Panorama

Tragödie in Österreich Kleinkind verlässt alleine das Haus und erfriert

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In Vorderweißenbach kam es in der Nacht zu der Tragödie.

(Foto: picture alliance/dpa/Fotokerschi.At)

In der Nacht klettert ein zweijähriger Junge aus dem Bett und verlässt bei klirrender Kälte das Haus. Seine Eltern sind bei Nachbarn, ein Babyfon schlägt offenbar nicht an. Der Junge erfriert auf dem Weg.

Auf der Suche nach seinen Eltern ist ein zweijähriges Kind in Österreich erfroren. Der Junge war in der Nacht von zu Hause aufgebrochen, als die 31 und 28 Jahre alten Eltern bei den Nachbarn zu Besuch waren. Die Eltern hatten das Kind im Ort Vorderweißenbach in Oberösterreich nahe der tschechischen Grenze alleine zu Hause gelassen. Am Morgen wurde das Kind im Bereich der Garage der Nachbarn leblos aufgefunden. Wiederbelebungsversuche des Notarztes scheiterten.

Ein Babyfon war eingeschaltet, hat aber offenbar nicht angeschlagen, als der Junge sein Bett verließ. Wie die Nachrichtenagentur APA schreibt, hat der Junge im Laufe des Abends oder der Nacht nur mit einem Pyjama bekleidet das Haus der Familie verlassen und sei im Freien herumgeirrt. Ob er auf der Suche nach den Eltern gewesen sei, wie es in mehreren Medienberichten heißt, kommentierte die Polizei nicht.

Die Haustür des Elternhauses sei unverschlossen gewesen, schreibt die österreichische "Kronenzeitung". Die Eltern hätten erst in den frühen Morgenstunden bemerkt, dass das Kind nicht mehr im Hause war und sich auf die Suche nach dem kleinen Jungen gemacht.

In der Nacht herrschten Temperaturen von bis zu minus zehn Grad. Eine Obduktion des Buben sei dabei aber nicht nötig, da "kein Zweifel an der Todesursache besteht", sagte eine Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft Linz.

Die Familie des toten Jungen wird nun von einem Kriseninterventionsteam seelsorgerisch betreut. Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, wie ein Polizeisprecher ntv sagte. Das passiere in solchen Fällen standardmäßig. Wie "krone.at" berichtet, soll die Mutter gerade ein zweites Kind erwarten und bereits hochschwanger sein.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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