Panorama

Absagen wegen Coronavirus Kulturminister wollen Kreativen helfen

118534369.jpg

Auch das Millionen-Theater-Projekt "Harry Potter und das verwunschene Kind" musste wegen Corona verschoben werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die deutsche Kulturbranche erlebt durch die Coronavirus-Pandemie starke Einnahmerückgänge. Konzerte werden abgesagt, und jetzt erwischte es sogar ein Millionen-Projekt in Hamburg.

Die deutschen Kulturinstitutionen und Kreativen sollten nach Ansicht der Kulturminister in die jetzt geplanten Nothilfen von Bund und Ländern einbezogen werden. Schon jetzt seien staatliche und private Kultureinrichtungen und Veranstaltungsbetriebe sowie Künstler massiv von der Corona-Krise betroffen, erklärten die Kulturminister nach einer gemeinsamen Sitzung in Berlin. Wirtschaftliche Einbußen gefährdeten sowohl Institutionen als auch private Existenzen.

Neben zahlreichen Konzerten wurden auch Kinofilme und Theaterstücke verschoben. Darunter auch das 42 Millionen-Euro-Projekt "Harry Potter und das verwunschene Kind", das in Hamburg Mitte März Premiere feiern sollte. Der neue Termin wurde auf Oktober 2020 gelegt.

Die Gesundheit der Bevölkerung habe absolute Priorität. Deshalb müsse alles getan werden, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und abzumildern. Gerade in geschlossenen Kultureinrichtungen, in denen sich Menschen aller Generationen und aus der ganzen Welt zusammenfinden, bestehe eine Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus. Dies gelte insbesondere mit Blick auf Risikogruppen. "In einer humanen und demokratischen Gesellschaft gilt es, zusammenzuhalten und auf diejenigen besonders zu achten, die Schutz brauchen und besonders gefährdet sind", erklärte Bayerns Kunstminister Bernd Sibler, der dieses Jahr der Kulturministerkonferenz vorsitzt.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa