein Gericht. Der Venezolaner zeigt beim Prozess keine Reue - im Gegenteil.

Ein Pariser Gericht hat die lebenslange Freiheitsstrafe für den international bekannten Terroristen Carlos wegen eines Anschlags auf ein Pariser Nobelkaufhaus im Jahr 1974 bestätigt. Das Sondergericht folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Ilich Ramírez Sánchez alias "Carlos, der Schakal" war wegen des Anschlags bereits 2017 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. In einem Berufungsverfahren wurde das Urteil ein Jahr später bestätigt.

Der Venezolaner wurde damals für schuldig befunden, in dem schicken Pariser Kaufhaus Drugstore Publicis auf dem bekannten Boulevard Saint-Germain am 15. September 1974 eine Granate geworfen zu haben. Zwei Menschen wurden dabei getötet, 34 weitere verletzt.

In dem dritten und letzten Prozess in dem Fall ging es nun allein um die Höhe des Strafmaßes. Der 71-Jährige erklärte vor Gericht, er sei "stolz auf seinen revolutionären Werdegang" und habe "mindestens 83 Menschen getötet". Zu dem Anschlag selbst wollte er sich nicht äußern. "Diese Haltung, trotz seines Alters und der langen Jahre in Haft" hätten das Gericht von der Angemessenheit der Höchststrafe überzeugt, erklärten die Richter.

Allerdings hat die Verurteilung des selbsternannten "Berufsrevolutionärs" eher symbolischen Charakter. Carlos wurde in Frankreich schon zweimal zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt: Wegen eines 1975 in Paris begangenen Dreifachmords und wegen einer Anschlagsserie mit elf Toten und 191 Verletzten in den Jahren 1982 und 1983.

Carlos war in den 70er- und 80er-Jahren einer der meistgesuchten Terroristen der Welt. Er wurde 1994 im Sudan aufgespürt und nach Frankreich gebracht. Seitdem sitzt er dort im Gefängnis.

Quelle: ntv.de, ara/AFP

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